Phishing-Welle, Kriminelle

Phishing-Welle: Kriminelle nutzen Finder-Nachrichten fĂŒr Kontohacks

Veröffentlicht: 14.07.2026 um 18:41 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Kriminelle tÀuschen Smartphone-Funde vor, um Apple- und Google-ZugÀnge zu stehlen. Die Telekom rÀt zur Aktivierung des Verloren-Modus und zur Nutzung der Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Telekom warnt vor neuer Phishing-Welle mit angeblichen Smartphone-Fundmeldungen
Ein Smartphone-Bildschirm zeigt eine Multi-Faktor-Authentifizierungsabfrage, mit unscharfem Hintergrund digitaler Sicherheitsgrafiken. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Hunderte Phishing-Versuche tÀglich: Kriminelle nutzen "Finder"-Nachrichten, um an Apple- und Google-Konten zu gelangen.

Die Deutsche Telekom schlĂ€gt Alarm. Am heutigen Dienstag warnte der Konzern vor einer massiven Welle von Betrugsversuchen, bei denen Kriminelle gezielt Smartphone-Besitzer ins Visier nehmen. Die Masche: Die TĂ€ter geben sich als ehrliche Finder eines vermeintlich verlorenen GerĂ€ts aus und versenden gefĂ€lschte Nachrichten per SMS oder WhatsApp. Ziel ist es, an die Zugangsdaten fĂŒr Apple-ID oder Google-Konto zu gelangen – und so das gestohlene Handy endgĂŒltig zu kapern.

So erkennen Sie die "Finder"-Falle

Die neue Betrugsmasche ist perfide. Die TĂ€ter behaupten in ihren Nachrichten, ein Smartphone gefunden zu haben, und fordern die EmpfĂ€nger auf, sich ĂŒber einen beigefĂŒgten Link zu identifizieren. Wer darauf hereinfĂ€llt und seine Zugangsdaten preisgibt, verliert die Kontrolle ĂŒber sein GerĂ€t endgĂŒltig.

Die Telekom rĂ€t dringend: Aktivieren Sie sofort den "Verloren-Modus" und lassen Sie Ihre SIM-Karte sperren, falls Ihr GerĂ€t gestohlen wurde. Ein wichtiger Grundsatz: Kein seriöser Finder oder Dienstleister wird jemals per SMS oder Nachricht nach Ihren Passwörtern oder Login-Daten fragen. Hunderte solcher Versuche wurden bereits ĂŒber die Kurzwahl 7726 gemeldet – eine spezielle Nummer zum Melden von Spam und Betrug.

Mehr Schutz durch doppelte Sicherheit

Parallel zur Warnung treibt die Telekom die EinfĂŒhrung der Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) fĂŒr den Telekom-Login voran. Das Feature ist seit dem FrĂŒhjahr verfĂŒgbar, gewinnt aber durch die zunehmenden automatisierten Angriffe massiv an Bedeutung.

Nutzer können die Zwei-Faktor-Absicherung im Telekom-Kundencenter einrichten. Zur Wahl stehen:
- Ein zusÀtzlicher BestÀtigungscode per SMS
- Ein zeitbasiertes Einmal-Passwort aus einer Authenticator-App (etwa von Google)

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Die Sicherheitseinstellungen lassen sich flexibel anpassen: Entweder wird der zweite Faktor bei jedem Login fĂ€llig oder nur bei sensiblen Änderungen und Transaktionen mit hohem Wert.

Branche rĂŒstet auf: Das Ende der SMS als Sicherheitsstandard

Der Vorstoß der Telekom ist Teil eines grĂ¶ĂŸeren Trends. Studien zeigen, dass MFA das Risiko eines Kontodiebstahls um 99,22 Prozent senken kann – selbst bei geleakten Passwörtern sind es noch 98,56 Prozent. Doch die klassische SMS-Absicherung gilt zunehmend als unsicher, da sie anfĂ€llig fĂŒr Phishing und SIM-Swapping ist.

Die Branche setzt deshalb auf modernere Standards wie FIDO2 und Passkeys. In den kommenden Monaten stehen weitreichende Änderungen an:

  • Microsoft macht Passkeys ab dem 1. September 2026 zur Standard-Methode fĂŒr Entra-ID. Die SMS- und Sprach-Authentifizierung wird zum 1. Februar 2027 eingestellt.
  • Sparkassen stellen die S-ID-Check-App zum 31. Januar 2027 ein. KĂŒnftig lĂ€uft die Online-Zahlungsfreigabe ausschließlich ĂŒber die S-pushTAN-App.
  • Vonage, eine Tochter von Ericsson, hat Mitte Juli eine neue Sicherheitslösung fĂŒr Okta vorgestellt, die MFA vor Manipulationen wie "Artificial Inflation of Traffic" (AIT) schĂŒtzen soll.
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Da herkömmliche Passwörter und SMS-Verfahren zunehmend zur Sicherheitsfalle werden, setzen Experten immer hÀufiger auf die neue Passkey-Technologie. Erfahren Sie in diesem Gratis-Report, wie Sie die sicherere Alternative bei Amazon, WhatsApp und Co. einrichten und Hacker chancenlos machen. Kostenlosen Report zu Passkeys jetzt anfordern

Die Telekom setzt vorerst weiterhin auf beide Verfahren – SMS und App –, um Sicherheit und GerĂ€tekompatibilitĂ€t fĂŒr ihre Privatkunden zu gewĂ€hrleisten. Der Trend zu passwortlosen Verfahren ist jedoch unverkennbar.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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