Open-Source-Umstieg in Schleswig-Holstein: 49 Prozent bewerten ihn positiv
Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 19:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine reprÀsentative Online-Befragung unter 2.700 BeschÀftigten der Landesverwaltung Schleswig-Holstein zeichnet ein differenziertes Bild des Wechsels auf quelloffene Software.
Laut einem Bericht vom 06.10.2026 bewerten 49 Prozent der Befragten die Open-Source-Umstellung positiv, wÀhrend 41 Prozent der BeschÀftigten ein negatives Urteil abgeben. Die Erhebung wurde von den IT-Unternehmen Univention, Nextcloud, Heinlein und Open-Xchange in Auftrag gegeben und beleuchtet die Stimmung im Landesdienst wÀhrend des laufenden Digitalisierungsprojekts.
Gewöhnung an neue Software und Bedeutung kollegialer Hilfe
Trotz der geteilten Bewertung zeigt sich bei der tĂ€glichen Nutzung eine spĂŒrbare Routine. Wie aus einem Bericht vom 06.10.2026 hervorgeht, haben sich 74 Prozent der BeschĂ€ftigten an die neue Arbeitsumgebung gewöhnt. Rund 64 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass diese Eingewöhnung bereits innerhalb der ersten drei Monate erfolgte.
Bei der BewĂ€ltigung der technischen Umstellung spielte der Austausch untereinander eine zentrale Rolle. Nach Angaben aus einem Bericht vom 06.10.2026 nahmen 74 Prozent der BeschĂ€ftigten GesprĂ€che mit Kolleginnen und Kollegen wahr, um sich im verĂ€nderten System zurechtzufinden. Zudem bezeichneten 60 Prozent der Befragten die kollegiale UnterstĂŒtzung als das beste Format, um die HĂŒrden der Software-Umstellung zu meistern.
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Fahrplan der Migration und politische Debatte
Der grundlegende Kurswechsel der Landesverwaltung Schleswig-Holstein hin zu digitaler SouverĂ€nitĂ€t reicht mehrere Jahre zurĂŒck. Die EinfĂŒhrung der BĂŒrosoftware LibreOffice begann bereits im Jahr 2024. Im weiteren Verlauf soll die Plattform Nextcloud schrittweise das bisherige System SharePoint ablösen. Parallel dazu wird das Betriebssystem Linux als Alternative zu Windows erprobt, wie am 06.10.2026 berichtet wurde.
Begleitet wird der Reformprozess von parlamentarischen Auseinandersetzungen ĂŒber die StabilitĂ€t und Sicherheit der Systeme. Vor diesem Hintergrund beantragte die FDP eine externe PrĂŒfung der Justiz-IT in Schleswig-Holstein, wie zeitgleich berichtet wurde.
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Internationale Initiativen zur digitalen SouverÀnitÀt
Das Bestreben, staatliche Verwaltungen unabhÀngiger von proprietÀrer Software zu machen, beschrÀnkt sich nicht auf deutsche BundeslÀnder. Auch in anderen europÀischen LÀndern gewinnen quelloffene Alternativen an Bedeutung.
So setzen französische Behörden mit Stand vom 06.10.2026 auf souverĂ€ne Jitsi-basierte Kommunikationswerkzeuge, um den behördlichen Austausch ĂŒber offene Standards abzusichern. Der Schritt Schleswig-Holsteins fĂŒgt sich damit in eine breitere europĂ€ische Entwicklung ein, deren Erfolg im Arbeitsalltag stark von der Akzeptanz der VerwaltungskrĂ€fte abhĂ€ngt.
Mehr zum Thema bei ZEIT Online: âUmstellung auf Open Source: 49 Prozent sehen Open Source in Landesverwaltung positivâ
