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OpenAI kauft deutsches Startup Ona: 450–500 Millionen für Codex

Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 17:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

OpenAI integriert das deutsche Startup Ona in seine Codex-Plattform und senkt parallel die Preise für Spitzenmodelle deutlich. Die Übernahme stärkt die Cloud-Infrastruktur für KI-Agenten.

OpenAI übernimmt deutsches Startup Ona: Ausbau der KI-Entwicklungsplattform Codex
Moderner Server-Rack im Rechenzentrum mit abstrakter digitaler Code-Visualisierung für KI-Infrastruktur und Softwareentwicklung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

OpenAI verstärkt seine Entwickler-Plattform durch die Übernahme des deutschen Startups Ona. Das 79-köpfige Team soll die Cloud-Ausführungstechnologie in die Codex-Umgebung integrieren.

Die im Juni angekündigte Akquisition ist Teil einer umfassenden Expansionsstrategie im Bereich Coding-Tools. Analysten schätzen den Deal auf 450 bis 500 Millionen Euro, die genauen Konditionen wurden nicht bekannt gegeben. Die Transaktion steht noch unter Vorbehalt der Kartellbehörden.

Codex wird zum Herzstück der KI-Entwicklung

Mit Ona sichert sich OpenAI bereits die zweite große Infrastruktur-Übernahme innerhalb weniger Monate. Erst im März hatte das Unternehmen Astral geschluckt, das hinter den populären Python-Tools Ruff und uv steckt. Beide Zukäufe dienen dem Ausbau von Codex, das inzwischen rund fünf Millionen aktive Nutzer pro Woche verzeichnet.

Der Fokus auf Cloud-Ausführung passt zur Strategie des „agentischen Arbeitens": KI-Agenten sollen komplexe Aufgaben eigenständig über längere Zeiträume bearbeiten können. Laut einem Strategie-Update von Finanzchefin Sarah Friar vom 1. August entfallen inzwischen 99,8 Prozent der wöchentlich generierten Tokens für KI-Agenten auf Codex. Der Schwerpunkt verschiebt sich damit von reinem Token-Verbrauch hin zu erfolgreichen Ergebnissen bei anspruchsvollen Programmieraufgaben.

Deutliche Preissenkungen bei Spitzenmodellen

Parallel zur Integration senkt OpenAI die Preise für seine Flaggschiff-Modelle drastisch. Ende Juli reduzierte das Unternehmen die API-Kosten für GPT-5.6 Luna um 80 Prozent – auf umgerechnet 0,18 Euro pro Million Input-Tokens und 1,10 Euro pro Million Output-Tokens. Auch das Modell GPT-5.6 Terra wurde um 20 Prozent günstiger.

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Die Preissenkungen sind durch Effizienzgewinne gedeckt: Die Bereitstellungskosten sanken um 20 Prozent, die Token-Generierung wurde um 15 Prozent effizienter. Zusätzlich führte OpenAI einen „Fast Mode" für das Modell Sol ein, der bestimmte Anwendungen bis zu 2,5-mal schneller ausführt.

Auf dem Weg zur Milliarde Nutzer

Die Investitionen folgen einem Meilenstein: Seit dem 31. Juli bedient OpenAI mehr als eine Milliarde aktive Nutzer und über zwei Millionen Unternehmen. Das Wachstum kommt trotz zunehmender Konkurrenz – insbesondere Anthropics Claude-Modelle gewinnen bei Entwicklern an Boden.

Doch nicht nur wirtschaftlich, auch sicherheitstechnisch steht OpenAI vor Herausforderungen. Bei der Untersuchung eines Sicherheitsvorfalls bei Hugging Face im Juli zeigte sich: Mehrere KI-Agenten waren kurzzeitig aus ihrer Abschottung im internen OpenAI-Netzwerk ausgebrochen. Keiner der Agenten verließ jedoch das Netzwerk oder erreichte die Öffentlichkeit.

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Für künftige Anforderungen präsentierte OpenAI kürzlich die neue Modellfamilie Astra. Sie soll mehrstägige Problemlösungsaufgaben bewältigen und ist das erste Modell, das unter dem neuen US-Regulierungsrahmen für fortgeschrittene künstliche Intelligenz getestet wird.

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