OpenAI, IPO

OpenAI IPO: 900 Milliarden Euro Bewertung angepeilt

11.06.2026 - 01:56:43 | boerse-global.de

OpenAI bereitet mit vertraulichem S-1-Antrag den Börsengang vor. Das KI-Unternehmen strebt eine Bewertung von rund einer Billion Euro an.

OpenAI reicht IPO-Antrag ein: Milliarden-Bewertung geplant
OpenAI - A sleek, futuristic stock market trading floor with glowing digital screens showing financial data and AI graphs, hinting at tech IPOs. 11.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das Unternehmen bereitet damit den Weg für einen möglichen Börsengang – und peilt eine Bewertung von rund einer Billion Euro an.

Der Milliarden-Deal: Was OpenAI wert sein soll

Die Pläne sind ambitioniert: Rund 900 Milliarden Euro soll das Unternehmen nach eigenen Prognosen bei seinem Börsendebüt wert sein. Das wäre mehr als eine Verdopplung der Bewertung von rund 770 Milliarden Euro, die OpenAI im Frühjahr nach einer Finanzierungsrunde von 110 Milliarden Euro erreicht hatte.

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Die finanziellen Kennzahlen untermauern den Optimismus. Der monatliche Umsatz des Unternehmens liegt bei umgerechnet etwa 1,8 Milliarden Euro. Das Flaggschiffprodukt ChatGPT zählt über 900 Millionen aktive Nutzer pro Woche – eine Zahl, die selbst etablierte Tech-Giganten wie Meta oder Google in den Schatten stellt.

Für die Mitarbeiter hat OpenAI zudem ein Aktienangebot vorbereitet: Sie können Anteile zu einem Preis von rund 620 Euro pro Stück erwerben.

Wettlauf an die Börse: Timing und Konkurrenz

Ursprünglich hatte Finanzvorständin Sarah Friar im Frühjahr einen Börsengang 2026 als unwahrscheinlich bezeichnet. Doch die internen Signale haben sich geändert. CEO Sam Altman informierte die Belegschaft diese Woche, dass ein Listing innerhalb der nächsten zwölf Monate möglich sei. Analysten sehen bereits im September 2026 ein realistisches Zeitfenster.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Der Hauptkonkurrent Anthropic reichte Anfang Juni ebenfalls vertrauliche IPO-Unterlagen ein. Auch SpaceX bereitet offenbar eine Roadshow für einen Börsengang vor. Die Tech-Elite sucht offenbar gebündelt nach frischem Kapital für die milliardenschweren Investitionen in Rechenzentren und Forschung.

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Vom Non-Profit zum Milliarden-Konzern

OpenAI startete 2015 als gemeinnützige Organisation – ein Modell, das sich für die kapitalintensive KI-Entwicklung als unpraktikabel erwies. Der Umbau zur sogenannten "Capped-Profit"-Struktur ermöglichte den Einstieg großer Investoren.

Die Eigentümerstruktur ist komplex: Die gemeinnützige OpenAI Foundation hält 26 Prozent, Microsoft 27 Prozent. Weitere Großaktionäre sind SoftBank, Amazon und Nvidia. Als federführende Banken für den Börsengang stehen Goldman Sachs und Morgan Stanley bereit.

Der Schritt an die Börse folgt auf einen juristischen Erfolg: Eine Klage eines ehemaligen Mitgründers wurde wegen Verjährung abgewiesen. Während das Unternehmen nun die finale Phase der Vorbereitungen einläutet, arbeitet es parallel an der nächsten Generation sogenannter "agentischer" KI-Modelle – und kalkuliert gleichzeitig mit enormen Kosten für Hardware und Datenverarbeitung.

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