Phishing-Welle Japan: Neun gefÀlschte Polizei-Websites in zwei Monaten
Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 20:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die PrĂ€fekturpolizei Hyogo hat am 7. September 2026 die Entdeckung einer manipulierten InternetprĂ€senz gemeldet, welche die offizielle Website der Behörde imitiert. Nach Angaben der Ermittler fordert die gefĂ€lschte Seite persönliche Daten unter dem Vorwand von âOnline-Verwaltungsverfahrenâ an und verleitet Nutzer dazu, Videoanrufe zu starten. Die Polizei warnt eindringlich vor der Gefahr des Datenmissbrauchs im Zusammenhang mit speziellem Betrug.
Unstimmigkeiten und behördliche GegenmaĂnahmen
Die betrĂŒgerische Plattform weist inhaltliche Inkonsistenzen auf, da sie neben dem Branding der PrĂ€fekturpolizei Hyogo auch die Bezeichnung fĂŒr das Metropolitan Police Department verwendet. Ein Bewohner der PrĂ€fektur Shiga hatte den Vorfall gemeldet, woraufhin die Beamten am Nachmittag des 7. September eine offizielle Löschungsaufforderung fĂŒr die Website in die Wege leiteten.
Die Behörden betonten, dass BĂŒrger ausschlieĂlich die offizielle Webadresse der PrĂ€fekturpolizei Hyogo unter https://www.police.pref.hyogo.lg.jp/ nutzen und keine anderen, verdĂ€chtigen Seiten aufrufen sollten.
HĂ€ufung von Betrugsversuchen ĂŒber Videofunktionen
Die aktuelle Warnung steht im Kontext einer Serie Ă€hnlicher VorfĂ€lle. Das Metropolitan Police Department bestĂ€tigte, dass im Zeitraum von Juli bis Anfang September insgesamt neun FĂ€lle von gefĂ€lschten Websites identifiziert wurden, welche die offizielle PrĂ€senz der Hauptstadtpolizei nachahmen. Diese Seiten sind hĂ€ufig mit einer Funktion fĂŒr eine vermeintliche Online-Beratung ausgestattet, die die Betroffenen zu Videoanrufen fĂŒhrt.
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Die Metropolitan Police hob hervor, dass sie ĂŒber keine Videoanruf-Funktion verfĂŒgt und ĂŒber solche Wege niemals Geldaufforderungen stellt.
Beinahe-Betrug bei 50-jÀhriger Frau
Ein konkreter Vorfall verdeutlicht die HartnĂ€ckigkeit der TĂ€ter: Ende August wurde eine 50-jĂ€hrige Frau ĂŒber eine solche manipulierte Website in einen etwa vierstĂŒndigen Videoanruf verwickelt. In diesem Fall blieb die Tat jedoch im Versuchsstadium und fĂŒhrte nicht zu einem vollendeten Betrug.
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Die Ermittler mahnen die Ăffentlichkeit zur Wachsamkeit gegenĂŒber digitalen Behördenkontakten, die unĂŒbliche Kommunikationswege wie Video-Chats fĂŒr Verwaltungsakte einfordern.
