PayPal-Phishing: Betrüger drohen mit Kontolöschung binnen 24 Stunden
Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 23:52 Uhr | Redaktion boerse-global.deKriminelle versuchen derzeit mit einer perfiden Masche, an Zugangsdaten von Online-Zahlungskonten zu gelangen. Die Verbraucherzentrale NRW und der WDR warnen vor gefälschten E-Mails im Namen des Bezahldienstes PayPal, in denen Empfängern mit einer Kontolöschung oder einer dauerhaften Sperrung innerhalb von 24 Stunden gedroht wird, falls das Nutzerkonto nicht umgehend verifiziert oder aktualisiert werde.
Nach Angaben der Verbraucherzentrale kursieren die Phishing-Nachrichten unter verschiedenen Betreffzeilen, darunter Aufforderungen wie eine erforderliche Sicherheitsüberprüfung oder eine Aktualisierung des Schutzstandards mit der Bitte, die Profilaktivität zu bestätigen. In den Schreiben wird den Empfängern eine Frist von 24 Stunden gesetzt, um die Bestätigung über einen beigefügten Link durchzuführen.
Typische Merkmale der Betrugsversuche
Verbraucherschützer verweisen auf mehrere Auffälligkeiten, an denen sich die betrügerischen Nachrichten erkennen lassen. Neben einer unpersönlichen Anrede wie „Sehr geehrter Kunde“ weisen die Mails oft Absenderadressen auf, die nicht auf die offiziellen Domains paypal.de oder paypal.com enden. Hinzu kommen das Erzeugen von künstlichem Zeitdruck, die Verwendung fehlerhafter PayPal-Logos sowie die Aufforderung, sensible Daten über einen externen Link einzugeben.
Angesichts der enormen Reichweite des Zahlungsdienstleisters treffen die Kriminellen auf eine breite Zielgruppe. Laut Verbraucherzentrale gibt es in Deutschland mehr als 36 Millionen PayPal-Konten; rechnet man Geschäftskonten hinzu, beläuft sich die Zahl auf fast 40 Millionen.
Dass die Betrugsversuche bundesweit im Umlauf sind, zeigen auch aktuelle Polizeiberichte. Die Polizeidirektion Ludwigshafen und die Polizeiinspektion Schifferstadt meldeten einen versuchten Internetbetrug per Phishing-Mail am 23. Oktober 2026 gegen 17:45 Uhr. Eine 42-jährige Frau aus Schifferstadt hatte die betrügerische Absicht der Nachricht jedoch rechtzeitig erkannt und die Eingabe ihrer Daten abgebrochen.
Empfohlene Schutzmaßnahmen und Schritte im Ernstfall
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Die Polizeiinspektion Schifferstadt rät Internetnutzern, stets die vollständige Absenderadresse einschließlich der Domain hinter dem At-Zeichen genau zu prüfen. Besondere Vorsicht sei geboten, wenn E-Mails künstlichen Zeitdruck aufbauen, mit Kontosperrungen oder gar rechtlichen Schritten drohen oder unpersönliche Anreden nutzen.
Zudem weisen die Ermittler darauf hin, dass Banken, Paketdienste und große Plattformen grundsätzlich niemals per E-Mail nach Passwörtern, PINs, TANs oder Kreditkartendaten fragen.
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Die Verbraucherzentrale empfiehlt Empfängern verdächtiger Nachrichten, die Mails ungeöffnet in den Spam-Ordner zu verschieben und keinesfalls auf Links zu klicken. Wer den Kontostatus überprüfen möchte, sollte dies ausschließlich direkt über die offizielle Website oder die firmeneigene Smartphone-App tun. Verdächtige E-Mails können an die Meldeadressen phishing@verbraucherzentrale.nrw sowie phishing@paypal.com weitergeleitet werden.
Betroffene, die bereits persönliche Zugangsdaten auf den gefälschten Seiten eingegeben haben, sollten unverzüglich handeln. Die Verbraucherzentrale rät dazu, das eigene Passwort umgehend zu ändern, die Zwei-Faktor-Authentifizierung einzurichten und die letzten Transaktionen genau zu kontrollieren.
Sofern Bankdaten oder Zahlungskarten betroffen sind, sollten diese über den Sperr-Notruf 116 116 gesperrt werden. Zudem wird geraten, Anzeige bei der Polizei zu erstatten.
