Padel-Tennis: 200 Courts bis 2027, Dominic Thiem investiert
29.05.2026 - 19:39:58 | boerse-global.dePremium-Studios, Padel-Tennis und öffentliche Bewegungsparks – der Markt für Fitness und Sport in Österreich wächst rasant. Private Investoren und Vereine setzen auf großflächige Projekte mit modernster Technik und Wellness-Komfort.
Luxussegment expandiert nach Salzburg
Ein Vorzeigeprojekt ist der neue Standort von John Harris Fitness im Salzburger Medicent. Rund 10 Millionen Euro fließen in den Umbau. Nach der Fertigstellung im Juli 2026 bietet der Club auf über 4.200 Quadratmetern mehr als 130 Kraft- und Cardio-Geräte. Dazu kommen spezialisierte Bereiche für Hyrox- und Boxtraining.
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Eigentümer Ernst Minar baut damit sein Portfolio auf zwölf Standorte aus. Das Konzept kombiniert klassisches Fitnesstraining mit einem großzügigen Wellnessbereich. Ein 20-Meter-Pool, mehrere Saunen, ein Soledampfbad und eine Gartenanlage runden das Angebot ab. Die Zielgruppe ist klar: das gehobene Segment im urbanen Raum.
Prominente Investoren forcieren Padel-Trend
Parallel dazu gewinnt der Trendsport Padel an Fahrt. In Bruck an der Leitha eröffnete der Club „smash“ – mit prominenten Investoren: Tennisprofi Dominic Thiem und Unternehmer Leo Hillinger sind an Bord. Die Anlage setzt auf Panorama-Courts und eine KI-gestützte Spielanalyse, die Highlights und Taktiken automatisch aufzeichnet.
Die Pläne sind ambitioniert. Bis Ende 2027 sollen über 200 Courts entstehen. Weitere Standorte in Niederösterreich, dem Burgenland und Kärnten sind bereits in Planung. Padel-Tennis scheint sich als fester Bestandteil der österreichischen Sportlandschaft zu etablieren.
Wachstum bei Supplement-Anbietern
Der Boom erfasst auch die Zulieferer. GymBeam meldete für 2025 einen Umsatz von 269 Millionen Euro inklusive Mehrwertsteuer. Das EBITDA stieg um 35 Prozent auf 18,7 Millionen Euro. Mit frischem Eigenkapital von 30 Millionen Euro – unter anderem von der EBWE – plant das Unternehmen für 2026 den Ausbau der Produktion in Deutschland. Neue Produkte wie Resveratrol sollen den Longevity-Trend bedienen.
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Auch die öffentliche Hand investiert. In St. Stefan im Rosental entsteht ein 500 Quadratmeter großer Bewegungspark. Eröffnung ist am 19. Juni 2026. Finanziert wird das Projekt durch eine private Spende von 132.000 Euro und 100.000 Euro aus Gemeindemitteln. Ninja-Module und Calisthenics-Elemente sind geplant.
In Neuwied erfolgte Ende Mai 2026 der Spatenstich für einen Mehrgenerationensportpark auf bis zu 7.000 Quadratmetern. Die Kosten: rund 2,3 Millionen Euro, großteils aus Fördermitteln von Bund und Ländern.
Professionalisierung im Profisport
Selbst im Spitzenfußball zeigt der Trend Wirkung. Der SK Sturm Graz feierte im Mai 2026 die Gleichenfeier für sein neues Trainingszentrum in Graz-Puntigam. Das Projekt umfasst 32.000 Quadratmeter mit drei Plätzen und einer Indoor-Halle. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 18 Millionen Euro – 10 Millionen davon trägt der Verein selbst. Die Eröffnung ist für Herbst 2026 geplant.
International vernetzen sich Fitness-Konzepte zunehmend. Die World Gym Corporation ist eine dreijährige Partnerschaft mit HYROX eingegangen. Zunächst an 140 Standorten in Taiwan, ab 2026 auch in Thailand. Standardisierte Trainingsformate erobern damit globale Märkte.
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