Outlook, Microsoft

Outlook ab September: Microsoft sperrt E-Mails bis DLP-Check abgeschlossen

Veröffentlicht am: 27.08.2026 um 00:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft führt DLP-Pflichtprüfung vor dem E-Mail-Versand in Outlook für iOS und Android ein. Zudem stehen Regel-Verwaltung und EWS-Ablösung an.

Microsoft erweitert mobile Datensicherheit: DLP-Wait-on-Send für Outlook
Ein modernes Büro-Arbeitsumfeld mit einem Smartphone auf einem Schreibtisch, das die digitale E-Mail-Verwaltung symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Im Rahmen seiner kontinuierlichen Erweiterung von Sicherheits- und Compliance-Funktionen hat Microsoft neue Funktionen für die mobile Datensicherheit angekündigt. Ab September 2026 soll der Microsoft Purview Data Loss Prevention (DLP) Wait-on-Send-Support für Outlook unter iOS und Android allgemein verfügbar sein. Diese Neuerung ermöglicht es Organisationen, eine DLP-Überprüfung zwingend vor dem Absenden einer E-Mail einzufordern.

Erweiterte Compliance-Kontrollen für mobile Endgeräte

Die unter der Roadmap-ID 569718 geführte Funktion erlaubt es IT-Administratoren, spezifische Wartezeiten für die DLP-Prüfung zu konfigurieren. Damit wird sichergestellt, dass sensible Informationen nicht unbeabsichtigt über mobile Endgeräte das Unternehmen verlassen.

Sobald die Funktion aktiv ist, wird der Versandprozess kurzzeitig unterbrochen, bis die automatisierte Prüfung abgeschlossen ist. Dieses Update wird laut Microsoft für Kunden in den Umgebungen Worldwide (Standard Multi-Tenant), GCC, GCC High und DoD bereitgestellt.

Parallel zu den Sicherheitsaktualisierungen plant der Softwarekonzern Verbesserungen für die Verwaltung von Posteingangsregeln. Ab November 2026 soll es im neuen Outlook für Windows möglich sein, mehrere Regeln gleichzeitig zu bearbeiten. Nutzer können dann mehrere Anweisungen in einem Schritt löschen, aktivieren oder deaktivieren, was die Handhabung komplexer Filterstrukturen vereinfachen soll.

Umstellung der Infrastruktur und EWS-Abschaltung

Für Administratoren bedeutet das Jahr 2026 zudem eine signifikante Umstellung in der Exchange-Infrastruktur. Microsoft treibt die Ablösung der Exchange Web Services (EWS) voran. Die Deprecation-Phase beginnt am 1. Oktober 2026, während die vollständige Abschaltung für April 2027 terminiert ist.

Dienste wie Cross-Tenant-Verfügbarkeitsabfragen, MailTips und die Kalenderfreigabe werden im Zuge dessen auf die neue Cross-Tenant Access Policy umgestellt. Der Rollout dieser Richtlinienänderungen soll in den weltweiten Standard-Umgebungen bis Mitte September 2026 abgeschlossen sein, während die DoD-Umgebungen bis Ende Oktober 2026 folgen. Für betroffene Organisationen ist eine Migration der bestehenden Zugriffskonfigurationen erforderlich.

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Effizienzsteigerung durch Automatisierung und neue Funktionen

Neben den administrativen Neuerungen stehen Funktionen zur individuellen Produktivitätssteigerung im Fokus. In Outlook für iOS können Nutzer bereits auf Werkzeuge wie „Schedule Send“ für das zeitversetzte Versenden von Nachrichten und „Snooze“ für das spätere Wiedervorlegen von eingehenden E-Mails zugreifen. Ergänzend dazu lassen sich Swipe-Aktionen anpassen, um den Workflow zu beschleunigen.

Experten raten zur Implementierung automatischer Regeln, um die Informationsflut zu bewältigen. Dazu gehören:
* Die Trennung von Newslettern durch Filterung nach Begriffen wie „Abmelden“ oder „Verkauf“.
* Die automatische Kategorisierung interner E-Mails basierend auf der Firmendomain.
* Die Hervorhebung von VIP-Kontakten und E-Mails mit hoher Priorität.
* Das Verschieben von CC-Nachrichten in separate Ordner zur späteren Durchsicht.

Praxisbeispiele für das E-Mail-Management

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