Phishing bei Baugenehmigungen: FBI-Ermittlungen zeigen Opfer in den USA
Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 00:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Palm Springs Police Department in Kalifornien warnt vor einer bundesweiten Phishing-Welle, bei der Kriminelle gezielt die Identität von Genehmigungsbehörden missbrauchen.
Die Angreifer geben sich als städtische oder bezirkliche Mitarbeiter aus den Bereichen Planung und Bauaufsicht aus, um fingierte Gebühren für Baugenehmigungen und Landnutzungsverfahren zu erbeuten. Für die Transaktionen fordern die Täter Zahlungen per klassischer Banküberweisung, über Peer-to-Peer-Bezahldienste oder in Form von Kryptowährungen.
Nach Angaben der Polizeibehörde richtet sich die Masche primär gegen Personen sowie Unternehmen, die derzeit aktive Anträge auf Landnutzungsgenehmigungen laufen haben.
Das Vorgehen zeichnet sich durch ein hohes Maß an Personalisierung aus: Die versendeten E-Mails enthalten reale Angaben wie exakte Grundstücksadressen, gültige Vorgangsnummern sowie die echten Namen von Behördenmitarbeitern. Durch diese authentisch wirkenden Daten soll bei den Betroffenen Vertrauen erweckt und Druck aufgebaut werden.
Bundesweite Schäden und Ermittlungen der Bundesbehörden
Wie das Palm Springs Police Department unter Verweis auf Ermittlungen der US-Bundespolizei FBI am 28. September 2026 mitteilte, wurden bereits in den gesamten Vereinigten Staaten Opfer dieser Täuschungsmethode identifiziert.
Um sich vor finanziellen Schäden zu schützen, rät die Polizei zur strikten Überprüfung unaufgeforderter Nachrichten, in denen eine umgehende Begleichung offener Posten verlangt wird.
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Empfänger sollten insbesondere die Domain des Absenders kontrollieren und behördliche Zahlungsaufforderungen grundsätzlich nur über unabhängig recherchierte, offizielle Kontaktstellen der jeweiligen Kommune gegenprüfen.
Das Palm Springs Police Department nimmt entsprechende Verdachtsfälle unter der Rufnummer 760-323-8116 entgegen; zudem wird Betroffenen empfohlen, Vorfälle über das Internet Crime Complaint Center (IC3) des FBI unter ic3.gov zur Anzeige zu bringen.
Ähnliche Vorfälle in weiteren Kommunen
Der Fall in Palm Springs steht nicht isoliert da. Bereits am 22. September 2026 meldete die Stadtverwaltung von Lebanon im US-Bundesstaat Oregon gleichgelagerte Betrugsversuche. Dort hatten Kunden gefälschte E-Mails erhalten, die offizielle Logos, konkrete Namen städtischer Bediensteter und reale Projektdaten aufwiesen. Die Empfänger wurden darin aufgefordert, Planungs- und Entwicklungsgebühren via Banküberweisung zu begleichen.
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In Lebanon waren vor allem Antragsteller, Bauunternehmer und Projektentwickler im Umfeld der Planungsabteilung Ziel der Kontaktaufnahme. Die dortige Stadtverwaltung stellte klar, dass Zahlungen grundsätzlich niemals auf dem Weg eines Wire Transfers eingefordert werden. Betroffenen Bürgern wurden für Rückfragen die Kontakte der Bau- und Planungsabteilung unter (541) 258-4906 sowie der Finanzverwaltung unter (541) 259-4913 bereitgestellt.
