Play Store: Google muss alternative App-Marktplätze ab Juli zulassen
Veröffentlicht: 15.07.2026 um 22:16 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Ab dem 22. Juli 2026 dürfen Drittanbieter ihre Stores direkt über Googles Plattform anbieten. Der gemeinsame Antrag von Google und Epic Games, die Auflagen abzumildern, wurde zurückgezogen.
Play Catalog Access: Googles gesamter Katalog für Drittanbieter
Im Kern der neuen Regelung steht das „Play Catalog Access Program“. Es erlaubt Betreibern von Drittanbieter-Stores, auf den gesamten App-Katalog von Google Play zuzugreifen. Google informierte Entwickler darüber, dass ihre Apps in den USA standardmäßig auch über diese neuen Marktplätze angeboten werden – es sei denn, sie widersprechen explizit.
Nutzer können künftig alternative Stores wie den von Epic Games oder einen möglichen Xbox-Store von Microsoft direkt über den Play Store herunterladen. Das System der Servicegebühren bleibt jedoch bestehen: Google kassiert weiterhin Entgelte für Verkäufe über seine Infrastruktur. Für Regionen außerhalb der USA, darunter die EU, sind für 2026 Erleichterungen beim Sideloading geplant – also der Installation von Apps aus externen Quellen.
Strenge Sicherheitsauflagen für Store-Betreiber
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Google hat hohe Hürden für die Betreiber eigener Marktplätze festgelegt. Unternehmen müssen eine jährliche Gebühr von 5.000 US-Dollar für Sicherheitsprüfungen zahlen. Die Malware-Quote darf bei maximal einem Prozent der Installationsversuche liegen.
Die Stores müssen für alle Entwickler offenstehen und ihre Dienste zunächst ausschließlich in den USA anbieten. Betreiber sind verpflichtet, geistiges Eigentum zu respektieren und die Sicherheitsvorgaben von Google einzuhalten.
Der lange Weg: Vom Fortnite-Rauswurf zum Gerichtsurteil
Der Konflikt begann 2020, als Epic Games ein eigenes Bezahlsystem in Fortnite implementierte. Google warf das Spiel daraufhin aus dem Play Store. Im Oktober 2024 urteilte ein Gericht: Google hat eine Monopolstellung im Android-App-Vertrieb. Die Auflage: Drei Jahre lang müssen Drittanbieter Zugang zum App-Katalog erhalten und Konkurrenz-Stores auf der Plattform hosten dürfen.
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Europa zieht nach: Schweiz prüft Google-Suche
Parallel zum US-Verfahren gerät Google auch in Europa unter Druck. Mitte Juli 2026 leitete die Schweizer Wettbewerbskommission (Weko) eine Vorabklärung ein. Grund: Google hat den sogenannten „Choice Screen“ zur Auswahl der Standardsuchmaschine auf Android-Geräten in der Schweiz abgeschafft. Die Wettbewerbshüter prüfen, ob die automatische Voreinstellung der Google-Suche gegen das Kartellgesetz verstößt. Während der Choice Screen im Europäischen Wirtschaftsraum weiterhin existiert, könnte das Verfahren in der Schweiz zu weiteren Anpassungen führen.
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