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Optimizely Virtual Teammates: Fünf KI-Agenten gegen Tool-Chaos

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 20:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Optimizely integriert fünf spezialisierte KI-Agenten in seine DXP und meldet im Mark-Bench 67 Prozent Erfolgsquote bei halben Kosten.

Optimizely stellt fünf KI-Agenten für Marketingteams vor
Ein modernes, aufgeräumtes Großraumbüro in der Morgendämmerung mit leeren Arbeitsplätzen und natürlichem Lichteinfall. Illustration mit AI erstellt.

Der Softwarehersteller Optimizely hat auf der Fachkonferenz Opticon in New York die Einführung von „Virtual Teammates“ bekannt gegeben. Mit diesen fünf spezialisierten KI-Agenten zielt das Unternehmen auf eine tiefe Integration in die bestehende Digital Experience Platform (DXP) ab. Die Neuerung soll die Effizienz in Marketingteams steigern und die wachsende Fragmentierung durch eine Vielzahl isolierter KI-Werkzeuge in Unternehmen eindämmen.

Proaktive Arbeitsweise statt reinem Prompt-Management

Die neuen digitalen Teammitglieder decken spezifische Funktionen ab, darunter die Rollen eines Chief of Staff, eines SEO-Analysten, eines Marketing-Analysten sowie eines Personalisierungs-Strategen und eines CRO-Managers.

Technisch sind diese Agenten als eigenständige Entitäten konzipiert, die über ein eigenes Login, spezifische Berechtigungen und eine Identität innerhalb des Identitätsmanagements OptiID verfügen. Die Steuerung erfolgt über eine rollenbasierte Zugriffskontrolle (RBAC).

Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal zu herkömmlichen KI-Systemen ist die proaktive Arbeitsweise der Agenten. Statt lediglich auf Eingabeaufforderungen (Prompts) zu reagieren, können die „Virtual Teammates“ nach festen Zeitplänen agieren. Kevin Li, Senior Vice President bei Optimizely, erläuterte dazu, dass ein Agent beispielsweise darauf programmiert werden könne, täglich bereits um 5 Uhr morgens E-Mails zu prüfen und vorzubereiten.

Studie belegt hohe Belastung durch Tool-Fragmentierung

Die Markteinführung erfolgt vor dem Hintergrund einer zunehmenden Überlastung der Marketing-Abteilungen durch unkoordinierte Software-Lösungen. Eine Studie unter mehr als 2.000 B2B-Marketing-Leitern verdeutlicht das Ausmaß: 81 Prozent der Befragten müssen wöchentlich zwischen zwei oder mehr getrennten KI-Werkzeugen wechseln. Bei 19 Prozent kommen sogar vier oder mehr unterschiedliche Tools zum Einsatz.

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Dieser fragmentierte Ansatz führt zu einem erheblichen manuellen Aufwand. Laut der Erhebung verbringen 76 Prozent der B2B-Marketing-Leiter wöchentlich drei oder mehr Stunden damit, die von verschiedenen KI-Systemen erzeugten Ausgaben manuell zu bereinigen.

Zudem gaben 53 Prozent der befragten Marketer an, eine emotionale Lücke bei den derzeit genutzten KI-Tools wahrzunehmen. Die Integration der Agenten direkt in die zentrale Arbeitsplattform soll diese Reibungsverluste minimieren.

Neue Benchmarks und Kosteneffizienz

Zusätzlich zur Produktvorstellung kündigte Optimizely zweckgebundene KI-Modelle an, die speziell für Marketingaufgaben optimiert wurden. Diese sollen eine zehnfache Kosteneffizienz im Vergleich zu aktuellen State-of-the-Art-Sprachmodellen (LLMs) erreichen.

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Um die Leistungsfähigkeit dieser spezialisierten Systeme zu belegen, veröffentlichte das Unternehmen mit „Mark-Bench“ einen Open-Source-Benchmark für Marketing-KI. Dieser umfasst 285 Aufgaben und 15 Funktionen, die anhand von 6.000 Kriterien bewertet werden.

In ersten Vergleichen erreichte die Agent-Plattform von Optimizely in diesem Benchmark eine Erfolgsquote (All-Pass-Rate) von 67 Prozent. Zum Vergleich erzielte Claude Code eine Quote von 60 Prozent, wobei die Kosten für die Optimizely-Lösung laut Unternehmensangaben nur halb so hoch ausfielen. Angaben zur konkreten Preisgestaltung der neuen Virtual Teammates wurden im Rahmen der Vorstellung bisher nicht veröffentlicht.

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