Phishing-Welle, KI-gesteuerte

Phishing-Welle: Über 1 Million KI-gesteuerte Betrugs-Mails

Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 22:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

PayPal erneuert seine App für Deutschland nach dem Ende der Google-Wallet-Partnerschaft und warnt vor einer neuen KI-gestützten Betrugswelle.

PayPal App-Überarbeitung: Neue Funktionen nach Google-Aus
Ein Smartphone zeigt die PayPal-App, umgeben von einem angedeuteten digitalen Sicherheitsrisiko oder Datenleck, mit bedrohlichem Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Grund ist das Ende der Kooperation mit Google Wallet.

Die Navigation teilt sich künftig in drei Bereiche: „Home“, „Senden“ und „Konto“. Der Rollout läuft schrittweise für alle Nutzer in Deutschland.

Ende einer Partnerships

Die Zusammenarbeit zwischen PayPal und Google Wallet lief im März 2026 aus. Seit Mitte Juni wurden PayPal-Konten innerhalb der Google-Wallet-Umgebung deaktiviert.

Als Ersatz fürs kontaktlose Bezahlen setzt PayPal auf die eigene Infrastruktur. Nutzer können jetzt eine virtuelle Debit-Mastercard direkt über die App nutzen.

Wirtschaftlich steht der Konzern solide da. Im ersten Quartal 2026 wies PayPal einen Gewinn von 1,11 Milliarden US-Dollar aus.

Gefälschte Kontosperrungen im Umlauf

Parallel zu den Neuerungen warnen Sicherheitsexperten vor einer neuen Betrugswelle. Kriminelle versenden gefälschte Nachrichten, in denen sie behaupten, das PayPal-Konto sei gesperrt oder es lägen unautorisierte Zahlungsaufforderungen vor.

Die Empfänger werden aufgefordert, auf beigefügte Links zu klicken und ihre Daten zu verifizieren. Fachleute raten dringend davon ab.

Stattdessen sollten Nutzer direkt über die offizielle Website oder die App einloggen, um ihren Kontostatus zu prüfen.

Anzeige

Angesichts der aktuellen Betrugswellen ist ein sicherer Umgang mit Bezahldiensten wichtiger denn je. Dieses kostenlose Startpaket zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihr Konto richtig absichern und den PayPal-Käuferschutz optimal nutzen. Kostenlosen PayPal-Ratgeber jetzt anfordern

KI hilft Kriminellen

Besonders tückisch: die sogenannte „Text-Salting“-Methode. Seit April 2026 wurden über eine Million Phishing-Mails registriert, bei denen Angreifer künstliche Intelligenz nutzen.

Sie fügen harmlose Textblöcke in den HTML-Code von E-Mails ein. Das umgeht automatisierte Sicherheitsfilter und verschleiert die bösartigen Absichten.

Die Betrugsmaschen werden immer raffinierter. Durch KI-Deepfakes und Sprachklone erreichen Angriffe eine neue Qualität. Behörden berichten von Fällen, in denen Mitarbeiter durch täuschend echte Imitationen ihrer Vorgesetzten zu hohen Überweisungen verleitet wurden. Ein gemeldeter Fall verursachte einen Schaden im zweistelligen Millionenbereich.

Anzeige

Ob beim Online-Banking oder beim Surfen – Kriminelle nutzen immer öfter das Smartphone als Einfallstor für ihre Angriffe. Erfahren Sie in diesem gratis PDF-Ratgeber, welche fünf Sofort-Maßnahmen Ihr Gerät wirksam vor Hackern und Datenmissbrauch schützen. 5 Schutzmaßnahmen für Ihr Smartphone kostenlos herunterladen

Vorsicht auf TikTok

Auch auf Plattformen wie TikTok werden Nutzer zunehmend Ziel von Kriminellen. Sie versprechen lukrative Nebenverdienste für das Bewerten von Videos.

Die Opfer landen schließlich auf gefälschten Kryptoplattformen. Experten raten zur Skepsis bei Angeboten, die ungewöhnlich hohe Renditen oder einfache Verdienstmöglichkeiten versprechen.

Sicherheitsupdates sind Pflicht

Angesichts der komplexen Bedrohungslage betonen Experten die Bedeutung regelmäßiger Updates. Für Android-Geräte wurde im Juli ein Sicherheitspatch veröffentlicht, der 57 Schwachstellen behebt – einige davon kritisch.

Auch Microsoft hat nachgelegt. Im Rahmen aktueller Updates schloss der Konzern über 570 Sicherheitslücken und führte neue Funktionen zur automatischen Systemwiederherstellung ein.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69807777 |