Paketmanager, Rust

pnpm 12: Paketmanager wird bis zu 90% schneller mit Rust

Veröffentlicht am: 04.09.2026 um 00:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
AM 10.5 erleichtert Linux-Installationen, wĂ€hrend pnpm 12, Bottles und Proton Tempo sowie KompatibilitĂ€t fĂŒr Anwendungen und Spiele steigern.
Moderne Serverraum-Infrastruktur mit dunklen ServerschrÀnken und blauer Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Mit der Veröffentlichung der Version AM 10.5 am 3. September 2026 wurde das Anwendungsmanagement unter Linux um neue Funktionen zur Vereinfachung von Software-Installationen erweitert. Das Update fĂŒhrt ein neues Protokoll ein, das Installationen direkt aus dem Webbrowser heraus ermöglichen soll.

Parallel dazu zeigen aktuelle Entwicklungen bei Paketmanagern und KompatibilitĂ€tsschichten einen deutlichen Trend hin zu performanteren und breiter unterstĂŒtzten Software-Lösungen im Linux-Ökosystem.

Erweiterte FunktionalitĂ€t und Datenbank fĂŒr AM 10.5

Die neue Version AM 10.5, die unter der Leitung des Entwicklers Ivan Alessandro Sala steht, fĂŒhrt das sogenannte pla-install://-Protokoll ein. Diese Neuerung zielt darauf ab, Web-Installationen mit einem einzigen Klick zu realisieren.

Zeitgleich mit dem Release wurde die zugehörige Datenbank massiv ausgebaut und umfasst nun 3.439 Linux-Applikationen. Dies entspricht einer Steigerung von 37 Prozent seit Juni. Neben der Datenbank-Erweiterung wurde eine Funktion implementiert, die selektive Neuinstallationen von Programmen ermöglicht.

In einem verwandten Bereich der Software-Verwaltung markiert die Veröffentlichung von pnpm 12 am 3. September 2026 einen technischen Meilenstein. Durch eine vollstÀndige Neuentwicklung in der Programmiersprache Rust konnte die Installationsdauer in bestimmten Szenarien um bis zu 90 Prozent gesenkt werden.

In Tests reduzierte sich die Zeit fĂŒr eine saubere Installation einer dateiintensiven Umgebung von 8,2 auf 5 Sekunden, wĂ€hrend Warm-Installationen von 472 Millisekunden auf 15 Millisekunden beschleunigt wurden. Ein unabhĂ€ngiger Test mit dem Werkzeug Turborepo, das 21 Projekte und 1.670 Pakete umfasst, bestĂ€tigte eine mediane Reduktion der Installationszeit zwischen 64,4 Prozent und 90,5 Prozent.

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Fortschritte bei der KompatibilitÀt von Windows-Anwendungen

Am 2. September 2026 wurden zudem signifikante Updates fĂŒr KompatibilitĂ€tsschichten veröffentlicht, die den Betrieb von Windows-Software unter Linux verbessern. Das Tool Bottles 67.1 fĂŒhrt eine Funktion namens Adaptive Launch ein, die den Kaltstart um 3,38 Prozent beschleunigt und Speicherzugriffsfehler (Major Page Faults) drastisch reduziert.

Zudem wurde die UnterstĂŒtzung fĂŒr OpenXR integriert. FĂŒr Spiele-Anwendungen bietet Bottles nun einen automatischen Download der Steam Runtime 4 fĂŒr UMU-Titel sowie eine Netzwerk-Sandbox. Ein kurzzeitig aufgetretener Fehler in der Sandbox-Funktion wurde innerhalb eines Tages nach der Meldung behoben.

Gleichzeitig wurde eine erste Version des Grafikprogramms Paint.NET fĂŒr Linux verfĂŒgbar gemacht. Der Schöpfer Rick Brewster bezeichnete den Status der Software jedoch als hochgradig experimentell und wies darauf hin, dass die Performance deutlich schlechter ausfallen könne, als Anwender es erwarten wĂŒrden. Die Nutzung setzt Wine 11.14 oder neuer sowie spezifische Konfigurationen voraus.

Auch Valve treibt die Entwicklung voran und veröffentlichte den Release Candidate fĂŒr Proton 11.0-2. Dieser behebt Fehler in verschiedenen Software-Development-Kits und adressiert Speicherlecks sowie Performance-Probleme in Titeln wie Exanima. Parallel dazu integriert Proton GE 11-6 aktuelle Wine-Wayland-Updates und verbessert die UnterstĂŒtzung fĂŒr PS5-Controller.

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Strategische Migrationen und industrielle Integrationen

Abseits der Desktop-Anwendungen zeichnen sich großflĂ€chige Infrastruktur-Migrationen ab. Das Forschungszentrum CERN plant, bis Ende 2026 rund 2.200 Front-End-Computer und Industrie-Systeme auf Debian 13 umzustellen.

Grund hierfĂŒr ist das Support-Ende von CentOS 8 sowie neue Hardware-Anforderungen, die andernfalls 65 Prozent der vorhandenen GerĂ€te unbrauchbar machen wĂŒrden. Die Kosten fĂŒr ein alternatives Redesign werden auf 5,4 Millionen Schweizer Franken geschĂ€tzt, wobei die Erfolgsaussichten hierfĂŒr bei lediglich 20 Prozent lagen.

Im Unternehmenssektor schloss Citrix am 1. September 2026 die Übernahme von Numecent ab. Deren Cloudpaging-Technologie soll Windows-Anwendungen betriebssystemunabhĂ€ngig containerisieren und an Endpunkte streamen. Analysten gehen von einer KompatibilitĂ€tsrate von rund 90 Prozent fĂŒr typische Anwendungen aus, weisen jedoch auf Sicherheitsaspekte bei Massenverteilungen hin.

ZusĂ€tzlich kĂŒndigte der Hardware-Hersteller MOZA eine Partnerschaft mit FFB-Bridge an, um Force-Feedback-UnterstĂŒtzung fĂŒr LenkrĂ€der unter Linux und macOS zu ermöglichen. Dies umfasst zunĂ€chst die Modelle AB6, AB9 und AY210 und unterstĂŒtzt Simulationen wie den Microsoft Flight Simulator ĂŒber die Proton-Umgebung.

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de | wissenschaft | 70052019 |