OpenAI-Förderung: NTU entwickelt KI-Tool für Wirtschaftsprognosen
Veröffentlicht am: 13.09.2026 um 03:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein Forschungsteam der Nanyang Technological University (NTU) in Singapur wurde unter der Leitung von Prof. Hyeokkoo Eric Kwon ausgewählt, um im Rahmen eines globalen Förderprogramms von OpenAI ein neues Instrument zur wirtschaftlichen Analyse zu entwickeln.
Das Projekt gehört zu den 14 Vorhaben weltweit, die sich gegen mehr als 400 im April eingereichte Anträge durchsetzen konnten. Im Zentrum der Arbeit steht die Entwicklung eines KI-gestützten Werkzeugs, das die Auswirkungen politischer Entscheidungen auf die Volkswirtschaft prognostizieren soll.
Finanzierung und Entwicklungsrahmen des NTU-Projekts
Für die Umsetzung des Vorhabens erhält das NTU-Team eine Förderung in Höhe von insgesamt 100.000 US-Dollar, was zum Zeitpunkt der Bekanntgabe etwa 126.800 Singapur-Dollar entsprach. Die Unterstützung setzt sich laut Berichten vom 12. September 2026 zu jeweils gleichen Teilen aus Barmitteln und Guthaben für die Nutzung der OpenAI-Plattform zusammen.
Der Zeitplan für die Entwicklung und erste Testphasen ist auf sechs Monate angelegt. In diesem Zeitraum soll das Tool so weit verfeinert werden, dass es komplexe ökonomische Zusammenhänge präzise abbilden kann. Ziel der Forschungsförderung durch das US-amerikanische KI-Unternehmen ist es, Projekte zu unterstützen, die einen Beitrag zum globalen Gemeinwohl leisten können.
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Datengrundlage und technologische Validierung
Die technologische Basis des Systems beruht auf der Analyse umfangreicher Datensätze. Das Team nutzt für das Training der Künstlichen Intelligenz anonymisierte Transaktionsdaten von mehr als einer Million Nutzern einer südkoreanischen Budget-App aus den Jahren 2023 bis 2025. Diese breite Datenbasis ermöglicht es der Anwendung, Verhaltensmuster von Konsumenten unter verschiedenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu identifizieren.
Die Validierung der Prognosefähigkeit erfolgte bereits anhand realer Ausgabendaten aus dem Jahr 2025. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Untersuchung von zwei staatlichen Cash-Handouts, die in Südkorea im Juli und September 2025 an die Bevölkerung ausgezahlt wurden. Das Tool ist darauf spezialisiert, vorherzusagen, in welchem Umfang solche Geldausschüttungen in den direkten Konsum fließen oder von den Bürgern gespart werden.
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Überlegenheit gegenüber traditionellen Modellen
Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass das von den NTU-Forschern entwickelte Werkzeug wirtschaftliche Effekte präziser vorhersagen kann als herkömmliche Simulationsmodelle. Während klassische Ansätze oft an der Komplexität menschlichen Verhaltens und unvorhersehbaren Marktdynamiken scheitern, soll die KI-gestützte Analyse eine höhere Genauigkeit bei der Folgenabschätzung staatlicher Eingriffe bieten.
Das Forschungsteam verfolgt mit dem Projekt einen gemeinnützigen Ansatz. Die Veröffentlichung des Tools ist für Februar 2027 geplant. Nach Abschluss der Entwicklung soll die Anwendung als Open-Source-Lösung für jede Bevölkerung weltweit zur Verfügung stehen, um Regierungen und Institutionen eine fundierte Entscheidungsgrundlage für ihre Wirtschaftspolitik zu bieten.
