Pakistan und Ukraine: Neue Cybertipps schĂŒtzen PrivatsphĂ€re in sozialen Netzwerken
Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 21:52 Uhr | Redaktion boerse-global.deBehörden in Pakistan und der Ukraine haben neue LeitfÀden und Handlungsempfehlungen zum Schutz der PrivatsphÀre in sozialen Netzwerken sowie zur digitalen Hygiene veröffentlicht. Wie aus Berichten vom 15. Oktober 2026 hervorgeht, reagieren Institutionen beider LÀnder damit auf wachsende Sicherheitsrisiken im Internet. Die RatschlÀge richten sich sowohl an Privatpersonen als auch an BeschÀftigte im öffentlichen Dienst und in Unternehmen.
In Pakistan wiesen das National CERT (NCERT) und die National Telecommunication Corporation (NTC) darauf hin, dass BĂŒrger im Umgang mit familienbezogenen Inhalten auf Online-Plattformen gröĂere Vorsicht walten lassen sollten. Fotos, Bildunterschriften und Aktualisierungen zu alltĂ€glichen Gewohnheiten könnten sensible Details ĂŒber Aufenthaltsorte und Lebensweisen preisgeben.
Nach Angaben der Behörden gab es zwar keinen konkreten Vorfall als Auslöser fĂŒr das Rundschreiben, und es handle sich auch nicht um ein Verbot von Familienbildern. Dennoch berge das unbedachte Teilen solcher Daten erhebliche Sicherheitsrisiken fĂŒr Haushalte.
Die pakistanischen Stellen raten dazu, auf Plattformen wie Facebook, Instagram, TikTok, Snapchat und X keine exakten Standorte oder Wohnadressen zu markieren, keine tĂ€glichen Routinen preiszugeben und persönliche Angaben insgesamt einzuschrĂ€nken. Zudem sollten Nutzer die PrivatsphĂ€re-Einstellungen ihrer Konten regelmĂ€Ăig ĂŒberprĂŒfen.
Flankierend dazu legte das National CERT im Cybersecurity Handbook 2026â27 Richtlinien fĂŒr den öffentlichen Dienst vor. Regierungsangestellte dĂŒrfen fĂŒr den Fernzugriff auf offizielle Systeme demnach ausschlieĂlich genehmigte VPN-Verbindungen nutzen.
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Die Nutzung unautorisierter VPNs oder Proxys, die Deaktivierung von Antivirenprogrammen und Firewalls, unbeaufsichtigte Arbeitssitzungen sowie die Weitergabe von Anmeldedaten sind ausdrĂŒcklich untersagt. Die Behörde warnte vor Gefahren durch Brute-Force-Angriffe, Ransomware und verdeckte HintertĂŒren.
Im Bereich der Rechtsdurchsetzung hielt der Generaldirektor der NCCIA, Syed Ali Nasir Rizvi, eine offene Online-Sitzung ab, um Beschwerden ĂŒber CyberkriminalitĂ€t wie Finanzbetrug und BelĂ€stigungen in sozialen Netzwerken zu behandeln, und ordnete eine Null-Toleranz-Politik gegenĂŒber digitaler BelĂ€stigung von Frauen an.
Parallel dazu intensivieren auch ukrainische Stellen ihre AufklÀrungsarbeit. AnlÀsslich des Monats der Cybersicherheit im Oktober 2026 veröffentlichte die MilitÀrverwaltung der Oblast Saporischschja einen Leitfaden zur Cyberhygiene. Zudem empfahl das Bildungsministerium der Ukraine Bildungseinrichtungen entsprechende Lehrmaterialien zur Online-Sicherheit.
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Die Cyberpolizei der Ukraine formulierte konkrete Verhaltensregeln fĂŒr den Umgang mit verdĂ€chtigen Inhalten. UngeprĂŒfte Meldungen sollten keinesfalls weiterverbreitet werden, auch nicht mit einem warnenden Kommentar.
Nutzer sollten stattdessen stets PrimĂ€rquellen prĂŒfen, Meldefunktionen der sozialen Netzwerke nutzen und bei strafrechtlich relevanten VorgĂ€ngen wie Phishing, Finanzbetrug oder Kontodiebstahl Beweise sichern. FĂŒr die Anzeige solcher Delikte stellt die Cyberpolizei ein Online-Formular bereit.
Der Staatliche Dienst fĂŒr Sonderkommunikation und Informationsschutz ergĂ€nzte dies um Hinweise fĂŒr Personal, das mit personenbezogenen Daten arbeitet, und verwies darauf, CybervorfĂ€lle direkt an das Notfallteam CERT-UA zu melden.
