PhotoLab 10: DxO integriert KI-Maskierung für Personen und Gesichtsteile
Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 18:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der französische Softwarehersteller DxO hat PhotoLab 10 veröffentlicht. Die neue Version der Bildbearbeitungssoftware erweitert das bestehende Werkzeugset um mehrere KI-gestützte Masking-Funktionen sowie neue Werkzeuge zur gezielten Bildkorrektur.
Neue Werkzeuge im Überblick
Zentrale Neuerung ist die sogenannte Depth Mask, mit der sich Bildbereiche anhand ihrer Tiefeninformation isolieren lassen. Ergänzt wird sie durch eine KI-Maskierung, die einzelne Personen sowie deren Gesichtsmerkmale wie Augen, Zähne und Lippen automatisch erkennt und separat bearbeitbar macht.
Für die manuelle Nacharbeit steht zudem ein neuer Control Brush zur Verfügung, dazu kommen elliptische Kontrollpunkte für rundere Auswahlbereiche und ein Color-Grading-Rad für die gezielte Farbabstimmung.
Eine KI-gestützte Funktion zur automatischen Entfernung von Sensorstaub soll zudem manuelle Retusche-Arbeiten reduzieren. Für Nutzer, die mit Affinity-Anwendungen arbeiten, bietet PhotoLab 10 zudem eine direkte Export-Anbindung.
Praxistest zeigt Stärken und Grenzen
Ein Hands-on-Test bescheinigt der Depth Mask hohe Flexibilität, weist aber auch auf Schwierigkeiten bei runden Objekten hin. Die KI-Maskierung für Menschen deckt laut Test Augen, Zähne, Gesichtsbehaarung und Lippen ab, funktioniert jedoch nicht für Tiere. Das neue Color-Grading-Werkzeug arbeitet mit einem einzelnen Rad, die Integration mit Affinity-Software wird im Test als funktionsfähig beschrieben.
Auch deutschsprachige Berichterstattung bestätigt die zentralen neuen Funktionen: KI-Masken für Personen und einzelne Gesichtsteile wie Augenbrauen, Augen, Zähne und Lippen, den neuen Kontrollpinsel, die Staubentfernung sowie den Affinity-Export.
Systemvoraussetzungen und Preis
PhotoLab 10 setzt auf aktuelle Betriebssysteme: Auf Mac-Rechnern wird macOS Tahoe vorausgesetzt, unter Windows ist Windows 11 erforderlich. Eine mobile App bietet DxO für PhotoLab 10 nicht an.
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Preislich verlangt DxO für Neukunden 249,99 US-Dollar für eine dauerhafte Lizenz. Bestehende Nutzer der Versionen 8 oder 9 können für 129,99 US-Dollar upgraden.
In deutscher Berichterstattung werden die Preise mit rund 250 Euro für die Vollversion beziehungsweise rund 130 Euro für das Upgrade angegeben. Interessierte können die Software zunächst 30 Tage lang kostenlos testen.
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Ein separater Bericht zur Bewertung des Upgrades hebt zudem eine spürbar schnellere Leistung gegenüber Vorversionen hervor. Für Käufer wird dort außerdem auf einen Rabattcode namens LuLaLaborDay2026 verwiesen, der einen Nachlass von 20 Prozent auf den Kaufpreis ermöglicht.
Einordnung
Mit PhotoLab 10 setzt DxO seinen Kurs fort, klassische Bildbearbeitungswerkzeuge zunehmend um KI-gestützte Automatisierung zu ergänzen, ohne dabei auf eine mobile Version zu setzen.
Die Kombination aus präziser manueller Kontrolle – etwa über den neuen Control Brush oder elliptische Kontrollpunkte – und automatisierten Funktionen wie der Personenmaskierung oder der Staubentfernung richtet sich vor allem an ambitionierte Fotografinnen und Fotografen, die am Desktop arbeiten.
Die Anhebung der Systemanforderungen auf die jeweils aktuellen Betriebssystemversionen dürfte dabei nicht alle bestehenden Nutzer gleichermaßen betreffen.
