Polizei Köln und Leverkusen: Leichte Straftaten jetzt per Videochat anzeigen
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 20:25 Uhr | Redaktion boerse-global.deBürgerinnen und Bürger in Köln und Leverkusen können Strafanzeigen bei Delikten der leichten Kriminalität ab sofort direkt von zu Hause aus per Videochat erstatten. Das neue digitale Angebot der Polizei Köln und Leverkusen umfasst unter anderem Fälle von Diebstahl – etwa bei entwendeten Wertgegenständen oder Smartphones –, leichten Betrug, Sachbeschädigung sowie Beleidigung. Der Dienst steht montags bis freitags jeweils von 8 bis 20 Uhr zur Verfügung, an Feiertagen wird der Service hingegen nicht angeboten.
Voraussetzungen für die digitale Anzeigenerstattung
Um den Online-Service in Anspruch nehmen zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Zentral ist, dass für den gemeldeten Sachverhalt keine physischen Beweismittel gesichert oder übergeben werden müssen. Zudem muss sich die Tat im Zuständigkeitsbereich in Köln oder Leverkusen ereignet haben; handelt es sich um Internetdelikte, ist alternativ der Wohnsitz in einer der beiden Städte maßgeblich.
Beteiligte benötigen für das Gespräch ein Endgerät mit funktionierender Kamera und Mikrofon sowie eine stabile Internetverbindung. Während des Kontakts müssen sich Anzeigenerstattende mit einem gültigen Lichtbildausweis identifizieren und die geltenden Datenschutzbestimmungen akzeptieren. Da das System derzeit ausschließlich auf Deutsch bereitgestellt wird, sind entsprechende Sprachkenntnisse für die Verständigung erforderlich.
Wer einen Diebstahl, leichten Betrug, eine Sachbeschädigung oder Beleidigung melden will, muss dafür nicht mehr zur Wache fahren – in Köln und Leverkusen geht das werktags von 8 bis 20 Uhr per Videochat. Unser kostenloser Leitfaden führt Sie in drei Schritten durch die Anzeigenerstattung und zeigt, welche Unterlagen Sie vor dem Gespräch bereitlegen sollten. Kostenlosen Leitfaden jetzt anfordern
Ablauf im virtuellen Warteraum und Erprobungsphase
Der technische Ablauf sieht vor, dass Nutzerinnen und Nutzer nach dem Aufruf des Angebots zunächst in einen virtuellen Warteraum geleitet werden. Sobald Kapazitäten frei sind, erfolgt die Weiterleitung in einen separaten Videochat mit den zuständigen Beamtinnen und Beamten, in dem die Anzeige aufgenommen wird. Erreichbar ist das Portal über die Internetadresse koeln.polizei.nrw/anzeige-per-video.
Viele zögern mit der Anzeige, weil unklar ist, was im Videochat überhaupt gefragt wird und welche Fälle dort aufgenommen werden können. Die Übersicht im kostenlosen Leitfaden sortiert die online anzeigbaren Delikte, nennt die nötigen Angaben zur Tat und erklärt, wann Sie besser direkt die 110 wählen. Übersicht jetzt kostenlos abrufen
Die Polizei Köln und Leverkusen führt das Projekt zunächst im Rahmen einer Erprobungsphase durch. Bürgerinnen und Bürger haben dabei die Möglichkeit, Feedback zu ihren Erfahrungen mit dem System abzugeben, um Abläufe gegebenenfalls nachzujustieren.
Die Behörde stellt klar, dass sich das digitale Angebot ausdrücklich auf leichtere Delikte beschränkt. Für Notfälle, akute Gefahrenlagen sowie schwere Straftaten bleibt weiterhin ausnahmslos die Notrufnummer 110 die maßgebliche Anlaufstelle.
Mehr zum Thema bei RP Online: „Leverkusen: Polizei bietet Anzeigen per Videochat an“
