Pendeln spart massiv: 660 Euro weniger Miete in Wien und Berlin
Veröffentlicht am: 18.06.2026 um 05:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Wer bereit ist, lÀnger zur Arbeit zu fahren, kann massiv sparen. Aktuelle Daten aus Wien und Berlin zeigen die Unterschiede.
Wien: 70 Quadratmeter fĂŒr 660 Euro
Eine Analyse von ImmoScout24 zeigt fĂŒr Wien enorme Preisunterschiede. Pendler mit 30 bis 60 Minuten Fahrzeit sparen monatlich zwischen 660 und ĂŒber 1000 Euro. In der Hauptstadt liegen die Mieten je nach Bezirk zwischen 1.320 und 1.790 Euro. In Melk gibt es vergleichbare Wohnungen fĂŒr durchschnittlich 660 Euro.
WĂ€hrend die Mietpreise in Metropolen stark schwanken, ist eine fundierte MarkteinschĂ€tzung fĂŒr Vermieter unerlĂ€sslich. Dieser kostenlose Report liefert eine detaillierte Analyse der Mietpreise in deutschen StĂ€dten und hilft Ihnen bei der rechtssicheren BegrĂŒndung Ihrer Miete. Mietspiegel-Analyse 2026 jetzt kostenlos herunterladen
Besonders gĂŒnstig sind Gemeinden mit Bahnanschluss. GĂ€nserndorf liegt 30 Minuten vom Praterstern entfernt â die Durchschnittsmiete: 900 Euro. Wiener Neustadt ist ebenfalls in 30 Minuten erreichbar und kostet rund 920 Euro. Weitere Optionen sind Amstetten (750 Euro) oder St. Pölten (930 Euro).
Berlin setzt auf Randlagen
Auch in der deutschen Hauptstadt entstehen neue Wohnungen vor allem in den AuĂenbezirken. In Marzahn-Hellersdorf werden ĂŒber 1.000 Einheiten gebaut, viele mit Wohnberechtigungsschein. Ein Projekt an der Allee der Kosmonauten bietet Kleinstwohnungen ab 288 Euro kalt â Bezug voraussichtlich 2027. Weitere Vorhaben wie das Cecilien-CarrĂ© liegen bei 326 bis 362 Euro kalt.
AuĂerhalb der Metropolen bleibt das Preisniveau extrem niedrig. In Oschersleben (Sachsen-Anhalt) wurden Mitte Juni Ein-Zimmer-Wohnungen ab 166 Euro kalt inseriert. In Magdeburg oder Halberstadt liegen die Einstiegspreise zwischen 209 und 245 Euro.
Firmen bauen selbst â Politik plant Steuervereinfachung
Immer mehr Unternehmen springen in die Bresche. In TĂŒbingen bauen zwölf Betriebe gemeinsam 69 Apartments. Das Projekt kostet 13 Millionen Euro und wird vom Land gefördert. Die Mieten bleiben 40 Jahre unter dem Marktniveau. Eine IW-Studie aus 2025 zeigte: Bereits 9 Prozent der Firmen stellen eigenen Wohnraum.
Die Politik will zudem Steuererleichterungen bringen. Das Bundesfinanzministerium plant eine neue Arbeitstagepauschale. Sie soll das hĂ€usliche Arbeitszimmer, die Homeoffice-Pauschale und die Pendlerpauschale bĂŒndeln. Ein Beschluss im Koalitionsausschuss wird fĂŒr den 1. Juli erwartet.
Ob Neubau oder Bestandsimmobilie â viele Vermieter verschenken durch Formfehler bei der Mietanpassung bares Geld. Erfahren Sie in diesem Leitfaden, wie Sie eine Mieterhöhung 100 % rechtssicher durchsetzen und nutzen Sie die beigefĂŒgte Muster-Vorlage. Kostenlosen Leitfaden zur Mieterhöhung inkl. Vorlage sichern
Bahnausbau verzögert sich â Mieterschutz wackelt
Die AttraktivitĂ€t von Pendlerstandorten hĂ€ngt stark an der Infrastruktur. In der Region Wien gibt es einen dĂ€mpfer: Der viergleisige Ausbau zwischen Meidling und Mödling sowie die Strecke zum Flughafen verzögern sich bis 2037. Immerhin: Die ĂBB investiert von 2027 bis 2032 rund 19,5 Milliarden Euro ins Netz. Der Brenner Basistunnel soll planmĂ€Ăig 2032 fertig sein.
FĂŒr Unsicherheit sorgt ein Urteil des Amtsgerichts Frankfurt vom 10. Juni. Es erklĂ€rte die VerlĂ€ngerung der hessischen Mieterschutzverordnung fĂŒr unwirksam. Damit könnten Mietpreisbremse und reduzierte Kappungsgrenze in 49 Kommunen â darunter Frankfurt und Wiesbaden â seit Dezember 2025 auĂer Kraft sein. Das hessische Wirtschaftsministerium prĂŒft die Folgen und arbeitet an einer Neuregelung.
