Phishing-Masche: Polizei warnt vor gefälschten Bußgeld-SMS
Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 03:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Cybercrime-Abteilung der Polizei in Kolkata hat eine dringende Warnung vor einer neuen Betrugsmasche herausgegeben, bei der Kriminelle gefälschte Benachrichtigungen über Verkehrsverstöße nutzen. Die Täter versenden dabei Nachrichten über Dienste wie WhatsApp sowie per SMS, um Mobiltelefone mit Schadsoftware zu infizieren und sensible Daten zu entwenden.
Betrugsmasche über Messenger-Dienste
Nach Erkenntnissen der zuständigen Ermittler zielen die Phishing-Angriffe darauf ab, den Empfängern eine offizielle Mitteilung über ein fälliges Bußgeld vorzutäuschen.
In diesen Nachrichten werden die Nutzer dazu aufgefordert, eine angehängte Datei herunterzuladen und zu installieren, um Details zum angeblichen Verstoß einzusehen oder die Zahlung abzuwickeln. Bei diesen Anhängen handelt es sich laut den Behörden um bösartige Dateien im .apk-Format.
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Diese Android-Paketdateien dienen dazu, Schadprogramme direkt auf dem Smartphone zu installieren. Einmal aktiviert, kann die Software den Tätern Zugriff auf persönliche Informationen, Bankdaten oder Kontakte ermöglichen. Die Polizei betonte, dass offizielle Stellen grundsätzlich keine Bußgeldbescheide oder Zahlungsaufforderungen in Form von ausführbaren Dateien über Messenger-Dienste oder Kurznachrichten versenden.
Nutzung offizieller Kanäle zur Verifizierung
Um sich vor finanziellen Schäden und Datenverlust zu schützen, rät die Polizei von Kolkata den Bürgern zur äußersten Vorsicht beim Umgang mit unaufgeforderten Nachrichten. Es wurde klargestellt, dass für die Prüfung und Begleichung von Verkehrsbußgeldern ausschließlich offizielle Kommunikationswege genutzt werden sollten.
Konkret verwiesen die Beamten auf das offizielle Regierungsportal unter der Adresse sanjog.wb.gov.in. Nutzer sollten Bußgelder nur über diese gesicherte Plattform verifizieren und bezahlen. Alternativ besteht die Möglichkeit, Zahlungen an physischen Schaltern der Verwaltung vorzunehmen. Jede Aufforderung, die von diesen offiziellen Verfahren abweicht oder die Installation externer Software verlangt, sei als Betrugsversuch zu werten.
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Meldung von Vorfällen und Prävention
Die Behörden riefen dazu auf, verdächtige Nachrichten umgehend zu melden, auch wenn noch kein Schaden entstanden ist. Hierfür hat die Cybercrime-Zelle spezielle Kontaktwege eingerichtet. Betroffene können Vorfälle über die Kurzwahl 1930 melden. Zudem steht die gebührenfreie Rufnummer 1800-345-0066 für entsprechende Hinweise und Hilfegesuche zur Verfügung.
Sicherheitsexperten weisen in diesem Zusammenhang regelmäßig darauf hin, dass die Installation von Apps aus unbekannten Quellen in den Geräteeinstellungen deaktiviert bleiben sollte. Da die aktuelle Betrugswelle gezielt das Vertrauen in staatliche Institutionen ausnutzt, sei eine kritische Prüfung der Absenderadresse und der verlinkten Webseiten für den Schutz der digitalen Identität unerlässlich.
Die Polizei von Kolkata kündigte an, die Entwicklungen im Bereich der mobilen Cyberkriminalität weiterhin genau zu beobachten und die Öffentlichkeit über neue Taktiken der Betrüger zu informieren.
