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OneDrive Photos: Microsoft installiert App ohne Zustimmung

Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 23:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft verteilt die App OneDrive Photos ungefragt via Update. Die Software bietet KI-Suche und Offline-Funktionen, lässt sich aber nicht einzeln deinstallieren.

OneDrive Photos: Microsoft installiert neue Bild-App ohne Nachfrage
Moderner Laptop-Bildschirm mit einer Fotogalerie-Anwendung in einem sauberen, professionellen Büro. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft installiert still und heimlich eine neue Foto-App auf Windows-11-Geräten – ohne Zustimmung der Nutzer.

Die Anwendung mit dem Namen OneDrive Photos wird über Windows Update oder OneDrive-Client-Updates verteilt. Nutzer finden das Programm plötzlich im Startmenü wieder, ohne es angefordert zu haben. Entdeckt wurde die Software Ende Juli 2026.

Was kann die neue App?

OneDrive Photos basiert auf WebView2-Technologie und dient der Organisation, Bearbeitung und Ansicht von Bildern. Besonders hervorzuheben ist eine KI-gestützte Suche sowie eine Gesichtserkennungsfunktion, die Bilder automatisch gruppiert. Für die Verarbeitung biometrischer Daten ist jedoch eine explizite Zustimmung erforderlich.

Ein entscheidender Vorteil: Anders als viele Cloud-Anwendungen funktioniert OneDrive Photos auch offline. Nutzer können lokale Bilder verwalten, ohne sich bei einem Microsoft-Konto anmelden zu müssen.

Das Problem: Redundanz und fehlende Deinstallationsmöglichkeit

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Branchenbeobachter stellen fest: OneDrive Photos überschneidet sich massiv mit der bereits vorinstallierten Microsoft Photos-App. Derzeit trägt die neue Software noch ein Beta-Label und ein „Neu"-Symbol. Kritiker bezeichnen sie als schlichtweg überflüssig.

Besonders ärgerlich: Eine eigenständige Deinstallation ist nicht möglich. Da OneDrive Photos fest in den OneDrive-Dienst integriert ist, können Nutzer die App nur entfernen, indem sie den gesamten OneDrive-Client deinstallieren. Eine radikale Lösung, die viele nicht akzeptieren dürften.

Ausblick: Microsofts Strategie der Integration

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Der stille Rollout passt in ein größeres Bild. Microsoft treibt die Verschmelzung seiner Dienste voran – nicht immer zur Freude der Nutzer. Für Samsung-Nutzer gibt es zudem eine wichtige Änderung: Die Synchronisation zwischen Samsung Gallery und OneDrive endet am 30. September 2026.

Parallel arbeitet Microsoft am neuen Outlook-Client, der mit einer verbesserten Version schnellere E-Mail-Ladezeiten verspricht. Ein verbindlicher Umstieg auf die neue E-Mail-Architektur ist für 2027 geplant.

Ob OneDrive Photos am Ende mehr als ein ungefragtes Update bleibt, wird sich zeigen. Fest steht: Microsoft setzt seinen Kurs fort, Nutzer sanft – oder auch weniger sanft – in sein Ökosystem zu führen.

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