OverlayPhantom, Banking-Trojaner

OverlayPhantom: Banking-Trojaner attackiert 180 Apps weltweit

01.06.2026 - 16:22:38 | boerse-global.de

Cyberangriffe auf Android-Smartphones nehmen drastisch zu. Google und Samsung reagieren mit Sicherheitsupdates und neuen Schutzfunktionen.

OverlayPhantom: Banking-Trojaner attackiert 180 Apps weltweit - Bild: über boerse-global.de
OverlayPhantom: Banking-Trojaner attackiert 180 Apps weltweit - Bild: über boerse-global.de

Sicherheitsforscher melden eine massive Zunahme von Cyber-Angriffen – insbesondere über die NFC-Schnittstelle und neue Banking-Trojaner. Hersteller reagieren mit Updates und neuen Schutzfunktionen.

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NFC-Angriffe: Schäden in zehn Minuten

Kaspersky-Daten zeigen einen alarmierenden Trend: In den ersten vier Monaten 2026 stiegen Attacken über die NFC-Schnittstelle auf Android um 188 Prozent. Ende Mai traf es Kunden deutscher Großbanken in Hamm – Schaden: über 10.000 Euro.

Parallel dazu entdeckten Cyble-Experten den Trojaner OverlayPhantom. Er bedroht mehr als 180 Finanz- und Krypto-Apps in zehn Ländern, darunter Deutschland. Die Masche: Die Schadsoftware tarnt sich als Google Play Services, erzeugt gefälschte Login-Oberflächen und streamt den Bildschirm in Echtzeit.

Auch WhatsApp wird zur Gefahr. Betrugsopfer in Deutschland verlieren hier durchschnittlich 1.180 Euro – fast doppelt so viel wie weltweit. 74 Prozent der Betroffenen vermuten KI-Einsatz bei den Angreifern.

Google schützt Cookies – Samsung liefert Android 16

Google startete Ende Mai den Rollout der Device Bound Session Credentials (DBSC) für Chrome. Die Technologie bindet Sitzungscookies per TPM kryptografisch ans Gerät. Gestohlene Cookies sind damit auf fremder Hardware wertlos. In 60 Tagen soll die Funktion für alle Nutzer verfügbar sein.

Samsung bringt derweil One UI 8.5 auf Basis von Android 16 für Mittelklasse-Modelle wie das Galaxy M55 und die A-Serie. Überraschung: Auf Update-Servern tauchte eine Testversion für die Galaxy S22-Reihe auf – obwohl dort keine großen Sprünge mehr erwartet wurden. Xiaomi meldet unterdessen: HyperOS 3.1 läuft bereits auf 85 Prozent der kompatiblen Geräte.

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Fünf neue WhatsApp-Werkzeuge gegen Betrug

WhatsApp packt das Problem an der Wurzel. Fünf neue Sicherheitsfunktionen sollen Nutzer schützen:

  • Automatisches Stummschalten von Anrufen unbekannter Nummern
  • Warnhinweise bei Bildschirmfreigabe
  • Benachrichtigungen bei Verknüpfung neuer Geräte
  • Kontextkarten mit Infos zu unbekannten Kontakten

Für Unternehmen bringt KnowBe4 ein Tool zur Absicherung von Microsoft Teams. Es überwacht externe Nachrichten auf Phishing und gleicht sie mit globalen Blockierlisten ab.

Speicherfresser WhatsApp: So räumen Sie auf

WhatsApp kann schnell Gigabytes fressen. Die Lösung: Integrierte Speicherverwaltung unter den Einstellungen nutzen, automatisches Medien-Download deaktivieren. Profi-Tipp: Den Thumbnail-Ordner per Dateimanager manuell leeren.

Für die physische Sicherheit bringt UGREEN die FineTrack-Serie – Bluetooth-Tracker für Apples „Wo ist?“-Netzwerk und teilweise kompatibel mit Google Find Hub.

2G-Abschaltung: Bis 2028 ist Schluss

Die Mobilfunker O2 Telefónica, Vodafone und Telekom schalten 2G bis zur zweiten Jahreshälfte 2028 ab. Die freiwerdenden Frequenzen gehen an modernere Technologien.

Ein Bitkom-Hinweis zum Schluss: Kinder in Deutschland bekommen ihr erstes Smartphone im Schnitt mit neun Jahren. Experten raten zu konsequenten Bildschirmzeitbegrenzungen und Inhaltsfiltern.

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