Organfett, Gehirn

Organfett schÀdigt das Gehirn: Graue Substanz schrumpft um 3,4%

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 01:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Studien belegen: Viszerales Fett erhöht Risiko fĂŒr Parkinson und Schlaganfall. ErnĂ€hrung und Bewegung können gegensteuern.

Organfett schrumpft Gehirn: Neue Studien zu Gesundheitsrisiken
Ein stilisiertes menschliches Gehirn mit leuchtenden neuronalen Pfaden und einer abstrakten Darstellung von Fettzellen, die die Verbindung zwischen ErnĂ€hrung und Gehirn verdeutlicht. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Es schrumpft das Gehirn und erhöht das Risiko fĂŒr Parkinson und SchlaganfĂ€lle. Doch die richtige ErnĂ€hrung kann gegensteuern.

So stark schÀdigt Organfett das Gehirn

Eine Auswertung der UK Biobank mit rund 26.000 Teilnehmern liefert alarmierende Zahlen. Bei Menschen mit verfetteter BauchspeicheldrĂŒse schrumpft die graue Substanz im Gehirn – bei MĂ€nnern um 3,4 Prozent, bei Frauen um 3,2 Prozent. Die HyperintensitĂ€ten in der weißen Substanz nehmen sogar um 75 Prozent zu.

Die Folgen sind geschlechtsspezifisch. MĂ€nner mit verfetteter BauchspeicheldrĂŒse haben ein dreifach erhöhtes Parkinson-Risiko. Bei Frauen steigt die Schlaganfall-Wahrscheinlichkeit von 1,1 auf 3,35 Prozent. Besonders tĂŒckisch: Auch Normalgewichtige können betroffen sein, wenn sie viel inneres Fett haben.

Rauchen verstĂ€rkt das Problem zusĂ€tzlich. Eine Studie der UniversitĂ€t Kopenhagen vom MĂ€rz 2024 belegt: Nikotin fördert viszerales Bauchfett – unabhĂ€ngig vom sozioökonomischen Status. Das treibt wiederum das Risiko fĂŒr Diabetes und Demenz in die Höhe.

Was die WHO zur Demenz-PrÀvention empfiehlt

Die Weltgesundheitsorganisation hat ihre Leitlinien zur Demenz-PrĂ€vention fĂŒr 2026 aktualisiert. Die Botschaft: Bis zu 45 Prozent der DemenzfĂ€lle weltweit wĂ€ren vermeidbar. Bewegung, Verzicht auf Nikotin und Alkohol sowie gesunde ErnĂ€hrung stehen ganz oben auf der Liste.

Die WHO empfiehlt die Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes. Von NahrungsergĂ€nzungsmitteln wie Vitamin B, Vitamin E oder Omega-3 rĂ€t sie dagegen ab – es sei denn, ein klinisch nachgewiesener Mangel liegt vor.

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Die richtige Reihenfolge beim Essen

Ein neuer Ansatz beschĂ€ftigt die ErnĂ€hrungsforschung: die Reihenfolge der Nahrungsaufnahme. Die Biochemikerin Jessie InchauspĂ© schlĂ€gt vor, mit Ballaststoffen zu beginnen, dann Fette und Proteine zu essen – und Kohlenhydrate sowie Zucker erst zum Schluss. Das soll Blutzuckerspitzen senken.

Der ErnĂ€hrungswissenschaftler Uwe Knop bremst die Euphorie: FĂŒr diesen Ansatz fehlen noch umfassende wissenschaftliche Nachweise. Zudem könne das permanente Blutzucker-Tracking psychischen Druck erzeugen.

FĂŒrs Abendessen empfehlen Experten wie Carolin Kotke: zwei bis drei Stunden vor dem Schlafengehen essen. Komplexe Kohlenhydrate aus Vollkorn oder HĂŒlsenfrĂŒchten sowie magnesium- und tryptophanreiche Lebensmittel wie NĂŒsse fördern den Schlaf. Schwere, fettreiche Speisen, Zucker und Koffein sind tabu.

Vitamin-E-Metaboliten mit doppelter Wirkung

Forscher der UniversitĂ€t Graz haben langkettige Vitamin-E-Metaboliten (LCM) identifiziert. Diese Stoffwechselprodukte zeigten im Mausmodell eine doppelte Wirkung: Sie reduzierten entzĂŒndliche Immunzellen und regten gleichzeitig heilungsförnde Prozesse an. Die Struktur Ă€hnelt Inhaltsstoffen der Bitterkola-Pflanze.

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Parallel arbeiten Wissenschaftler der UniversitĂ€ten ZĂŒrich und Pisa an epigenetischen Medikamenten. Diese sollen das Fettgewebe um BlutgefĂ€ĂŸe umprogrammieren und so Herzinfarkte und SchlaganfĂ€lle bei Patienten mit Adipositas oder Typ-2-Diabetes verhindern. Ein zentraler Angriffspunkt: das Enzym Hexokinase 2.

Protein-Boom und Joghurt als Schutzfaktor

Der Trend zu proteinreicher ErnĂ€hrung zeigt sich in den Marktzahlen: In Österreich stiegen die UmsĂ€tze mit Proteindrinks im vergangenen Jahr um 36 Prozent. Die hohe Nachfrage fĂŒhrt zu Rohstoffknappheit und steigenden Preisen.

Gleichzeitig belegen Studien aus dem FrĂŒhjahr 2026: Joghurt, Probiotika und PrĂ€biotika senken das Darmkrebsrisiko signifikant. Eine Analyse von ĂŒber 9.000 US-Amerikanern (NHANES-Studie, 2001–2020) ergab eine Reduktion der Erkrankungsrate um etwa 50 Prozent. Besonders wirksam war der Konsum bei Tumoren im oberen Dickdarm.

Seit Juli 2026 ist in Deutschland zudem ein neues kontinuierliches Glukosemesssystem fĂŒr Diabetiker erhĂ€ltlich. Das Dexcom Flex ermöglicht eine Tragedauer von 15 Tagen. Es senkt den HbA1c-Wert um bis zu 0,7 Prozentpunkte und verlĂ€ngert die Zeit im metabolischen Zielbereich.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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