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Project Agorá: Zahlungsplattform startet Testphase mit echten Werten

29.05.2026 - 12:10:44 | boerse-global.de

Die BIZ startet mit Project Agorá die Testphase für grenzüberschreitende Zahlungen. Parallel boomen tokenisierte Vermögenswerte und Open-Source-KI-Netzwerke.

Project Agorá: Zahlungsplattform startet Testphase mit echten Werten - Foto: über boerse-global.de
Project Agorá: Zahlungsplattform startet Testphase mit echten Werten - Foto: über boerse-global.de

Internationale Bankenaufsicht und Open-Source-Initiativen treiben die Digitalisierung von Zahlungssystemen und KI-Netzwerken voran. Gleichzeitig boomen tokenisierte Vermögenswerte – ein Trend, der auch für deutsche Finanzinstitute immer relevanter wird.

Project Agorá geht in die Testphase mit echten Werten

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) und das Institute of International Finance (IIF) haben am 27. Mai den Prototypen von Project Agorá vorgestellt. Die gemeinsame Plattform soll grenzüberschreitende Zahlungen im Großhandel revolutionieren, indem sie tokenisierte Zentralbankreserven und kommercielle Bankeinlagen auf einem einzigen, einheitlichen Ledger zusammenführt.

Bereits zwei Tage später, am 29. Mai, gab das Konsortium bekannt, dass das Projekt von der Prototypenphase in die Testphase mit echten Werten übergeht. Acht Zentralbanken sind beteiligt – darunter die Federal Reserve Bank of New York, die Bank of England, die Bank of Japan und die Bank of Canada. Hinzu kommen mehr als 40 private Finanzinstitute wie JPMorgan, HSBC und UBS.

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Der Prototyp zeigt: Atomare Abwicklungen sind in Sekundenbruchteilen möglich – ein gewaltiger Fortschritt gegenüber traditionellen Korrespondenzbankensystemen. Die Plattform ist für den 24/7-Betrieb ausgelegt und nutzt Smart Contracts, um Compliance-Aufgaben wie Geldwäscheprüfungen und Sanktionsscreenings zu automatisieren. Die technische Machbarkeit gilt als bestätigt. Offene Fragen gibt es noch bei den langfristigen Liquiditätsmechanismen und der Governance-Struktur.

DNS-AID: Open-Source-Framework für KI-Agenten

Ebenfalls am 27. Mai stellte die Linux Foundation das Projekt DNS-AID vor – eine Open-Source-Initiative zur dezentralen Erkennung von KI-Agenten. Ursprünglich von Infoblox entwickelt, bietet das Projekt einen herstellerneutralen Rahmen, um autonome KI-Agenten über das Domain Name System (DNS) zu identifizieren und mit ihnen zu kommunizieren.

Unterstützt wird das Vorhaben von einem Konsortium, dem unter anderem Cloudflare, Equinix, GoDaddy und Indeed angehören. Eine Referenzimplementierung mit einem Python-SDK und einem Model Context Protocol (MCP)-Server ist bereits auf GitHub verfügbar. Das Ziel: eine standardisierte Umgebung für KI-Agenten, die ohne zentrale Verzeichnisse auskommt.

Tokenisierte Vermögenswerte: Gold, Liquidität und KI-Handel

Die Nachfrage nach tokenisierten Realwerten steigt rasant. Am 29. Mai kündigte VITAKING TECH LTD. den Ausbau seiner Global RWA Alliance an. Neue Partnerschaften mit Bergbau- und Finanzunternehmen in den USA, Indonesien und Afrika sollen die Tokenisierung von Goldminenreserven vorantreiben. Für grenzüberschreitende Abwicklungen arbeitet das Unternehmen mit Zahlungsdienstleistern wie Visa Crypto und Stripe zusammen.

Nur zwei Tage zuvor, am 27. Mai, launchten Streamex Corp. und Orca eine rund um die Uhr verfügbare, dezentrale Sekundärliquiditätsinfrastruktur für tokenisierte Wertpapiere auf der Solana-Blockchain. Ihr erstes Asset: ein goldgedeckter Token namens GLDY, der durch On-Chain-Compliance sicherstellt, dass nur akkreditierte Investoren teilnehmen können.

Auch die Investitionslaune bleibt ungebrochen: Animoca Brands investierte am 28. Mai eine Million Euro in Superior.Trade. Das Geld fließt in die Infrastruktur für agentisches Trading – KI-Agenten sollen eigenständig Strategien auf dezentralen Börsen ausführen können, ohne direkten Zugriff auf Nutzergelder zu erhalten.

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Dezentrale soziale Netzwerke und neue Blockchain-Architekturen

Am 27. Mai gaben Delphi AI und MarsCat eine Partnerschaft bekannt. Gemeinsam entwickeln sie ein Web3-Social-Ökosystem auf Basis einer Peer-to-Peer-Chat-Engine mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Entwickler sollen damit dezentrale Anwendungen mit integrierten KI-Tools in einer Zero-Trust-Umgebung bauen können.

Parallel dazu meldete das Pi Network am 29. Mai, dass es die letzte Phase seines Dezentralisierungsprozesses erreicht hat. Dazu gehören ein Open-Source-Audit und die Migration verifizierter Nutzer in eine Mainnet-Umgebung. Die vollständige Implementierung und Interoperabilität mit anderen Blockchains soll bis ins zweite Halbjahr 2026 und ins Frühjahr 2027 dauern.

Und auch im Ethereum-Ökosystem tut sich etwas: Am 27. Mai wurde Multi-Party Block Construction (MPBC) vorgestellt. Der Mechanismus, der aus technischen Workshops im Frühjahr hervorging, erlaubt mehreren Buildern, zu einem einzigen Block beizutragen. Das schließt strukturelle Lücken in der aktuellen Transaktionspipeline – ein wichtiger Schritt für die Skalierbarkeit des Netzwerks.

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