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Project Perception: Microsoft stellt KI-Sicherheitssystem ab August vor

Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 06:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft stellt mit Project Perception ein KI-System vor, das Schwachstellen in Echtzeit erkennt und behebt. Die Lösung soll ab August 2026 verfügbar sein.

Microsoft Project Perception: KI-Agenten schließen Sicherheitslücken automatisch
Glühende holografische Datenströme in einem modernen Serverraum, die eine fortschrittliche KI-Cybersicherheitsarchitektur darstellen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Softwarekonzern Microsoft hat ein neuartiges Sicherheitssystem vorgestellt, das Schwachstellen eigenständig erkennt und behebt. „Project Perception“ basiert auf einer Multi-Modell-KI-Architektur und soll ab dem 3. August 2026 über die Azure AI Foundry in die öffentliche Vorschauphase gehen.

Das System wurde am 27. Juli in San Francisco präsentiert – und kommt zu einem Zeitpunkt, an dem KI-gestützte Angriffe rasant zunehmen. Microsoft verspricht eine automatisierte Abwehr in Echtzeit, die menschliche Sicherheitsteams entlasten soll.

Drei KI-Agenten im Zusammenspiel

Das Herzstück von Project Perception ist ein sogenanntes agentisches Framework. Es besteht aus drei spezialisierten KI-Kategorien: rote, blaue und grüne Agenten. Sie simulieren Angriffe, untersuchen Bedrohungen und beseitigen Schwachstellen – und das vollautomatisiert.

Die Architektur ist mehrschichtig aufgebaut: Signale, Sicherheitskontext, Modelle, Orchestratoren, Agenten und Aktuatoren greifen ineinander. Ermöglicht wird dies durch das eigens entwickelte Modell MAI-Cyber-1-Flash, das Microsoft am 28. Juli vorstellte. Es basiert auf der MAI-Thinking-1-Architektur und ist in die sogenannte Multi-Domain Automated Security Harness (MDASH) integriert.

Für 90 bis 95 Prozent aller Routineaufgaben kommt das Flash-Modell zum Einsatz. Stößt es auf komplexere Bedrohungen, übergibt es automatisch an das leistungsstärkere GPT-5.4-Modell.

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Benchmark-Sieg und Kostenvorteil

Die Kombination beider Modelle erzielte im CyberGym-Benchmark beeindruckende 96 Prozent. Zum Vergleich: Anthropics „Mythos“ erreichte nur rund 83 Prozent. Auch spezialisierte Sicherheitsvarianten von Googles Gemini und OpenAIs GPT-5-Serie lagen deutlich zurück.

Doch nicht nur die Leistung überzeugt: Microsoft verspricht eine Kostenreduktion um 50 Prozent im Vergleich zu früheren Konfigurationen. Der Grund: Die günstigeren Flash-Modelle erledigen den Großteil der Arbeit.

Forschungslabor und Partner-Netzwerk

Um die Entwicklung voranzutreiben, hat Microsoft das FORGE-Lab gegründet. Es wird von Taesoo Kim geleitet, einem früheren Gewinner des DARPA AIxCC-Wettbewerbs. Zudem entsteht die External Red Team Alliance (EXTRA). Microsoft stattet 18 universitäre Forschungslabore mit Ressourcen aus, um die defensive KI-Forschung zu stärken.

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Das System wird in bestehende Sicherheitslösungen wie Microsoft Defender und Sentinel integriert. Die Abrechnung erfolgt verbrauchsbasiert über eine neue Einheit: Microsoft Security Compute Units. General Manager Scott Woodgate sieht darin neue Margen-Chancen für Partner. Eine spezielle Agentic-Security-Zertifizierung für das Partnernetzwerk ist bereits in Planung.

Executive Vice President Hayete Gallot spricht von einem fundamentalen Wandel in der Cybersicherheit: Die Abwehr müsse künftig mit Maschinengeschwindigkeit erfolgen – angesichts von täglich über 100 Billionen Sicherheitssignalen sei dies die einzige Möglichkeit, Schritt zu halten.

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