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OpenAI Record & Replay: KI fĂŒhrt Mac-ArbeitsablĂ€ufe selbststĂ€ndig aus

19.06.2026 - 16:16:06 | boerse-global.de

OpenAI erweitert Codex um eine Aufzeichnungsfunktion fĂŒr Mac-Workflows. Nutzer fĂŒhren Aufgaben einmal vor, die KI fĂŒhrt sie kĂŒnftig selbststĂ€ndig aus.

OpenAI Codex: Neue Record & Replay-Funktion automatisiert Mac-AblÀufe
OpenAI - A hand typing on a MacBook Pro keyboard with a translucent, glowing digital interface overlay, symbolizing AI workflow automation. 19.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Der KI-Entwickler OpenAI hat sein Codex-System um eine revolutionĂ€re Funktion erweitert: Nutzer können ArbeitsablĂ€ufe auf dem Mac einmal vorfĂŒhren, und die KI fĂŒhrt sie kĂŒnftig selbststĂ€ndig aus.

Am 18. Juni 2026 veröffentlichte OpenAI das „Record & Replay"-Plugin fĂŒr seine Codex-Plattform. Das Tool zeichnet Mausbewegungen und Tastatureingaben auf dem Mac auf und wandelt sie in wiederverwendbare Automatisierungsskripte um. Die neue Funktion folgt auf eine Reihe von Erweiterungen – darunter die CLI- und VS-Code-UnterstĂŒtzung im MĂ€rz sowie spezifische Plugin-Pakete fĂŒr verschiedene Berufsgruppen Anfang Juni.

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Wie die Aufzeichnung funktioniert

Das HerzstĂŒck der neuen Funktion ist OpenAIs „Computer Use"-Technologie. Sie beobachtet und speichert Aktionen des Nutzers in der macOS-Umgebung. Wer eine wiederkehrende Aufgabe automatisieren will, fĂŒhrt sie einmalig aus – Codex erstellt daraus eine „SKILL.md"-Datei. Diese Vorlage lĂ€sst sich einsehen, bearbeiten und beliebig oft abspielen.

Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfĂ€ltig: Spesenabrechnungen, Parkplatzbuchungen oder Server-Checks – alles, was regelmĂ€ĂŸig anfĂ€llt, kann die KI ĂŒbernehmen. Einmal erstellte Skills lassen sich im Team teilen, sodass mehrere Mitarbeiter dieselbe Automatisierung nutzen können.

Die aktuelle Version 26.616 von Codex setzt die Computer-Use-Einrichtung voraus. OpenAI betont: Der Nutzer behĂ€lt jederzeit die Kontrolle ĂŒber Start und Stopp der Aufzeichnung.

Integrationen und erste HĂŒrden

Zum Start arbeitet Record & Replay mit ĂŒber 20 Drittanbieter-Diensten zusammen. Dazu gehören Slack, Gmail, Notion, Salesforce und HubSpot. Die KI kann so Daten aus einer E-Mail direkt in ein CRM-System ĂŒbertragen – ohne manuelles Copy & Paste.

Allerdings gibt es EinschrĂ€nkungen: Das Plugin lĂ€uft ausschließlich unter macOS. Zudem ist es vorerst nicht im EuropĂ€ischen Wirtschaftsraum, in Großbritannien und der Schweiz verfĂŒgbar – obwohl OpenAI dort seit dem 16. Juni allgemeine Codex-Funktionen wie Computer Use und eine Chrome-Erweiterung freigegeben hat.

Erste Nutzer berichten von „Invalid Request"-Fehlern bei neuen Unterhaltungen. Auch Sicherheitstools wie Malwarebytes und Bitdefender schlugen bei den Automatisierungen Alarm. Zudem funktionierten einige Integrationen nach dem Update nur eingeschrĂ€nkt.

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Strategische Neuausrichtung bei OpenAI

Die EinfĂŒhrung von Record & Replay ist Teil eines grĂ¶ĂŸeren Strategiewechsels. OpenAI-PrĂ€sident Greg Brockman bestĂ€tigte, dass das Unternehmen auf proaktivere KI-Assistenten setzt. Ein weiteres Beispiel: Am 17. Juni 2026 startete „ChatGPT Scheduled Tasks" – eine Funktion fĂŒr wiederkehrende Überwachungs- und AusfĂŒhrungsauftrĂ€ge, die das alte „Pulse"-System ablöst.

Parallel dazu bereinigt OpenAI sein Modell-Portfolio. GPT-4.5 wird am 27. Juni 2026 aus der ChatGPT-OberflĂ€che entfernt – nachdem das Modell bereits Mitte 2025 aus der API verschwand. Diese Anpassungen erfolgen vor dem Hintergrund verschĂ€rfter Regulierung: Am 2. August 2026 treten die Durchsetzungsbefugnisse des EU AI Act in Kraft.

de | wissenschaft | 69583261 |