PATAS, Typ-2-Diabetes

PATAS bei Typ-2-Diabetes: AdipoPharma startet Mehrfachdosierung in Phase 1b

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 16:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nach gut verträglicher Einzeldosisprüfung untersucht AdipoPharma nun wiederholte PATAS-Gaben; Studienergebnisse sind für 2027 geplant.
Mikroskopische Aufnahme von menschlichem weißen Fettgewebe zur Veranschaulichung der zellbiologischen Forschung. Illustration mit AI erstellt.

In der klinischen Entwicklung neuer Therapieansätze gegen Stoffwechselerkrankungen verzeichnet das biowissenschaftliche Unternehmen AdipoPharma einen methodischen Fortschritt. Das in Straßburg ansässige Unternehmen hat mit der Verabreichung der ersten Dosen an Teilnehmer mit Typ-2-Diabetes im sogenannten Multiple-Ascending-Dose-Teil (MAD) seiner Phase-1b-Studie begonnen.

Die Untersuchung des Prüfpräparats PATAS markiert einen Schritt hin zur Erforschung neuartiger Behandlungsoptionen, die gezielt an der Ursache der gestörten Insulinempfindlichkeit ansetzen.

Neuer Wirkmechanismus im weißen Fettgewebe

Bei dem Wirkstoffkandidaten PATAS handelt es sich um einen neuartigen Insulinsensibilisator aus einer Erstklasse-Kategorie (First-in-Class). Der therapeutische Ansatz zielt darauf ab, die biologische Funktion des Fettgewebes wiederherzustellen. Dies soll über die Normalisierung des Glukosestoffwechsels direkt in den weißen Adipozyten – den weißen Fettzellen – geschehen.

Wie aus Unternehmensangaben vom 27. Oktober 2026 hervorgeht, besteht das übergeordnete Ziel der Entwicklung darin, durch diesen zielgerichteten Mechanismus in den Fettzellen nicht nur den lokalen Glukosehaushalt zu regulieren, sondern auch die Insulinsensitivität des gesamten Körpers nachhaltig zu verbessern.

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Herkömmliche Behandlungsformen setzen häufig an anderen Stellen des Stoffwechselkreislaufs an, während die Wiederherstellung der Adipozytenfunktion einen eigenständigen pharmakologischen Weg darstellt.

Studiendesign und vorangegangene Sicherheitsdaten

Das gesamte Phase-1-Programm für PATAS ist methodisch als randomisierte, doppelblinde und placebokontrollierte Untersuchung konzipiert. Diese standardisierte Struktur soll verlässliche Erkenntnisse über die zentralen Endpunkte liefern: Im Fokus der Studie stehen die Parameter der Sicherheit, der Verträglichkeit sowie das pharmakokinetische Profil des Wirkstoffs bei den Probanden.

Vor dem Übergang in die aktuelle MAD-Phase durchlief der Wirkstoffkandidat bereits eine Phase mit Einzeldosissteigerungen (Single Ascending Dose, SAD). In dieser vorausgegangenen Stufe erwies sich PATAS als gut verträglich.

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Während der Testreihen wurden keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse bei den behandelten Studienteilnehmern verzeichnet, was den Weg für die wiederholte Verabreichung ansteigender Dosen im nun laufenden Studienteil ebnete.

Weiterer Zeitplan bis zur Veröffentlichung

Mit dem Start der Dosierung im Phase-1b-Teil richtet sich der Blick der Fachwelt auf die kommenden klinischen Resultate. AdipoPharma-Geschäftsführer Vincent Marion stellte in Aussicht, dass ein Daten-Readout der Studie bei Patienten mit Typ-2-Diabetes für das Jahr 2027 geplant ist.

Bis zu dieser Auswertung sollen die laufenden Dosierungsreihen Aufschluss darüber geben, wie sich das Molekül bei wiederholter Gabe im menschlichen Organismus verhält und ob sich die angestrebte Sensibilisierung des Gewebes klinisch bestätigen lässt.

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