Probewohnen, Guben

Probewohnen Guben: 120 Bewerbungen für 20 Testplätze ab August

Veröffentlicht am: 25.07.2026 um 19:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Deutsche Kommunen setzen auf innovative Konzepte wie Wohnungstausch, Probewohnen und barrierefreie Gemeinschaftsprojekte, um den Wohnungsmarkt zu entlasten.

Wohnraum clever nutzen: Tauschbörsen, Probewohnen und barrierefreie Projekte
Heller, moderner Innenraum einer Wohnung mit minimalistischer Einrichtung und natürlichem Lichteinfall. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

München, Guben und Westerstede zeigen, wie Wohnraum effizienter genutzt werden kann. Statt nur zu bauen, setzen Kommunen auf Tausch, Probe-Wohnen und barrierefreie Gemeinschaftsprojekte.

Wohnungstausch per Klick: Münchner Modell wird ausgeweitet

Die städtische Wohnungsbaugesellschaft Münchner Wohnen GmbH hat ihre digitale Tauschbörse erweitert. Mieter können ihre geförderten Wohnungen jetzt nicht mehr nur untereinander tauschen – auch der Wechsel in eine freifinanzierte Wohnung ist möglich.

Voraussetzung: ein gültiger Registrierbescheid. Das Amt für Wohnen und Migration prüft die Rechtmäßigkeit. Eine Upload-Funktion für Unterlagen soll den Papierkram reduzieren.

Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) betont: „Wir müssen vorhandenen Wohnraum klug nutzen.“ Ziel sei, dass die Wohnungsgrößen besser zum tatsächlichen Bedarf passen.

Probewohnen in Guben: 120 Bewerbungen auf 20 Plätze

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Das Projekt „Probewohnen“ in der brandenburgischen Stadt Guben startet eine neue Runde. Ab August ziehen 43 Menschen für mehrere Wochen in die Stadt – um unverbindlich zu testen, ob das Leben dort zu ihnen passt.

Die Nachfrage ist enorm: Auf 20 verfügbare Plätze kamen über 120 Bewerbungen.

Ein besonderer Clou: Paten aus der lokalen Bevölkerung betreuen die Probewohner. Das senkt die Hürden für einen späteren dauerhaften Umzug und fördert die Integration.

Barrierefrei wohnen in Westerstede: Gemeinschaft gegen Einsamkeit

Die Initiative „Wohngemeinschaft Rotbuche“ plant in Westerstede ein barrierefreies Projekt auf einem kirchlichen Erbpachtgrundstück. Zwölf Wohneinheiten mit 50 bis 60 Quadratmetern sind vorgesehen – plus Gemeinschaftsräume.

Die Nettokaltmiete: sieben bis acht Euro pro Quadratmeter. Mitte August gibt es eine Informationsveranstaltung für Interessierte.

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Parallel dazu hilft ein neues Portal im Ortenaukreis bei der Orientierung. Rund 50 Einträge zeigen barrierefreie Angebote in Gastronomie, Kultur und Freizeit. Projektleiter Thibaud Bry spricht von „pragmatischer Barrierefreiheit“ – eine Orientierungshilfe für Bürger und Unternehmen.

Die Botschaft dieser Projekte ist klar: Wohnraumpolitik muss nicht immer Neubau bedeuten. Digitale Plattformen, soziale Begleitung und der gezielte Umbau des Bestands können den Druck auf dem Wohnungsmarkt spürbar reduzieren.

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