Osteoporose, Burgenland

Osteoporose im Burgenland: Klinik Güssing eröffnet erste Spezialambulanz

Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 16:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die neue Anlaufstelle bündelt Früherkennung, Risikobewertung und individuelle Behandlung; die LKK erstattet mindestens 80 Prozent bestimmter Präventionskurse.

Klinik Güssing eröffnet erste Osteoporose-Ambulanz im Burgenland
Ein heller, moderner Krankenhausflur mit neutralen Wänden und Tageslichteinfall. Illustration mit AI erstellt.

Die medizinische Betreuung von Knochenerkrankungen erfährt im Burgenland einen strukturellen Ausbau. Anfang Oktober 2026 eröffnete die Klinik Güssing die erste spezialisierte Osteoporose-Ambulanz des Bundeslandes, wie burgenland.at in einem Bericht vom 12. Oktober 2026 mitteilte.

Mit dem neuen Angebot soll die Diagnostik und Therapie chronischer Knochenschwund-Erkrankungen direkt in der Region verankert werden. Landeshauptmann Doskozil erklärte dazu, dass die gesundheitliche Versorgung für die Bevölkerung wohnortnah gestaltet sein solle.

Versorgungsangebot und Organisation in Güssing

Die neue Einrichtung ist an der Abteilung für Innere Medizin angesiedelt, die von Primaria Mimoza Shema-Kastrati geleitet wird. Das medizinische Leistungsspektrum der Ambulanz umfasst Erstvorstellungen, regelmäßige Verlaufskontrollen sowie individuell angepasste Behandlungspläne. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Früherkennung und der systematischen Einschätzung des individuellen Knochenbruchrisikos.

Für den Besuch der Ambulanz ist eine vorherige Terminvereinbarung notwendig. Diese kann telefonisch unter 05 7979 31731, online oder direkt über zuweisende Ärztinnen und Ärzte erfolgen. Für die Erstvorstellung müssen Patientinnen und Patienten eine Knochendichtemessung sowie aktuelle Laborbefunde mitbringen, um eine gezielte Befundung zu ermöglichen.

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Internationale Initiativen und Informationsangebote

Die Initiativen in Güssing reihen sich in breitere europäische Bestrebungen ein, Informations- und Versorgungsangebote rund um das Thema Knochengesundheit zu erweitern. Anlässlich des weltweiten Aktionstages am 20. Oktober 2026 finden in verschiedenen Ländern spezialisierte Informationsformate statt:

  • In Italien veranstaltet die Azienda Ospedaliera Regionale 'San Carlo' in Potenza am 20. Oktober 2026 von 12:00 bis 14:30 Uhr einen Aktionstag zur Prävention in der rheumatologischen Ambulanz im Erdgeschoss von Pavillon B. Unter der Leitung von Prof. Salvatore D'Angelo von SIOMMMS Basilicata/Kalabrien und mit Unterstützung von Cittadinanzattiva werden kostenlose Beratungsgespräche zur Bewertung des Frakturrisikos bei postmenopausalen Frauen angeboten. Die Online-Registrierung war für den 14. Oktober 2026 zwischen 7:00 und 18:00 Uhr angesetzt. Dr. Angela Padula, Direktorin der Rheumatologie am San Carlo, verwies darauf, dass weltweit über 200 Millionen Menschen und in Italien rund 5 Millionen Personen betroffen sind, überwiegend postmenopausalen Frauen.

  • In Norwegen bietet das Diakonhjemmet Sykehus am 20. Oktober 2026 zwischen 09:00 und 15:00 Uhr einen digitalen Osteoporose-Kurs an, ergänzt durch einen zweitägigen Präsenzkurs am 23. und 26. Oktober 2026. Das interdisziplinäre Programm umfasst Beiträge zum Leben mit der Erkrankung von Kristin I. K. Espe, zum Krankheitsbild und zur Behandlung von Rheumatologin Birgitte Nellemann, zu Trainingsansätzen von Physiotherapeutin Heidi Marie Veeser Gallet, zur Ernährung von Ernährungsphysiologin Sissel Urke Olsen sowie zu Arzneimitteln von Pharmazeutin Eva Borka. Das Krankenhaus betonte, dass Norwegen bei knochenbruchbedingten Folgen international führend sei und die Erkrankung weiterhin als unterdiagnostiziert und unterbehandelt gelte.

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Prävention und Kostenerstattung

Auch die gesetzliche Vorsorge rückt verstärkt in den Mittelpunkt. In Deutschland weist die Landwirtschaftliche Krankenkasse (LKK) anlässlich des Datums am 20. Oktober darauf hin, dass rund 6 Millionen Menschen über 50 Jahre von Osteoporose betroffen sind, wobei Frauen häufiger erkranken als Männer.

Knochenstrukturen lassen sich durch Bewegung, gezielte Kräftigungsübungen sowie eine ausreichende Zufuhr von Kalzium und Vitamin D stärken. Zur Unterstützung erstattet die LKK ihren Versicherten jährlich für bis zu zwei zertifizierte Präventionskurse mindestens 80 Prozent der Kosten in den Bereichen Bewegung, Ernährung, Stressreduktion und Suchtprävention.

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