OpenAI, Milliarden-IPO

OpenAI plant Milliarden-IPO im September mit KI-Smartphone

30.05.2026 - 13:27:03 | boerse-global.de

OpenAI bringt ein KI-gesteuertes Smartphone ohne klassische Apps auf den Markt und fordert damit Apple heraus.

OpenAI plant Milliarden-IPO im September mit KI-Smartphone - Foto: ĂĽber boerse-global.de
OpenAI plant Milliarden-IPO im September mit KI-Smartphone - Foto: ĂĽber boerse-global.de

Der ChatGPT-Entwickler bringt ein eigenes Smartphone auf den Markt – und will Apples iPhone herausfordern.

OpenAI hat die Entwicklung seines KI-gestützten Smartphones drastisch beschleunigt. Statt wie ursprünglich geplant 2028 soll die Massenproduktion bereits in der ersten Jahreshälfte 2027 anlaufen. Das Gerät setzt nicht auf klassische Apps, sondern auf eine durchgehend kontextbewusste Benutzeroberfläche, die von Künstlicher Intelligenz gesteuert wird.

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Technische Basis: Leistungsstarker Chip und doppelte KI-Prozessoren

Das HerzstĂĽck des OpenAI-Smartphones bildet der MediaTek Dimensity 9600-Chipsatz, gefertigt im modernen 2-Nanometer-Verfahren (N2P) von TSMC. Branchenkenner wie der Analyst Ming-Chi Kuo rechnen mit zwei separaten KI-Prozessoren und einem fortschrittlichen HDR-Bildsignalprozessor.

Anders als herkömmliche Smartphones mit ihrer App-Startseite sammelt das OpenAI-Gerät kontinuierlich Kontextdaten – etwa Standort und Kommunikationsverhalten –, um eine nahtlose, assistentengeführte Nutzererfahrung zu ermöglichen. Der Nutzer soll nicht mehr zwischen verschiedenen Apps wechseln müssen, sondern wird von der KI durch den Alltag begleitet.

Die Fertigung ĂĽbernimmt Luxshare Precision als Hauptpartner, die Kamerakomponenten liefert Sunny Optical.

Milliarden-Börsengang als Treiber

Die Beschleunigung des Hardware-Projekts folgt auf bedeutende finanzielle Meilensteine. Am 22. Mai 2026 reichte OpenAI vertraulich einen Börsenprospekt bei der US-Börsenaufsicht SEC ein. Der Börsengang ist für September 2026 geplant – mit einem möglichen Unternehmenswert von einer Billion Euro (umgerechnet rund 920 Milliarden Euro).

Die Konsortialbanken Citigroup, JPMorgan Chase, Goldman Sachs und Morgan Stanley begleiten den IPO. Schon im März 2026 sammelte OpenAI rund 112 Milliarden Euro von Investoren wie SoftBank, Amazon und NVIDIA ein. Die Bewertung lag damals bei 785 Milliarden Euro.

Das Unternehmen erwirtschaftet aktuell einen annualisierten Umsatz von rund 23 Milliarden Euro – mit dem Ziel, bis 2027 die Marke von 92 Milliarden Euro zu erreichen.

Hardware-Offensive: Vom Smart Speaker zum Smartphone

Den Grundstein für die Hardware-Sparte legte OpenAI im Mai 2025 mit der Übernahme von io Products, einem Startup des ehemaligen Apple-Designchefs Jony Ive, für rund sechs Milliarden Euro. Das Hardware-Team ist inzwischen auf über 200 Mitarbeiter angewachsen – darunter mehr als 40 ehemalige Apple-Angestellte. Apple reagierte angeblich mit Abwanderungsprämien von bis zu 370.000 Euro in Aktien für sein eigenes Designteam.

Noch vor dem Smartphone will OpenAI Anfang 2027 einen Smart Speaker mit Kamera auf den Markt bringen – zum Preis zwischen 185 und 280 Euro. Weitere Produkte wie Smart Glasses und Earbuds befinden sich in der Entwicklung.

Im Premium-Smartphone-Segment peilt OpenAI zunächst jährliche Verkaufszahlen von drei bis vier Millionen Einheiten an. Analysten rechnen über den Zeitraum 2027/2028 mit insgesamt bis zu 30 Millionen ausgelieferten Geräten.

Der Kampf gegen Apples Ă–kosystem

Die Offensive kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Apple selbst seine KI-Fähigkeiten massiv ausbaut. Auf der Entwicklerkonferenz WWDC im Juni 2026 soll eine grundlegend überarbeitete Siri vorgestellt werden. Das kommende iOS 27 soll ein systemweites Suchfeld und eine eigene Chatbot-App enthalten – möglicherweise unter Nutzung von Googles Gemini-Modellen.

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Apple hat mit 2,5 Milliarden aktiven Geräten einen gewaltigen Vorsprung. OpenAI kann jedoch auf 900 Millionen wöchentlich aktive ChatGPT-Nutzer zurückgreifen, um eine eigene Hardware-Präsenz aufzubauen. Das OpenAI-Telefon soll sowohl cloudbasierte als auch lokale KI nutzen – und könnte über ein Abonnement-Modell wiederkehrende Einnahmen generieren.

Ob der KI-Pionier damit Apples Vormachtstellung ernsthaft gefährden kann, wird sich zeigen. Fest steht: Der Wettbewerb um das Smartphone der Zukunft ist eröffnet.

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