OpenAI, Smartspeaker

OpenAI plant Smartspeaker: Erste Hardware mit ChatGPT-Technologie

Veröffentlicht am: 15.07.2026 um 16:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de
OpenAI stellt einen portablen Smartspeaker ohne Display vor, der als KI-Begleiter dient. Der Marktstart ist fĂŒr 2027 geplant.
Schlanker, futuristischer Smart Speaker mit leuchtendem Kern vor unscharfem Hintergrund eines modernen Wohnraums. Illustration mit AI erstellt.

Der ChatGPT-Entwickler will mit einem mobilen Lautsprecher ohne Display in den Hardwaremarkt einsteigen.

OpenAI bereitet sich auf den Eintritt in den Unterhaltungselektronik-Markt vor. Das erste GerÀt: ein tragbarer, bildschirmloser Smartspeaker, der als KI-Begleiter fungieren soll. Das Unternehmen integriert darin seine ChatGPT-Technologie sowie den GPT-Live-Voice-Modus. Es ist der Auftakt einer ganzen Reihe von Hardware-Projekten, die bei der KI-Firma derzeit in der Entwicklung stecken.

Technische Details und Design

Der Lautsprecher ist als portables GerĂ€t mit Akku konzipiert – er lĂ€sst sich also von Raum zu Raum mitnehmen. Anders als herkömmliche Smartspeaker, die fest platziert werden, verfĂŒgt dieses Modell ĂŒber bewegliche mechanische Elemente und Sensoren. Sie sollen dem GerĂ€t eine wahrnehmbare Persönlichkeit verleihen und es zu einem proaktiven KI-Begleiter machen.

Einen Bildschirm sucht man vergeblich. DafĂŒr sind eine Kamera und verschiedene Sensoren an Bord, mit denen der Lautsprecher seine Umgebung erfassen kann. Neben Musikwiedergabe und Nachrichtenfunktionen ist auch die Steuerung des Smart Homes vorgesehen. Das GerĂ€t soll sich durch stĂ€ndiges Lernen an die Vorlieben seiner Nutzer anpassen und hochgradig personalisierte Dienste bieten.

OpenAI will die Hardware offiziell im Laufe des Jahres 2026 vorstellen. Der Marktstart ist fĂŒr 2027 geplant.

Strategische ZukÀufe und Personaloffensive

Der Entwicklung des Smartspeakers gingen erhebliche Investitionen in Hardware-Know-how voraus. OpenAI zahlte umgerechnet rund 6,5 Milliarden Euro fĂŒr die Übernahme von io Products – ein Unternehmen, das vom ehemaligen Apple-Designchef Jony Ive geleitet wurde. Dieser Zukauf bildet das RĂŒckgrat der Hardware-Strategie von OpenAI, die insgesamt fĂŒnf verschiedene GerĂ€te umfassen soll.

Neben dem Heimlautsprecher arbeitet das Unternehmen an Wearables, Haushaltsrobotern und einem mobilen KI-GerÀt, das langfristig eine Alternative zum Smartphone darstellen könnte.

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Um diese ehrgeizigen PlĂ€ne zu verwirklichen, hat OpenAI mehr als 400 ehemalige Apple-Mitarbeiter abgeworben. Der Zustrom an FachkrĂ€ften schuf die technische Grundlage fĂŒr die neue Hardware-Sparte – fĂŒhrte aber auch zu Spannungen mit dem iPhone-Hersteller.

Rechtsstreit mit Apple und Marktreaktionen

Der Vorstoß in die Hardware hat einen juristischen Konflikt mit Apple ausgelöst. Der iPhone-Konzern hat Klage gegen OpenAI eingereicht und wirft dem Unternehmen den Diebstahl von GeschĂ€ftsgeheimnissen vor. OpenAI weist die VorwĂŒrfe zurĂŒck und betont, es gebe keine Belege fĂŒr die behaupteten VerstĂ¶ĂŸe gegen geistiges Eigentum.

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WĂ€hrend OpenAI seine Hardware-PlĂ€ne vorantreibt, verschĂ€rft sich die Konkurrenz im Bereich KI-gestĂŒtzter GerĂ€te. Das Startup Hark AI Lab sicherte sich kĂŒrzlich rund 700 Millionen Euro in einer Serie-A-Finanzierungsrunde – bei einer Bewertung von umgerechnet etwa 6 Milliarden Euro. Auch Apple selbst entwickelt eigenen Berichten zufolge KI-fĂ€hige HeimgerĂ€te unter der internen Bezeichnung J490.

Die Nachricht von OpenAIs Einstieg in den Lautsprechermarkt zeigte sofort Wirkung: Die Aktien des Smartspeaker-Pioniers Sonos fielen um mehr als zehn Prozent. Die Apple-Aktie gab leicht um etwa ein Prozent nach und notierte bei umgerechnet rund 313 Euro.

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