OpenAI-API: Prompt-Caching hÀlt geteilte Kontexte jetzt bis zu zwölf Stunden
Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 10:23 Uhr | Redaktion boerse-global.deDas KI-Unternehmen OpenAI hat eine deutliche VerlĂ€ngerung des Prompt-Cachings fĂŒr seine Programmierschnittstelle angekĂŒndigt. Entwickler können wiederkehrende Prompts, Systeminstruktionen und Kontextdaten nun fĂŒr bis zu zwölf Stunden im Zwischenspeicher halten.
Bislang lag das Standard-Zeitfenster bei 30 Minuten. Die Neuerung zielt darauf ab, die Leistung und Reaktionszeit bei Anwendungen mit geteilten Instruktionen zu verbessern und Kosten bei lÀngeren Nutzungspausen zu senken.
LĂ€ngere Vorhaltezeit ĂŒber neuen Parameter
EingefĂŒhrt wurde die Funktion am 20. Oktober 2026 ĂŒber die Responses API. Ăber den Parameter prompt_cache_options.ttl="12h" lĂ€sst sich die Aufbewahrungsdauer fĂŒr geteilte Instruktionen, Werkzeuge und Kontexte von den regulĂ€ren 30 Minuten auf zwölf Stunden heraufsetzen.
Bei der Angabe von zwölf Stunden handelt es sich laut OpenAI nicht um eine feste Löschfrist; das Unternehmen behĂ€lt sich vor, entsprechende Cache-EintrĂ€ge bei Bedarf auch ĂŒber diesen Zeitraum hinaus vorzuhalten.
Technisch lassen sich beide Cache-Laufzeiten innerhalb einer einzigen Anfrage kombinieren. Ăber den Parameter prompt_cache_breakpoint.ttl können Entwickler unterschiedliche Abschnitte definieren. Die Abrechnung der einzelnen Token richtet sich in solchen MischfĂ€llen nach der jeweils lĂ€ngsten Schreib-Lebensdauer innerhalb der Anfrage.
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Höhere Schreibkosten bei identischen Lesepreisen
Die verlĂ€ngerte Speicherdauer geht mit einer verĂ€nderten Preisstruktur fĂŒr Schreibzugriffe einher. WĂ€hrend SchreibvorgĂ€nge im 30-Minuten-Cache mit dem 1,25-fachen der regulĂ€ren Rate fĂŒr ungecachten Input berechnet werden, veranschlagt OpenAI fĂŒr den Zwölf-Stunden-Cache das 2,5-fache dieser Basisrate.
UnverĂ€ndert bleiben hingegen die Kosten fĂŒr Lesezugriffe auf den Zwischenspeicher. FĂŒr beide Zeitfenster liegt der Tarif fĂŒr Cache-Reads bei 0,1x der regulĂ€ren Input-Rate. Bei dem Modell GPT-6.1 Sol fĂ€llt dieser Satz auf 0,05x der Input-Rate.
Fokus auf dauerhafte Agenten und Entwicklungs-Sessions
Der vergĂŒnstigte Cached-Input-Tarif greift damit auch dann, wenn zwischen einzelnen Anfragen mehrere Stunden vergehen. Die Erweiterung ist insbesondere fĂŒr dauerhaft betriebene KI-Agenten und komplexere Softwarearchitekturen konzipiert, die denselben Kontext ĂŒber den Arbeitstag hinweg wiederholt abrufen.
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Wie Tibo von OpenAI am 20. Oktober 2026 ergĂ€nzte, wird der Cache fĂŒr angemeldete Nutzer von Codex und Work dauerhaft aufbewahrt. Kehren Anwender nach mehreren Stunden zu einer frĂŒheren Konversation zurĂŒck oder setzen diese fort, greift der Zwischenspeicher ohne zusĂ€tzliche Kosten.
Die Umstellung auf das Zwölf-Stunden-Intervall garantiert nach Unternehmensangaben nicht automatisch finanzielle Ersparnisse, da die anfĂ€nglichen SchreibgebĂŒhren höher ausfallen. Sie rentiert sich vor allem bei Szenarien, in denen ĂŒber mehrere Stunden hinweg Dutzende Anfragen auf einen identischen Kontext zugreifen oder umfangreiche Programmiersitzungen in Codex abgewickelt werden.
