PowerPoint und OpenAI: KI erstellt und überarbeitet Folien direkt in der App
Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 01:54 Uhr | Redaktion boerse-global.deAktuelle Branchenanalysen heben das Aufkommen von Werkzeugen hervor, die durch künstliche Intelligenz gesteuert werden und die Erstellung von Präsentationen grundlegend verändern. Dabei gewinnt ein zielgerichtetes Design zunehmend an Bedeutung, um die Einbindung des Publikums spürbar zu verbessern.
Von großen Technologiekonzernen bis hin zu spezialisierten Softwareanbietern erweitern Entwickler bestehende Plattformen um automatisierte Entwurfs-, Gestaltungs- und Analysefunktionen.
Integrationen direkt in etablierten Produktivitätsanwendungen
Im Segment der weitverbreiteten Bürosoftware treiben mehrere Anbieter die direkte Einbettung von Assistenzsystemen voran. OpenAI stellt eine Integration bereit, die als Seitenleiste in Microsoft PowerPoint fungiert. Diese Funktion ermöglicht es, Präsentationen mit einer editierbaren Folienstruktur zu erstellen, zu bearbeiten, inhaltlich zu erfassen und zu überarbeiten.
Die Bereitstellung erfolgt über den Microsoft Marketplace oder über eine administrative Verteilung mittels Manifest-XML. Das Angebot steht global für verschiedene Kontotypen wie Free, Go, Plus, Pro, Business, Enterprise sowie Bildungstarife wie ChatGPT Edu und K-12 zur Verfügung. Während bei Free und Go der Zugriff begrenzt ist, unterliegen andere Stufen bestimmten Nutzungsgrenzen.
Die Abrechnung erfolgt token-basiert, wobei institutionelle Arbeitsbereiche auf ein gemeinsames Guthaben zurückgreifen. Gleichzeitig bestehen Beschränkungen bei der Vorlagentreue sowie bei komplexen Formatierungen, Formen und Diagrammen; zudem kann der Marktplatzbetreiber Microsoft als Plattformanbieter auf Folieninhalte zugreifen.
Microsoft selbst erweitert PowerPoint 365 um Funktionen für das gemeinsame Arbeiten in Echtzeit inklusive Änderungsverfolgung. Das System passt Vorlagen, Layouts und Animationen automatisiert an Inhalte und Designs an.
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Eine integrierte Analysefunktion liefert Daten zur Verweildauer auf einzelnen Folien, zu Klickraten und Rückmeldungen. Ergänzt wird die Software durch die Einbindung von 3D-Modellen aus Programmen wie SketchUp oder Fusion 360, VR-Schnittstellen zu Microsoft HoloLens sowie Verbindungen zu Excel, Word und OneNote.
Google nutzt Natural Language Processing, um nach Eingabe eines Themas oder relevanter Schlagwörter automatische Entwurfstexte zu generieren. Google Bard und Google Document AI unterstützen bei Korrekturen und Inhaltsanpassungen, während Erweiterungen für Google Slides visuelle Elemente wie Grafiken und Infografiken vorschlagen.
Ergänzende Systeme berechnen Empfehlungen für den Ablauf, die logische Struktur und das zeitliche Timing von Vorträgen. Zudem bietet Slides Go als mobile, vereinfachte Variante von Google Slides Vorlagen, die durch maschinelles Lernen Gestaltungselemente vorschlagen, und ermöglicht den Export in Formate wie PDF oder PowerPoint.
Neben der Automatisierung helfen auch klassische Design-Elemente wie 3D-Infografiken und Lichteffekte dabei, die Aufmerksamkeit des Publikums gezielt zu steuern. Sichern Sie sich professionelle Unterstützung für Ihre nächsten Projekte und sparen Sie wertvolle Zeit bei der Foliengestaltung. Kostenlose PowerPoint-Vorlagen und Praxistipps sichern
Spezialisierte Plattformen für Agenten, Datenanalyse und Immersion
Neben klassischen Foliensets konzentrieren sich spezialisierte Anbieter auf Entwicklerschnittstellen und immersive Formate. Presentations.AI stellt seinen Präsentationsagenten Entwicklern sowie weiteren KI-Agenten über eine Programmierschnittstelle und einen MCP-Server zur Verfügung.
Das Unternehmen Fyppt setzt auf interaktive AR- und VR-Präsentationen für Bereiche wie Bildung, Marketing, Technologie und Immobilien. Berichten zufolge verweisen Fachpublikationen auf eine gesteigerte Beteiligung und bessere Wissensspeicherung im Unterricht.
So hob Dr. Brown, Biologie-Professor an der Harvard-Universität, eine verbesserte Veranschaulichung von Daten und ein schnelleres Erfassen komplexer Zusammenhänge hervor. In der Immobilienbranche wird die Technologie für virtuelle Besichtigungen von Neubauten eingesetzt; perspektivisch sind automatisierte Inhaltsanalysen sowie Blockchain-Strukturen für den sicheren Austausch von Daten geplant.
Im vertrieblichen Umfeld setzt Rilla Intelligence auf automatisierte Auswertungen: Das System Rick analysiert Verkaufsgespräche in Umfängen von 10.000 oder 100.000 Unterhaltungen gegenüber vormals 500 und generiert daraus markenangepasste Präsentationen, Dashboards und Diagramme.
Mehr als 2.000 Vertriebsteams nutzen den Dienst, bei dem bereits über 13 Millionen Gespräche verarbeitet wurden. Bei einem Kunden sanken die jährlichen Kosten für die Auswertung von 60.000 monatlichen Gesprächen von 360.000 US-Dollar auf 30.000 US-Dollar.
