OneDrive, SharePoint

OneDrive und SharePoint: Hero Links bündeln Freigaben in einer festen Adresse

Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 23:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft bündelt Freigaben über feste Datei-Links und erweitert OneDrive um höhere Synchronisationslimits sowie neue KI-Funktionen.
Ein heller, minimalistischer Flur mit poliertem Betonboden und klaren architektonischen Linien. Illustration mit AI erstellt.

Microsoft unterzieht das Teilen von Dateien und Verzeichnissen in OneDrive und SharePoint einer grundlegenden Erneuerung. Das Unternehmen stuft die Einführung der sogenannten Hero Links als die umfassendste Überarbeitung des Link-Sharings seit mehr als zehn Jahren ein.

Kern der Umstellung ist ein einheitlicher Primärlink: Jede Datei und jeder Ordner erhält künftig eine feste Webadresse, die gleichermaßen über den Freigabedialog, beim Versand per E-Mail sowie direkt in der Adressleiste des Browsers verwendet wird.

Feste Adressen und flexiblere Rechteverwaltung

Bislang führte das Erzeugen neuer Freigaben häufig zu unterschiedlichen Links mit jeweils separaten Zugriffsregeln. Mit den Hero Links lassen sich die Berechtigungen nachträglich anpassen, ohne dass Anwender einen neuen URL generieren und verteilen müssen.

In der Standardeinstellung gewährt der Primärlink den Zugriff ausschließlich Personen, die der Datei bereits hinzugefügt wurden. Administratoren erhalten jedoch die Möglichkeit, die Standardzielgruppen für Freigaben pro Website und pro OneDrive-Konto individuell zu definieren. Zudem befinden sich zeitlich ablaufende Zugriffskontrollen für diese Links in der Entwicklung.

Die Neuerung blickt auf eine längere Vorbereitung zurück. Microsoft hatte das Konzept erstmals auf der Microsoft 365 Community Conference 2025 präsentiert und ursprünglich für dasselbe Jahr in Aussicht gestellt, die Einführung jedoch auf 2026 verschoben.

Höhere Synchronisationslimits und optimierte Ablage

Das überarbeitete Link-Sharing ist Teil eines breiteren Modernisierungspakets für OneDrive. Unter anderem verbessert der Konzern die Integration geteilter Bibliotheken, die künftig direkt neben regulären Dateien in der Suchfunktion sowie im Dateiauswahldialog auftauchen. Eine neue Bibliotheksansicht bündelt SharePoint-Bereiche, Microsoft Teams und Favoriten an einem zentralen Ort.

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Um die Hauptansicht der eigenen Dateien übersichtlich zu halten, führt Microsoft einen separaten Ordner für Verknüpfungen ein. Nutzer können wählen, ob Verknüpfungen in diesem dedizierten Bereich oder im Stammverzeichnis abgelegt werden, was über die Weboberfläche, den Explorer in Windows, den Finder unter macOS sowie in mobilen Anwendungen gleichermaßen sichtbar ist.

Auch die Synchronisationsleistung wurde angehoben. Der Abgleich unterstützt nun bis zu 1 Mio. Items unter Windows und macOS selbst auf Geräten mit lediglich 8 GB RAM.

Um Problemen mit zu langen Dateipfaden vorzubeugen, dürfen Administratoren die Benennung des OneDrive-Ordners einkürzen; ein modifiziertes Berechnungsverfahren für Pfade soll zugleich Fehler im Zusammenhang mit Verknüpfungen verringern.

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Neben der effizienten Dateiverwaltung ist die Zeitersparnis bei der täglichen Bearbeitung von Office-Dokumenten ein entscheidender Erfolgsfaktor im Berufsalltag. Mit den richtigen Tastenkombinationen lassen sich Texte formatieren oder Tabellen bearbeiten, ohne ständig zur Maus greifen zu müssen. Bis zu 30 Minuten täglich sparen: Die besten Office-Tastenkombinationen im kostenlosen PDF

Für Administratoren kündigte Microsoft zudem das Befehlszeilenwerkzeug OneDrive Sync CLI mit dem Befehl odsync an. Das derzeit in der Vorschau befindliche Werkzeug liefert Diagnose- und Konfigurationsdaten zu Konten, Richtlinien und Sicherungsstatus, unterstützt detaillierte Auswertungen und bietet eine JSON-Ausgabe für Automatisierungsskripte.

Werkzeuge für Dokumente, Medien und KI

Für Entwickler und Autoren enthält das Upgrade Neuerungen bei der Textverarbeitung. Markdown-Dateien lassen sich über einen visuellen Editor mit Formatierungsleiste bearbeiten, wobei das Dokument im Markdown-Format gespeichert bleibt.

Kommentare können an spezifischen Textabschnitten verankert werden, und mehrere Nutzer können zeitgleich daran arbeiten. HTML-Dateien können direkt auf der gerenderten Seite modifiziert werden; hierfür stehen eine geteilte Ansicht mit Quellcode und Live-Vorschau sowie ein Vollbildmodus für Präsentationen bereit.

Abgerundet wird das Maßnahmenpaket durch eine modernisierte Fotos-Anwendung mit KI-Bearbeitungsfunktionen, natürlicher Sprachsuche, Kartenansicht und automatisierten Präsentationen sowie tieferen Assistentenfunktionen.

Microsoft Copilot in der Webversion von OneDrive for Business kann Inhalte quer über mehrere Dokumente auswerten, Präsentationen, PDFs oder HTML-Berichte erstellen und Dateien organisieren.

Voraussetzung hierfür ist eine Lizenz für Microsoft 365 Copilot. Laut der Administrator-Mitteilung MC1459130 lief die öffentliche Vorschauphase zwischen Ende August und Ende September 2026; die allgemeine Verfügbarkeit ist für Ende Dezember 2026 vorgesehen.

Die Funktion Copilot Search unter der Entwicklungsnummer 573696 startet im Oktober 2026 in die Vorschau, bevor der reguläre Rollout ab Januar 2027 im Web beginnt. Ein organisationsweiter Ausstieg aus der Copilot-Vorschau deaktiviert die Schnittstelle zugleich in OneDrive und SharePoint.

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