Perplexity Personal Computer: KI-Agent jetzt für Windows und eine Milliarde Geräte
Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 23:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der KI-Assistent Perplexity Personal Computer ist ab sofort auch für Windows verfügbar – und erreicht damit über eine Milliarde Geräte.
Der Schritt markiert eine deutliche Ausweitung der Plattform, die bislang nur auf dem Mac lief. Perplexity Personal Computer fungiert als universeller digitaler Arbeiter, der komplexe Arbeitsabläufe über lokale Dateien, Webanwendungen und Cloud-Dienste hinweg steuern kann. Das teilte das Unternehmen am heutigen Dienstag mit.
Nur für Premium-Nutzer
Die Software richtet sich zunächst an zahlungskräftige Kunden. Verfügbar ist sie ausschließlich für Abonnenten der Max- und Enterprise-Max-Tarife, die monatlich umgerechnet rund 185 Euro kosten. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Seit dem Start der Computer-Plattform im Februar 2026 verzeichnete Perplexity einen Umsatzsprung von 50 Prozent.
Vier Schichten für maximale Kontrolle
Die Windows-Version setzt auf eine mehrstufige Hybrid-Architektur. Ein lokales Programm übernimmt die Verarbeitung auf dem Gerät selbst, eine Cloud-Orchestrierungsebene koordiniert die Aufgaben, eine isolierte Sandbox sorgt für Sicherheit, und ein dedizierter Cloud-Browser namens Comet rundet das System ab.
Standardmäßig nutzt der Agent Claude Opus 4.7 für die Cloud-Orchestrierung. Er kann aber Aufgaben auf über 20 verschiedene KI-Modelle verteilen. Die Integration in Microsoft 365 ist tief: Word, Excel, PowerPoint, Outlook, OneDrive, Teams und der Datei-Explorer werden direkt unterstützt. Auch Drittanbieter wie Salesforce, HubSpot und Snowflake sind angebunden.
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Datenschutz als Verkaufsargument
Sensible Daten bleiben nach Unternehmensangaben bevorzugt lokal – der Zugriff erfolgt direkt auf der Hardware des Nutzers. Bei Enterprise-Max-Kunden fließen diese Daten nicht ins Modelltraining. Privatkunden müssen dem Training hingegen manuell widersprechen.
Sicherheitsforscher warnen vor Risiken
Die Expansion kommt zu einem heiklen Zeitpunkt. Erst am Montag identifizierten Forscher von Zenity eine Schwachstellenklasse namens „PleaseFix", die mehrere Agenten-Browser betrifft – darunter auch Perplexitys Comet. Die Lücken erlauben demnach Angriffe wie Zero-Click-Kontoübernahmen und die Ausführung von Schadcode, da die üblichen Cross-Origin-Beschränkungen fehlen.
Sicherheitsexperten stellten zudem fest, dass der Comet-Browser anfälliger für Phishing-Versuche ist als herkömmliche Browser wie Chrome. Ihre Empfehlung: Nutzer sollten isolierte Anmeldedaten verwenden, wenn sie mit der Agenten-Software arbeiten. Perplexity selbst betont, dass das System vor heiklen Aktionen eine Benachrichtigung ausgibt und die Zustimmung des Nutzers einholt.
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Microsoft zieht in der Sicherheit nach
Die Entwicklung im Verbrauchermarkt fällt mit einem Großvorstoß im Unternehmenssicherheitssektor zusammen. Ebenfalls am Montag stellte Microsoft Project Perception vor – eine agentische Sicherheitsplattform, die mehrere Modelle kombiniert, um KI-gestützte Angriffe abzuwehren.
Das Herzstück: das Modell MAI-Cyber-1-Flash, das 90 Prozent der Abwehraufgaben eigenständig erledigt. Nur komplexe Fälle werden an größere Modelle wie GPT-5.4 weitergereicht. Im CyberGym-Benchmark erreichte das System 95,95 Prozent und ließ damit mehrere Wettbewerber hinter sich. Die öffentliche Vorschau von Project Perception startet am 3. August 2026.
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