Pflegequartier Kiel: 540.000 Euro für nachbarschaftliche Entlastung
06.07.2026 - 04:12:20 | boerse-global.de
Die Landeshauptstadt will professionelle Hilfe und ehrenamtliches Engagement besser verzahnen.
„Pflegesensibles Quartier“ startet in zwei Stadtteilen
Das Vorhaben konzentriert sich auf Elmschenhagen/Kroog und die Wik. Ziel ist es, die pflegerische Infrastruktur lokal zu stärken und nachbarschaftliche Unterstützung so zu organisieren, dass pflegende Angehörige entlastet werden.
540.000 Euro stehen für die Umsetzung bereit. Das Land Schleswig-Holstein und die Pflegekassen tragen die Kosten. Am 5. Juli übergaben Sozialministerin Aminata Touré und AOK-Landesdirektorin Iris Kröner den Förderbescheid an Bürgermeister Gerwin Stöcken.
Digitale Patenschaften und Zahnmobil
Kiel verfolgt weitere Ansätze, um Teilhabe und Versorgung zu sichern. Das Projekt „Nette Kieler“ vermittelt digitale Patenschaften: Jüngere Menschen unterstützen Senioren im Umgang mit moderner Technik.
Das Kieler Modellprojekt zeigt, wie 540.000 Euro in nachbarschaftliche Entlastung investiert werden. Erfahren Sie, wie Sie ähnliche Strukturen in Ihrer Gemeinde aufbauen können – mit konkreten Checklisten und einer Schritt-für-Schritt-Anleitung. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern
Ein umgebauter Rettungswagen dient als Zahnmobil für Menschen ohne regulären Zugang zum Gesundheitssystem. Und gegen den Fachkräftemangel läuft seit Mai eine Umschulung für Hebammen aus Burkina-Faso, die für den Pflegeeinsatz vorbereitet werden.
„Social Prescribing“ in Düsseldorf
Der Trend zu Quartierskonzepten zeigt sich bundesweit. In Düsseldorf startete Anfang Juli das Projekt „Social Prescribing“. Ärzte können dort soziale Bedarfe wie Einsamkeit per „sozialem Rezept“ adressieren und Betroffene an Unterstützungsangebote vermitteln. Die Techniker Krankenkasse fördert das Vorhaben, die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und die Charité Berlin begleiten es wissenschaftlich.
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In Gütersloh eröffnete die Diakonie eine neue Pflege-WG auf einem privat überlassenen Grundstück. In Mastershausen und Riedstadt stehen ab Mitte August wöchentliche Mittagstische und Sportangebote für Senioren im Fokus.
Die Entwicklungen zeigen: Die Angebote werden vielfältiger. Ziel ist es, soziale Isolation im Alter zu verringern und professionelle Pflege durch starke lokale Gemeinschaften zu ergänzen.
