Oura Ring: Automatische VO?-Max-SchĂ€tzung nach fĂŒnf Outdoor-Einheiten
Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 20:24 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer finnische Wearable-Hersteller Oura hat neue Fitness- und Gesundheitsfunktionen fĂŒr seine Smart Rings angekĂŒndigt. Mit der EinfĂŒhrung von Cardio Effort und einer automatisierten Messung der maximalen Sauerstoffaufnahme (VO? Max) soll die Erfassung körperlicher Anstrengung und Ausdauerleistung prĂ€ziser werden, wie Branchenberichte zeigen. Die Neuerungen erweitern das Profil der Ringe ĂŒber die reine Schlafanalyse hinaus deutlich in den Bereich des Fitnesstrackings.
Herz-Kreislauf-Belastung im rollierenden Vergleich
Die Funktion Cardio Effort dient als physiologische Belastungsmetrik, die den Herz-Kreislauf-Stress anhand von IntensitĂ€t und Dauer absolvierter Trainingseinheiten ermittelt. Die Berechnung basiert auf dem Trainingsimpuls-Modell (TRIMP) und berĂŒcksichtigt neben der BelastungslĂ€nge auch den individuellen Ruhepuls. Die ermittelte Belastung wird wöchentlich, beginnend bei Null, aufsummiert.
FĂŒr verlĂ€ssliche Ergebnisse ist eine Tragezeit von bis zu zwei Wochen erforderlich, um eine persönliche Baseline zu erstellen. Nach dieser Anlaufphase erfolgt die Einordnung ĂŒber eine rollierende Sechs-Wochen-Historie.
Oura verzichtet dabei auf einen Maximalwert von 100 oder starre Vorgaben. Stattdessen wird die Belastung in fĂŒnf Stufen unterteilt: Light, Fair, Maintaining, Building und Reaching. Ein wiederholtes Erreichen der höchsten Stufe signalisiert den Nutzern laut dem Hersteller, dass eine Erholungsphase folgen sollte.
WĂ€hrend Cardio Effort direkt als regulĂ€re Funktion integriert wird, bleibt die Erfassung bei bestimmten Sportarten fehleranfĂ€llig: Bei schweren KraftĂŒbungen wie Kreuzheben, KlimmzĂŒgen oder BankdrĂŒcken kann der optische PPG-Sensor durch den Griffdruck das Herzsignal verlieren, wodurch das System die Trainingsbelastung tendenziell unterschĂ€tzt.
Automatische VO?-Max-Erfassung ersetzt Gehtest
Die zweite Neuerung betrifft die Bestimmung der kardiorespiratorischen Fitness. Ein automatisiertes Verfahren zur SchĂ€tzung des VO?-Max-Werts ersetzt den bisher erforderlichen sechsminĂŒtigen Gehtest. Auch die frĂŒhere Bezeichnung Cardio Capacity entfĂ€llt zugunsten des etablierten Begriffs VO? Max.
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Die Messung erfolgt passiv, sobald fĂŒnf qualifizierende, per GPS erfasste Trainingseinheiten im Freien â namentlich Laufen, Gehen oder Wandern â absolviert wurden. Einheiten auf dem Laufband oder an anderen Indoor-GerĂ€ten werden fĂŒr die Berechnung nicht herangezogen.
Der ermittelte Wert wird im herstellereigenen My Health Heart Hub in der Einheit Milliliter pro Kilogramm pro Minute (ml/kg/min) dargestellt und in die Kategorien Low, Fair, High und Peak eingeteilt.
Externe Messungen können die internen SchĂ€tzungen des Systems dabei nicht ĂŒberschreiben. Das Feature startet vorerst als Testversion innerhalb der Oura Labs; einen Termin fĂŒr die finale Serienreife sowie konkrete PrĂ€zisionsdaten nannte das Unternehmen bislang nicht.
KompatibilitÀt und Abonnementmodell
Die beiden neuen Werkzeuge stehen fĂŒr den Oura Ring ab der dritten Generation zur VerfĂŒgung, einschlieĂlich des Oura Ring Gen3 sowie der Modelle Ring 4 und Ring 5. Die Ă€ltere Generation Gen2 wird nicht mehr unterstĂŒtzt. FĂŒr die vollumfĂ€ngliche Nutzung bleibt das Abonnementmodell des Anbieters bestehen.
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In der EuropĂ€ischen Union belaufen sich die Kosten fĂŒr die Mitgliedschaft auf 5,99 Euro pro Monat oder 69,99 Euro pro Jahr inklusive Steuern, wĂ€hrend in den USA 5,99 US-Dollar monatlich beziehungsweise 69,99 US-Dollar jĂ€hrlich fĂ€llig werden. Damit verfolgt Oura weiterhin eine andere Strategie als Wettbewerber wie RingConn und Ultrahuman, die ihre Kernfunktionen ohne laufende AbogebĂŒhren bereitstellen.
