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Operation Dream Job: Lazarus nutzt Windows-LĂŒcke CVE-2026-68820

Veröffentlicht am: 16.08.2026 um 07:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nordkoreanische Hacker attackieren mit gefÀlschten Jobangeboten gezielt Firmen der Luft- und Raumfahrt. Ein Zero-Day-Exploit in Windows erleichtert die Angriffe.
Ein Laptop in einem modernen BĂŒro bei DĂ€mmerung, das auf ein professionelles berufliches Netzwerk-Profil fokussiert ist. Illustration mit AI erstellt.

Sicherheitsexperten von Check Point Research haben eine neue, koordinierte Angriffswelle der nordkoreanischen Lazarus-Gruppe identifiziert. Die unter dem Namen „Operation Dream Job“ bekannte Kampagne zielt primĂ€r auf Unternehmen aus den Sektoren Verteidigung, Luft- und Raumfahrt sowie die zivile Luftfahrt in Europa, Asien und SĂŒdamerika ab. Dabei kombinieren die Akteure klassische Social-Engineering-Taktiken mit der Ausnutzung einer bisher unbekannten SicherheitslĂŒcke in Windows-Betriebssystemen.

Gezielte Spionage ĂŒber gefĂ€lschte Karrierechancen

Den Berichten zufolge nutzen die Angreifer die Plattform LinkedIn, um gezielt Kontakt zu FachkrÀften, insbesondere Verteidigungsingenieuren, aufzunehmen. Dabei geben sich die Akteure als Personalvermittler namhafter Unternehmen wie Lockheed Martin aus. Ziel ist es, die Zielpersonen zur Interaktion mit bösartigen Dateien zu bewegen.

Der Angriffsprozess beginnt hÀufig mit der Zusendung prÀparierter PDF-Dokumente, die vermeintliche Stellenbeschreibungen enthalten. Sobald diese Dateien geöffnet werden, wird eine Infektionskette in Gang gesetzt. Die Infrastruktur der Angreifer umfasst laut den Analysen 17 Server und nutzt unter anderem die sogenannte RelayShell-Webshell, um dauerhaften Zugriff auf die kompromittierten Systeme zu erhalten.

Ausnutzung einer kritischen Windows-Schwachstelle

Eine Besonderheit der aktuellen Kampagne ist der Einsatz eines Windows-Zero-Day-Exploits. Die Schwachstelle mit der Kennung CVE-2026-68820 betrifft den AFD.sys-Treiber und ermöglicht eine unautorisierte Ausweitung von Benutzerrechten (Privilege Escalation).

Die LĂŒcke wurde bereits am 28. Juli 2026 an Microsoft gemeldet. Ein entsprechender Sicherheitspatch wurde im Rahmen des August-Updates veröffentlicht. Die Lazarus-Gruppe nutzte diese Schwachstelle jedoch bereits vor der breiten VerfĂŒgbarkeit des Patches aus, um tief in die IT-Systeme der Zielunternehmen einzudringen.

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Weltweiter Trend zu Rekrutierungsbetrug

Die AktivitĂ€ten der Lazarus-Gruppe sind Teil eines breiteren Trends, bei dem die Suche nach ArbeitsplĂ€tzen fĂŒr kriminelle Zwecke missbraucht wird. In einem anderen Fall verhinderte das philippinische Department of Migrant Workers (DMW) kĂŒrzlich ein illegales Rekrutierungsschema, das rund 1.700 Arbeitsmigranten betraf. In diesem Zusammenhang wurde am 20. Juli 2026 ein VerdĂ€chtiger namens Mazhoor Ubongin Khusin in der Provinz Pampanga festgenommen.

Dem VerdĂ€chtigen, der mit der Firma ALJU International Manpower Services in Verbindung stehen soll, wird vorgeworfen, gefĂ€lschte Stellen in Polen, Litauen und Tschechien versprochen zu haben. Dabei wurden GehĂ€lter von bis zu 90.000 Philippinischen Pesos pro Monat in Aussicht gestellt, wĂ€hrend VermittlungsgebĂŒhren zwischen 80.000 und 130.000 Philippinischen Pesos verlangt wurden. DMW-SekretĂ€r Hans Leo Cacdac kĂŒndigte daraufhin ein verschĂ€rftes Vorgehen gegen illegale Vermittler an.

Auch das Unternehmen Sentraapp warnte aktuell vor Betrugsmaschen, die den Namen der eigenen Marke missbrauchen. Die TÀter verwenden hierbei gefÀlschte Websites, gespoofte E-Mails und unbefugte Chat-Gruppen.

Das Unternehmen stellte klar, dass legitime Kontaktaufnahmen ausschließlich ĂŒber die offizielle LinkedIn-PrĂ€senz oder eine spezifische HR-E-Mail-Adresse erfolgen und niemals sensible Daten oder KĂ€ufe ĂŒber Instant-Messaging-Dienste angefordert werden.

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Empfehlungen zur Absicherung

Sicherheitsexperten raten Unternehmen und FachkrĂ€ften angesichts der professionellen Vorgehensweise der Lazarus-Gruppe zur erhöhten Wachsamkeit. Zu den dringenden Empfehlungen gehören die sofortige Installation verfĂŒgbarer Sicherheitsupdates fĂŒr Windows-Systeme sowie die Implementierung einer Mehrfaktor-Authentifizierung (MFA).

Zudem sollten Organisationen auf Netzwerksegmentierung setzen und Mitarbeiter darin schulen, die IdentitÀt von Personalvermittlern auf Plattformen wie LinkedIn sorgfÀltig zu verifizieren, bevor Dokumente entgegengenommen oder Links geöffnet werden.

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