OUSD-Stablecoin, Visa

OUSD-Stablecoin: Visa, Mastercard und Stripe fordern Circle heraus

Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 00:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein Konsortium um Visa und Mastercard kündigt den Stablecoin OUSD an. Die Circle-Aktie fällt daraufhin deutlich, während CEO Allaire die Marktposition von USDC verteidigt.

OUSD Stablecoin: Großallianz fordert Circle mit neuem Modell heraus
Abstrakte digitale Finanznetzwerke und leuchtende Knotenpunkte als Symbol für eine globale Stablecoin-Infrastruktur. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Organisation Open Standard hat am 30. Juni 2026 die Einführung eines neuen Stablecoins namens OUSD bekannt gegeben. Das Projekt wird von einer umfangreichen Allianz aus der Finanz- und Technologiebranche getragen. Zu den Unterstützern gehören namhafte Zahlungsdienstleister wie Visa, Mastercard und Stripe sowie über 140 weitere Partner, darunter BlackRock, BNY, Coinbase, Google, IBM und Ripple. Auch internationale Institute wie Standard Chartered, Samsung, OKX, Dunamu und Shinhan sind Teil des Konsortiums.

Konsortiale Struktur und gebührenfreies Modell

Der geplante Stablecoin OUSD soll sich durch eine spezifische Gebühren- und Ertragsstruktur von bestehenden Angeboten abheben. Das Modell sieht ein gebührenfreies Minting sowie eine kostenlose Einlösung (Redemption) vor. Ein zentrales Merkmal der neuen Kryptowährung ist die geplante Verteilung der Reserveerträge unter den Teilnehmern sowie eine konsortiale Governance-Struktur.

Technisch und konzeptionell orientiert sich OUSD laut Angaben von Open Standard am USDH-Modell von Hyperliquid. Das offizielle Debüt des Stablecoins ist für das Ende des Jahres 2026 vorgesehen. Die breite Unterstützung durch etablierte Akteure aus dem traditionellen Finanzwesen und dem Technologiesektor signalisiert eine strategische Neuausrichtung im Markt der digitalen Dollar-Äquivalente.

Anzeige

Der Markteintritt von OUSD zeigt eindrucksvoll, wie rasant Fintech-Innovationen die traditionelle Finanzwelt unter Druck setzen. Welche Chancen Kryptowährungen und digitale Banken für Ihr Depot bieten, erfahren Sie in diesem kostenlosen Experten-Report. Größte Chancen im digitalen Finanzmarkt jetzt entdecken

Kursverluste bei Circle und Reaktion der Marktführung

Die Ankündigung löste umgehend Bewegungen am Kapitalmarkt aus, insbesondere bei etablierten Wettbewerbern. Am 1. Juli 2026 verzeichnete die Aktie des Stablecoin-Emittenten Circle (Ticker: CRCL) einen deutlichen Rückgang. Das Wertpapier fiel um 17 Prozent auf einen Kurs von 62,63 US-Dollar. Durch diesen Kurssturz sank die Marktkapitalisierung des Unternehmens um rund 3,3 Milliarden US-Dollar. Andere Marktbeobachtungen bezifferten den Rückgang auf über 16 Prozent bei einem Kurs von 63,63 US-Dollar. Zum 26. Juli 2026 notierte die Aktie schlussendlich bei 62,63 US-Dollar.

Jeremy Allaire, CEO von Circle, reagierte auf die Entwicklungen und versuchte, die aufkommende Unruhe im Markt zu dämpfen. Er argumentierte, dass ein neuer Herausforderer wie OUSD erst die tief verwurzelten Netzwerkeffekte von USDC durchbrechen müsse, um eine ernsthafte Bedrohung darzustellen. Allaire betonte zudem, dass die strategische Partnerschaft zwischen Circle und der Kryptobörse Coinbase weiterhin stark bleibe.

Anzeige

Während etablierte Player wie Circle um ihre Vormachtstellung kämpfen, formiert sich eine völlig neue Infrastruktur aus Krypto und Mobile Payment. Dieser Gratis-Report deckt auf, wie die Finanzwelt sich wirklich verändert und was Anleger jetzt wissen müssen. Kostenlosen Fintech-Report als Sofort-Download sichern

Dominanz von USDC im aktuellen Marktumfeld

Trotz des Markteintritts des neuen Konsortiums verwies die Führung von Circle auf die bisherige Performance von USDC. Im ersten Quartal 2026 verzeichnete USDC laut Daten von Artemis ein On-Chain-Volumen von fast 30 Billionen US-Dollar. Damit hielt der Stablecoin einen Anteil von 80 Prozent an allen Transaktionen mit Dollar-basierten Stablecoins.

Die kommenden Monate bis zum geplanten Launch von OUSD Ende 2026 werden zeigen, inwieweit das neue Konsortium aus Zahlungsdienstleistern und Technologiekonzernen in der Lage ist, Marktanteile in diesem hochkonzentrierten Sektor zu gewinnen. Analysten beobachten nun genau, ob die Kombination aus gebührenfreier Nutzung und der massiven Unterstützung durch etablierte Infrastrukturanbieter wie Visa und Mastercard ausreicht, um die bestehende Vormachtstellung von Circle nachhaltig herauszufordern.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69881537 |