PC-Markt, DRAM-Preise

PC-Markt im freien Fall: DRAM-Preise explodieren um 90 Prozent

18.05.2026 - 03:19:27 | boerse-global.de

PC-Verkäufe brechen ein, während Speicherkosten drastisch steigen. Microsoft reagiert mit Optimierungen und neuen Treiberstandards.

PC-Markt im freien Fall: DRAM-Preise explodieren um 90 Prozent - Foto: über boerse-global.de
PC-Markt im freien Fall: DRAM-Preise explodieren um 90 Prozent - Foto: über boerse-global.de

Im ersten Quartal 2026 brachen die Verkaufszahlen um 11,3 Prozent ein – zeitgleich explodierten die Preise für Arbeitsspeicher. Besonders DRAM verteuerte sich um 90 Prozent. Hersteller und Softwareentwickler reagieren nun mit drastischen Maßnahmen.

Speicherkosten treiben Hardware-Preise in die Höhe

Die Folgen der Preisexplosion sind im Handel deutlich spürbar. GDDR7-Speicher, der in aktuellen High-End-Grafikkarten verbaut wird, treibt die Kosten nach oben. NVIDIA hat Partner bereits vorgewarnt: Die GeForce RTX 5090 könnte rund 280 Euro teurer werden als geplant.

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Noch dramatischer ist die Lage im Profi-Segment. Die NVIDIA RTX 6000 Blackwell, ausgestattet mit 96 Gigabyte GDDR7-Speicher, kostet inzwischen über 10.000 Euro – manche Händler verlangen sogar 11.500 Euro. Zum Vergleich: Die ursprüngliche Preisempfehlung lag bei etwa 8.000 Euro. Der Grund: Künstliche Intelligenz treibt die Nachfrage nach leistungsstarken Einzelkarten-Lösungen in die Höhe.

Auch Selbstbauer spüren den Preisschock. Wer sich Mitte Mai 2026 einen Einsteiger-Gaming-PC für 1080p zusammenstellen will, muss rund 1.150 Euro einplanen. High-End-Systeme für 4K-Gaming kosten schnell über 5.000 Euro. DDR5-RAM und NVMe-SSDs sind die Haupttreiber dieser Entwicklung.

Microsoft kontert mit Effizienz-Offensive

Angesichts der teuren Hardware setzt Microsoft auf Optimierung. Mit Project K2 will der Konzern ältere Rechner spürbar beschleunigen. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Der Windows-11-Startmenü soll bis zu 70 Prozent schneller reagieren. Auch Edge und Outlook laufen internen Tests zufolge 40 Prozent flotter, der Datei-Explorer immerhin 25 Prozent.

Doch Microsoft geht noch weiter. Auf der WinHEC 2026 kündigte der Konzern die Driver Quality Initiative (DQI) an. Künftig werden Treiber nicht mehr nur auf Abstürze geprüft. Stabilität, Temperaturentwicklung und Akkuverbrauch fließen in die Bewertung ein. Das Ziel: Schlafmodi sollen nicht länger durch schlecht optimierte Treiber unnötig Strom fressen. Treiber, die die neuen Standards nicht erfüllen, fliegen aus dem Windows-Update-System.

Cloud-gestützte Treiber-Rettung und neue Freiheiten

Ein weiteres Update betrifft die Systemstabilität: Cloud-Initiated Driver Recovery (CIDR) erkennt problematische Treiber-Updates automatisch und macht sie rückgängig – noch bevor das System abstürzt. Eine Testphase läuft bis August 2026, der breite Rollout ist für September geplant.

Parallel dazu veröffentlichte Microsoft am 17. Mai dynamische Updates für die Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE). Sie betreffen Windows 11, Windows 10 sowie Windows Server 2016 und 2019 und schließen Sicherheitslücken.

Gute Nachrichten gibt es für Individualisten: Windows-Insider testen ab sofort neue Taskleisten-Optionen. Der Balken lässt sich künftig an den oberen, linken oder rechten Bildschirmrand verschieben. Ein kompakter Modus reduziert zudem die Höhe. Auch das Startmenü wird flexibler – Nutzer können es in der Größe anpassen und Bereiche wie „Empfohlen“ oder „Alle Apps“ ausblenden.

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Markt im Umbruch: Zwischen KI-Boom und Windows-10-Ende

Die aktuelle Krise hat mehrere Ursachen. Während der PC-Markt mit zweistelligen Einbußen kämpft, läuft die Uhr für Windows 10: Der Support endet am 14. Oktober 2025. Der Druck auf Nutzer, auf Windows 11 zu migrieren, wächst – doch teure Komponenten machen Hardware-Upgrades zur Geduldsprobe.

Der DRAM-Preisschock ist eine direkte Folge des KI-Booms. Halbleiter-Kapazitäten werden zunehmend in margenstarke KI-Hardware umgeleitet. Für Verbraucher-Komponenten bleibt weniger übrig – die Preise steigen. Die 90-Prozent-Explosion bei DRAM im ersten Quartal 2026 spricht Bände.

Hinzu kommt ein technisches Zeitproblem: Secure-Boot-Zertifikate, teils aus dem Jahr 2011, laufen am 26. Juni 2026 ab. Microsoft verteilt bereits Updates zur Verlängerung – sonst könnten Millionen Geräte Probleme beim sicheren Start bekommen.

Ausblick: Warten auf Entspannung

Die zweite Jahreshälfte 2026 wird zeigen, ob sich der Abwärtstrend stabilisiert. Der September-Rollout von CIDR könnte IT-Abteilungen entlasten. Ob die GDDR7-Preise jedoch wieder sinken, ist fraglich.

Aktuelle Umfragen zeigen: Rund 60 Prozent der Gamer planen bis auf Weiteres keinen neuen Systemkauf. Die Hoffnung ruht auf Software-Optimierungen. Microsofts Project K2 und die Driver Quality Initiative sind erste Schritte – ob sie reichen, um die Nutzer bei der Stange zu halten, wird sich zeigen.

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