OPay-Falschmeldung: Behörden ermitteln wegen wirtschaftlicher Sabotage
Veröffentlicht am: 02.09.2026 um 21:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die digitale Zahlungsplattform OPay hat am 2. September 2026 das nigerianische Department of State Services (DSS) sowie die nationale Polizei mit der Untersuchung einer viralen Falschmeldung beauftragt.
In sozialen Netzwerken war zuvor behauptet worden, das Unternehmen stelle seinen Betrieb zum 1. September 2026 auf unbestimmte Zeit ein. OPay wies diese Darstellungen entschieden zurück und leitete umfassende juristische Maßnahmen gegen die Urheber ein.
Behörden ermitteln wegen wirtschaftlicher Sabotage
Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich bei den im Umlauf befindlichen Informationen um gezielte Desinformation. Chief Legal Counsel Akinfolabi Rokosu erklärte am 2. September 2026, dass das Unternehmen weiterhin aktiv am Markt präsent sei und man die Verantwortlichen für die Verbreitung der Falschnachricht rechtlich belangen werde. Rokosu warnte zudem davor, dass derartige Gerüchte das gesamte Finanzsystem destabilisieren könnten.
Auch die Zentralbank von Nigeria (CBN) schaltete sich ein und identifizierte die Berichte offiziell als Falschmeldung. Neben dem DSS und der Polizei ist auch die Economic and Financial Crimes Commission (EFCC) involviert, wobei Behördenvertreter vor Akten der wirtschaftlichen Sabotage warnten.
Laut Berichten vom 1. und 2. September 2026 wurde bereits mindestens eine Klage gegen einen der Urheber eingereicht, und die Sicherheitsbehörden haben entsprechende Ermittlungen aufgenommen.
Fristen und Unterlassungsaufforderungen für Social-Media-Nutzer
Im Zentrum der juristischen Auseinandersetzung stehen mehrere Nutzer sozialer Plattformen. OPay übermittelte Unterlassungsschreiben an den X-Nutzer Adamu B. Garba II sowie an das TikTok-Konto „Viralgrabtvng“.
Diesen wurde vorgeworfen, die Behauptung einer unbefristeten Betriebspause verbreitet zu haben. Das Unternehmen setzte eine Frist bis zum 1. September 2026 um 23:59 Uhr für die Löschung der Beiträge, eine Rücknahme der Aussagen sowie eine öffentliche Entschuldigung.
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Bereits am 31. August 2026 war eine ähnliche Aufforderung an die Nutzerin Cute Hafserh ergangen. Diese hatte einen viralen Post abgesetzt, der die angebliche Schließung des Dienstes für den Folgetag ankündigte.
Berichten zufolge löschte die Nutzerin den entsprechenden Beitrag fristgerecht und entschuldigte sich öffentlich für das Teilen der Falschinformation. OPay betonte in diesem Zusammenhang, dass man Falschmeldungen systematisch überwache und dokumentiere, um gegen Cyberkriminalität gemäß dem Cybercrimes Act vorzugehen.
Zentralbank bestätigt normalen Geschäftsbetrieb
Die technische Führung von OPay unterstrich die operative Kontinuität des Dienstleisters. COO und CTO Dotun Adekunle stellte klar, dass der Betrieb normal weiterlaufe und das Unternehmen keine Pläne habe, den Markt zu verlassen. Kunden könnten weiterhin wie gewohnt Bargeld abheben und Transaktionen tätigen. Die Kommunikationschefin Folayemi Joshua ergänzte bereits am 31. August 2026, dass die Kundengelder sicher seien.
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Als Beleg für die Fälschung der viralen Nachricht verwies das Unternehmen auf formale Fehler in dem verbreiteten Dokument. Dieses nutzte ein veraltetes Firmenlogo und die falsche Schreibweise „Opay“.
Trotz der aktuellen Unruhe verfolgt das Unternehmen weiterhin ehrgeizige Wachstumsziele. Aktuelle Berichte deuten darauf hin, dass OPay einen Börsengang in Nigeria sowie in den USA erwägt, wobei eine Zielbewertung von 4 Mrd. US-Dollar angestrebt wird.
