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PlayStation Network: Sony löscht Konten nach 36 Monaten Inaktivität

Veröffentlicht: 05.07.2026 um 22:44 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Sony verschärft PSN-Regeln: Nach 36 Monaten ohne Login droht der Verlust der gesamten Spielesammlung. Zudem ermöglicht ein Hack Linux auf der PS5.

Sony PSN: Verlust digitaler Spiele nach drei Jahren Inaktivität
PlayStation 5-Konsole mit projizierten Codezeilen, symbolisiert Datenleck und Hardware-Exploits. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der japanische Technologiekonzern Sony hat seine Nutzungsbedingungen für das PlayStation Network (PSN) grundlegend überarbeitet. Künftig droht Spielern der Verlust ihrer digitalen Spielesammlung, wenn sie sich drei Jahre lang nicht einloggen.

Neue Löschregel für inaktive Konten

Die im April 2026 aktualisierten AGB enthalten eine weitreichende Änderung: Regel 21.2 erlaubt Sony, PSN-Konten zu löschen, die 36 Monate lang nicht genutzt wurden. Betroffen sind vor allem europäische Nutzer – für US-Spieler gilt die Klausel vorerst nicht.

Was das konkret bedeutet: Wer drei Jahre lang nicht auf sein Konto zugreift, riskiert den Verlust seiner gesamten digitalen Spielbibliothek inklusive Kaufhistorie. Sony verspricht jedoch eine Vorwarnung: Betroffene erhalten sechs Monate vor der Löschung eine E-Mail-Benachrichtigung. Bislang wurde die Regel noch nicht aktiv durchgesetzt.

PS5-Hack ermöglicht Linux-Betrieb

Parallel zu den politischen Änderungen sorgt ein Sicherheitsthema für Aufsehen. Das Projekt ps5-linux-loader macht sich Hypervisor-Sicherheitslücken zunutze und verwandelt die Spielkonsole in einen vollwertigen Linux-Desktop.

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Der Exploit funktioniert auf PS5-Firmware-Versionen von 3.00 bis 7.61 und unterstützt:
- 4K-Videoausgabe mit 60 Bildern pro Sekunde
- Bluetooth, Ethernet und USB-Anschlüsse
- M.2-Speicherzugriff

Ein Haken bleibt: Die Konsole unterstützt keinen Dual-Boot – nach jedem Neustart muss der Exploit erneut ausgeführt werden. Auch Standby- und Ruhemodus sind nicht verfügbar. Ab Firmware 8.00 ist die Sicherheitslücke geschlossen.

Abschied von der Disc: Sonys digitale Zukunft

Der Konzern treibt den Wandel zum rein digitalen Vertrieb massiv voran. Bereits 80 Prozent aller Vollpreis-Spiele werden inzwischen digital gekauft. Die Produktion physischer Discs für neue Spiele soll bis Januar 2028 eingestellt werden.

Weitere Einschnitte bei digitalen Diensten

  • Film-Bibliotheken schrumpfen: Ab 1. September 2026 entfernt Sony 551 Filme aus den Nutzerbibliotheken – Grund sind Lizenzstreitigkeiten mit StudioCanal. Eine Rückerstattung gibt es nicht.
  • Legacy-Stores schließen: Der PlayStation-3-Store wird 2026 in ausgewählten Märkten dichtgemacht, die globale Abschaltung folgt 2027.
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Die aktuellen Entwicklungen erinnern an frühere Sicherheitsvorfälle bei Sony. Bereits 2011 gelang es Hackern, über eine Schwachstelle auf der PSN-Passwortzurücksetzungsseite mit nur E-Mail-Adresse und Geburtsdatum fremde Konten zu übernehmen. Seither hat der Konzern seine Sicherheits- und Datenmanagementstrategien deutlich verschärft – ein Prozess, der mit den neuen Löschregeln und der Abkehr von physischen Medien eine neue Dimension erreicht.

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