Online-Betrug: Trojaner und IdentitĂ€tsdiebstahl explodieren um ĂŒber 140%
Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 05:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Sicherheitslage fĂŒr Verbraucher in Deutschland hat sich drastisch verschlechtert. Sowohl im digitalen Raum als auch auf der StraĂe steigen die Fallzahlen rasant an.
Online-Betrug auf Rekordniveau
Das Risiko, in Online-Shops betrogen zu werden, ist in Deutschland um 134 Prozent gestiegen. Das zeigt der aktuelle Gen Threat Report fĂŒr das erste Halbjahr 2026. Noch dramatischer fĂ€llt der Anstieg bei Trojanern aus: plus 145 Prozent. Phishing-Angriffe legten um 47 Prozent zu.
Besonders rasant entwickelt sich der IdentitĂ€tsbetrug. Hier verzeichnen die Analysten einen Anstieg um 454 Prozent. Die TĂ€ter geben sich dabei hĂ€ufig als Familienangehörige aus. Weltweit registrierten die Sicherheitsexperten rund 114 Millionen Angriffe ĂŒber gefĂ€lschte Online-Shops â ein Plus von 109 Prozent. Deutschland liegt bei blockierten Support-Betrugsversuchen mit 2,3 Millionen FĂ€llen weltweit auf Platz drei.
Neue Gefahr: KI-Agenten im Einsatz
Als neues Risiko identifizieren Experten den Einsatz von KI-Agenten durch Kriminelle. Auch der Diebstahl von Zugangsdaten und schÀdliche Fernzugriffssoftware nehmen deutlich zu. Die TÀter werden immer professioneller.
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Polizei schlĂ€gt gegen Einbrecherbanden zurĂŒck
Parallel zur digitalen Bedrohung melden die Ermittler Erfolge im Kampf gegen organisierte KriminalitĂ€t. In DĂŒsseldorf nahmen Zivilfahnder am 22. Juli einen 46-jĂ€hrigen Mann fest. Er soll Teil einer Einbruchsserie sein. Die Staatsanwaltschaft NĂŒrnberg hatte verdeckt ermittelt. Bei Durchsuchungen stellte die Polizei Diebesgut sicher.
Auch im Ruhrgebiet gelang ein Schlag gegen WaffenhĂ€ndler. In Herne nahmen SpezialkrĂ€fte vier MĂ€nner fest und beschlagnahmten mehrere scharfe Schusswaffen. Acht weitere Durchsuchungen in Recklinghausen, Gelsenkirchen und Dortmund fĂŒhrten zu insgesamt sechs Festnahmen.
Geldautomatensprenger verurteilt
Das Berliner Landgericht verurteilte einen 31-jĂ€hrigen Mann zu fast sieben Jahren Haft. Die Anklage lautete auf schweren Bandendiebstahl und HerbeifĂŒhren einer Sprengstoffexplosion. Die moldauische Bande hatte zwischen Mai 2024 und Januar 2025 zahlreiche Geldautomaten gesprengt.
Raub und Vandalismus: EinzeltÀter verursachen hohe SchÀden
Nicht nur Banden machen den Behörden zu schaffen. Am 18. Juli ĂŒberfielen Unbekannte einen Juwelier auf der DĂŒsseldorfer Königsallee. Sie erbeuteten eine Luxusuhr im Wert von rund 120.000 Euro. In Hanau traf es die BrĂŒder-Grimm-Festspiele: Innerhalb kurzer Zeit brachen TĂ€ter dreimal in eine Lagerhalle ein. Der Schaden durch Vandalismus allein am 12. Juli betrĂ€gt bis zu 25.000 Euro.
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Ăsterreich: Neue Einbruchsmasche mit SĂ€ure
In Wien warnen Sicherheitsbehörden vor einer perfiden neuen Methode. Seit Februar 2026 nutzten Einbrecher in 15 FÀllen Àtzende SÀure, um in Wohnungen einzudringen. In der Steiermark steht eine 51-jÀhrige Frau vor Gericht: Sie soll ihre minderjÀhrigen Kinder jahrelang auf Einbruchstouren geschickt haben. Der Prozess beginnt Ende Juli in Leoben.
Justiz kĂ€mpft gegen grenzĂŒberschreitende Betrugsnetzwerke
Das Cybercrime-Zentrum Baden-WĂŒrttemberg hat Anklage gegen eine 61-jĂ€hrige Frau erhoben. Sie soll einer Bande geholfen haben, ĂŒber Online-Trading-Plattformen 1,17 Millionen Euro von Opfern in ganz Deutschland zu erbeuten. Seit ihrer Auslieferung im MĂ€rz sitzt sie in Untersuchungshaft. Das Landgericht Mannheim entscheidet nun ĂŒber die Eröffnung des Hauptverfahrens.
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