Payconiq, Wero

Payconiq zu Wero: Polizei warnt vor Betrügern, die Bankkarten abholen wollen

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 04:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Betrüger nutzen den Wechsel zu Wero für gefälschte Nachrichten und Anrufe, um Bankdaten und Transaktionsfreigaben zu erlangen.

Luxemburg: Polizei warnt vor Wero-Betrug beim Payconiq-Wechsel
Leere, modern gestaltete Banklobby mit poliertem Boden und schummriger Beleuchtung durch große Fensterfronten. Illustration mit AI erstellt.

Die luxemburgische Polizei warnt vor einer Serie von Phishing- und Betrugsversuchen, die im Zusammenhang mit der Umstellung von Payconiq auf das europäische Bezahlsystem Wero stehen. Wie luxemburgische Medien am 06.10.2026 berichteten, wurden den Sicherheitsbehörden in den vorangegangenen Tagen mehrere Vorfälle gemeldet, bei denen Kriminelle den Systemwechsel gezielt ausnutzten, um an sensible Daten von Bankkunden zu gelangen.

Mehrstufige Betrugsmasche über gefälschte Links

Die Vorgehensweise der Täter folgt nach Angaben der Polizei einem mehrstufigen Muster. Zunächst versenden die Betrüger Nachrichten, die vorgeben, über den Wechsel von Payconiq zu Wero zu informieren. Die Empfänger werden über manipulierte Verweise auf gefälschte Internetseiten geleitet. Dort fordern die Angreifer ihre Opfer auf, persönliche Angaben, Bankverbindungen und Zugangsdaten einzugeben, die anschließend direkt abgefangen werden.

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In der Folge gehen die Kriminellen häufig einen Schritt weiter. Betroffene erhalten Anrufe von Personen, die sich fälschlicherweise als Mitarbeiter eines Kreditinstituts oder des luxemburgischen Authentifizierungsdienstes LuxTrust ausgeben.

Die Anrufer behaupten gegenüber den Opfern, deren Konten seien bereits gehackt worden, und erzeugen so gezielt Druck. Um Vertrauen vorzutäuschen, nutzen die Betrüger Techniken wie Call-ID-Spoofing, wodurch auf den Telefonen der Angerufenen gefälschte, scheinbar legitime Rufnummern angezeigt werden können.

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Während dieser Telefonate drängen die Angreifer die Betroffenen dazu, weitere Informationen preiszugeben, QR-Codes einzuscannen oder Freigaben für nicht selbst veranlasste Transaktionen zu erteilen. In einzelnen Fällen gingen die Betrüger sogar so weit anzukündigen, Bankkarten persönlich an den Wohnadressen der Kunden abzuholen.

Empfehlungen der Behörden zum Eigenschutz

Die luxemburgische Polizei betonte im Rahmen ihrer Warnung, dass seriöse Finanzdienstleister oder Authentifizierungsanbieter niemals Kunden dazu auffordern, vertrauliche Daten an Fremde weiterzuleiten oder Bankkarten an der Haustür zu übergeben.

Verbrauchern wird dringend geraten, keine Verweise oder QR-Codes aus unerwarteten Nachrichten zu öffnen. Zudem sollten unter keinen Umständen unaufgeforderte Transaktionen auf dem Smartphone oder im Online-Banking bestätigt werden. Wer Zweifel an der Echtheit eines Kontakts hegt, sollte verdächtige Anrufer über offiziell bekannte Kontaktdaten des jeweiligen Instituts verifizieren und die eigene Bank direkt kontaktieren.

Sollten Betroffene bereits persönliche Daten oder Bankdetails übermittelt haben, rät die Polizei zu schnellem Handeln: Das betroffene Geldinstitut müsse unverzüglich informiert werden, um Konten, Zugänge und Karten sperren zu lassen. Zudem sollte in jedem Fall Anzeige bei der Polizei erstattet werden.

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