ProHand, Roboterhand

ProHand 1.0: Roboterhand mit 22 Freiheitsgraden startet Auslieferung

01.07.2026 - 01:31:12 | boerse-global.de

Robotik-Startup Proception erhÀlt nach Beilegung des Tesla-Rechtsstreits 11 Millionen Euro und liefert erste RoboterhÀnde aus.

Proception: 11 Mio. Euro Seed-Finanzierung nach Tesla-Vergleich
ProHand - Nahaufnahme einer fortschrittlichen Roboterhand mit detaillierten Gelenken und Sensoren, die in einem Hightech-Labor vorsichtig einen kleinen Gegenstand hĂ€lt. 01.07.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Das US-Startup Proception hat eine Seed-Finanzierung in Höhe von 11 Millionen Euro abgeschlossen – zeitgleich mit der Beilegung eines Rechtsstreits mit Tesla um GeschĂ€ftsgeheimnisse. Das Unternehmen aus Mountain View hat bereits die ersten Exemplare seiner hochentwickelten RoboterhĂ€nde an Forschungseinrichtungen und Industriepartner ausgeliefert.

Der Rechtsstreit endete im Juni 2026 mit einem Vergleich. Tesla hatte Proception-GrĂŒnder Jay Li verklagt, der zuvor als leitender Ingenieur am Tesla-Optimus-Projekt arbeitete, bevor er im September 2024 sein eigenes Unternehmen grĂŒndete. Mit der Einigung und der Fallabwicklung konnte das Startup nun Kapital fĂŒr die Produktion seiner Manipulations-Hardware einsammeln.

Investoren setzen auf die „letzte Meile" der Robotik

Die Finanzierungsrunde wird von First Round Capital angefĂŒhrt, mit Beteiligung von BoxGroup und Y Combinator. Bill Trenchard von First Round Capital bezeichnet die geschickte Manipulation als die letzte große HĂŒrde fĂŒr den effektiven Einsatz humanoider Roboter – quasi die „letzte Meile".

Proception beschĂ€ftigt derzeit 20 Mitarbeiter. Das frische Kapital soll in die Personalaufstockung und den Ausbau der ProduktionskapazitĂ€ten fließen. GrĂŒnder Jay Li strebt an, zum fĂŒhrenden Zulieferer fĂŒr RoboterhĂ€nde in der gesamten Branche zu werden – und schließt nicht aus, dass Tesla selbst einmal Kunde werden könnte.

ProHand 1.0 und ProGlove: Hardware fĂŒr die nĂ€chste Generation

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Am 29. und 30. Juni 2026 begann das Unternehmen mit der Auslieferung seiner ersten Produktserie. Das Flaggschiff: der ProHand 1.0, eine sehnenbetriebene Roboterhand mit 22 Freiheitsgraden. Die Hand ist mit hautfĂ€hnlichen Sensoren ausgestattet, die das TastgefĂŒhl und die PrĂ€zision verbessern sollen.

„Die Herausforderungen der geschickten Bewegung erfordern einen zweigleisigen Ansatz", betont Li. „Fortschrittliche Hardware allein reicht nicht – wir brauchen skalierbare Trainingsdaten."

Genau hier setzt der ProGlove an: Ein sensorbestĂŒckter Handschuh, der menschliche Bewegungsdaten direkt erfasst – ohne dass ein Roboter im Loop ist. Das System umgeht so die typischen EngpĂ€sse der Teleoperations-Datensammlung.

Markt fĂŒr geschickte Manipulation: Branche im Aufbruch

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Die MarkteinfĂŒhrung erfolgt in einer Phase rasanter Entwicklungen im Bereich humanoider Robotik. Branchenexperten wie der Forscher Chris Paxton prognostizieren, dass leistungsfĂ€hige RoboterhĂ€nde innerhalb der nĂ€chsten ein bis zwei Jahre marktreif sein könnten.

Proceptions Strategie, Hardware und Datenerfassungstools fĂŒr Drittanbieter bereitzustellen, deutet auf einen Wandel hin zu modularen Komponenten im Robotik-Ökosystem hin. Das Startup liefert sozusagen die physische Infrastruktur, die KI-Modelle brauchen, um komplexe Aufgaben zu erlernen – Aufgaben, die menschliche Handkoordination erfordern.

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