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Open Source: KDAN öffnet ComPDF und DottedSign auf GitHub

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 02:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

KDAN und Docugami öffnen ihre Technologien, während AMD und Solix neue Plattformen für unstrukturierte Daten vorstellen.

Open Source Trend: KI-Dokumentenplattformen revolutionieren Zusammenarbeit
Moderner Serverraum mit digitalen Datenvisualisierungen für sichere unternehmenseigene KI-Dokumenteninfrastruktur. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Mehrere große Technologieunternehmen stellen ihre Dokumenten-Plattformen auf offene Quellcodes um. Der Trend zu Open Source und modularen Architekturen soll die Zusammenarbeit von KI-Systemen mit Unternehmensdaten revolutionieren.

KDAN und Docugami öffnen ihre Technologien

Der taiwanesische Softwarekonzern KDAN (TPEx: 7737) hat am 22. Juli seine Kernprodukte ComPDF und DottedSign auf GitHub als Open Source veröffentlicht. Unternehmen können die Software künftig auf eigenen Servern betreiben – ein entscheidender Vorteil für Firmen, die bei KI-gestützten Dokumenten-Workflows die Kontrolle über ihre Daten behalten wollen. In internen Tests auf dem OpenDataLab-Benchmark schnitt ComPDF besser ab als bestehende Open-Source-Modelle. Für Kunden mit besonderen Sicherheitsanforderungen bietet KDAN weiterhin kommerzielle Enterprise-Lizenzen mit Support und Integrationsservices an.

Parallel dazu haben Docugami und Inveniam die Docugami Markup Language (DGML) unter der Apache-2.0-Lizenz veröffentlicht. Das neue Format verwandelt Dokumente in überprüfbare Datenstrukturen. Inveniam speichert dabei sogenannte „Fingerabdrücke" einzelner Elemente auf der Mantra-Blockchain (NVNM Chain) – so bleibt jede Information bis zur Originalseite zurückverfolgbar. Das Verfahren soll die Konsistenz in großen Asset-Portfolios verbessern. Die feinabgestimmten KI-Modelle von Docugami bleiben allerdings proprietär.

Neue Plattformen für unstrukturierte Daten

Auch Hardware- und Software-Anbieter bringen frische Ansätze. AMD präsentierte am 21. Juli Optima, eine offene modulare Referenzarchitektur für Unternehmensdaten. Die Plattform wandelt Firmendaten in kontextuelle Wissensgraphen um, die sich für automatisierte KI-Prozesse nutzen lassen. Das Besondere: Alle Komponenten sind austauschbar, sodass Unternehmen ihre KI-Infrastruktur flexibel anpassen können.

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Am selben Tag launchte Solix Technologies seine nächste Generation von Enterprise Content Services (ECS). Die KI-native Plattform bündelt fragmentierte Daten in einer strukturierten Wissensbasis. Nutzer können per natürlicher Sprache Fragen stellen – und erhalten direkte Quellenangaben zu den Antworten.

Im Rechtsbereich sorgt Jupitice für Aufsehen: Die am 22. Juli gestartete Plattform für digitale Stempel und elektronische Signaturen soll Vertragsabschlüsse um bis zu 90 Prozent beschleunigen. Möglich macht das die Kombination aus Aadhaar eSign und Multi-Party-Signing.

Erste Anwender berichten von Erfolgen

Erste Unternehmen setzen die neuen Werkzeuge bereits ein. Die Cincinnati Reds aus der US-Baseballliga nutzen ab sofort den Flexor AI Context Engine (ACE) auf Databricks. Das Team will damit unstrukturierte Daten wie Spielernotizen, Scouting-Berichte und Umfragen in KI-gerechte Kontexte verwandeln. Ein spezielles Domain Intelligence Hub erkennt und verarbeitet dabei baseballspezifische Fachbegriffe.

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In Europa integrierte der Dokumenten-Spezialist Siav am 22. Juli die KI-Technologie von Atacod. Bereits im April hatte Siav einen 9,1-Prozent-Anteil an Atacod übernommen. Die Integration soll Verwaltungsaufgaben um 95 Prozent reduzieren und Dateneingabefehler um 90 Prozent senken.

Auch die Infrastruktur-Anbieter liefern vielversprechende Zahlen: Parallel.ai meldet für seine KI-Agenten eine Genauigkeit von 91 Prozent beim SimpleQA-Test und 86 Prozent bei FRAMES. Damit positionieren sich die Systeme als zuverlässige Werkzeuge für Suche, Extraktion und tiefgehende Recherche im Dokumenten-Management.

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