PLM-Software: Siemens und PTC führen Gartner-Ranking 2026 an
Veröffentlicht: 16.07.2026 um 18:36 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Künstliche Intelligenz verändert die Produktentwicklung grundlegend – und zwei deutsche Software-Schwergewichte sind ganz vorne mit dabei.
Die aktuelle Analyse des Marktforschungsinstituts Gartner zeigt ein klares Bild: Siemens und PTC führen das Feld der Product-Lifecycle-Management-(PLM)-Anbieter für die diskrete Fertigungsindustrie an. Beide Konzerne wurden im „Magic Quadrant 2026" als „Leader" eingestuft – die höchste Auszeichnung der Analysten.
Siemens Federal Cloud erhält Sicherheitszertifikat
Ein wichtiger Meilenstein gelang Siemens am heutigen Donnerstag: Die Siemens Federal Cloud, die auf der Plattform Teamcenter basiert, erhielt die FedRAMP-High-Zertifizierung. Diese US-Behördenzulassung erlaubt es Bundesbehörden, sensible Daten in der Cloud zu verarbeiten – ein entscheidender Wettbewerbsvorteil im hart umkämpften Markt für öffentliche Aufträge.
Teamcenter konnte zudem im aktuellen Gartner-Bericht punkten: Die Plattform erzielte die Bestnote im Bereich „Regulatory and Product Compliance" – ein klares Signal für Unternehmen, die unter strengen Auflagen produzieren.
PTC setzt auf generative KI
Der zweite Leader im Gartner-Ranking, PTC, feierte gleich doppelt. Die Plattform Windchill erreichte nicht nur den Spitzenplatz, sondern wurde auch für ihre Umsetzungsstärke ausgezeichnet. Die Cloud-Lösung Arena erhielt den Status „Visionary".
Doch PTC-CEO Neil Barua blickt bereits in die Zukunft: Seit gestern läuft Onshape Labs, ein Early-Access-Programm für generative KI-Tools in der Produktentwicklung. Zu den Neuerungen gehören Funktionen wie AI Quick Render und die Anbindung an NVIDIA Isaac Sim. Die ersten Werkzeuge sollen im Spätsommer 2026 verfügbar sein.
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Marktforscher prognostizieren KI-Boom
Die Branche steht vor einem grundlegenden Wandel. Gartner-Analysten rechnen damit, dass bis 2030 mehr als 60 Prozent der Hersteller PLM-Systeme für KI-gesteuerte Innovationen nutzen werden. Zum Vergleich: Derzeit sind es gerade einmal 20 Prozent.
„Das ist eine gewaltige Verschiebung", kommentiert ein Branchenkenner. „Wer jetzt nicht investiert, wird den Anschluss verlieren."
Weitere Entwicklungen am Markt
Auch andere Anbieter mischen kräftig mit: Der chinesische Textilhersteller Zhejiang Mizuda setzt künftig auf Centric PLM für ein digitales Forschungs- und Entwicklungssystem. Und die Integration von SAP PLM mit KI-Visionstechnologien verspricht neue Maßstäbe in der Fertigungsintelligenz.
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Tata Consultancy Services (TCS) wurde bereits zuvor im IDC-MarketScape-Bericht als Leader für strategische PLM-Beratungsdienste ausgezeichnet – mit Fokus auf den sogenannten „Digital Thread", der Daten über den gesamten Produktlebenszyklus vernetzt.
Die Botschaft ist eindeutig: Wer in der Fertigung von morgen bestehen will, kommt an intelligenten PLM-Systemen nicht vorbei.
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