Prometheus: Bezos-Startup erreicht 41 Milliarden Euro Bewertung
29.06.2026 - 21:26:38 | boerse-global.de
Eine zweite Finanzierungsrunde spülte zwölf Milliarden Euro in die Kassen des Startups.
Milliarden für den „universellen KI-Ingenieur“
Die zwölf Milliarden Euro frische Kapital folgen auf eine erste Runde von rund 6,2 Milliarden Euro Ende 2025. Zu den Investoren zählen Schwergewichte wie JPMorgan, Goldman Sachs, BlackRock, DST Global und Arch Venture Partners – plus eine persönliche Beteiligung von Bezos selbst.
Das Geld soll vor allem in Rechenleistung fließen. Prometheus arbeitet an einem System, das die Firma als „Artificial General Engineer“ (AGE) bezeichnet – einen universellen KI-Ingenieur. Ziel ist es, die Entwicklung und Produktion komplexer physischer Objekte wie medizinischer Geräte oder Flugzeugtriebwerke zu automatisieren und drastisch zu beschleunigen. Die Führung spricht von einer Verzehnfachung der Geschwindigkeit vom Design bis zur Produktion. Marktforscher von PWC taxieren den Markt für physische KI auf umgerechnet rund 500 Milliarden Euro.
Top-Personal von OpenAI bis Tesla
Gegründet im November 2025, wird Prometheus von Bezos und Vikram Bajaj geführt, einem ehemaligen Google-X-Manager. Rund 150 Mitarbeiter arbeiten in Büros in London, Zürich und San Francisco.
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Die Belegschaft liest sich wie ein Who-is-Who der KI-Szene: Abgeworben wurde Personal von OpenAI, DeepMind, xAI, Tesla, Microsoft, Meta, Anthropic und Nvidia. Zudem übernahm das Startup die Firma General Agents, um die eigenen Fähigkeiten weiter zu stärken.
Fokus auf Ingenieursarbeit, nicht auf Roboter
Während viele KI-Firmen auf „Verkörperung“ setzen – also die physische Bewegung von Robotern – konzentriert sich Prometheus auf „Engineering Automation“. Die KI soll die komplexen Berechnungen und Konstruktionsarbeiten übernehmen, die für den Bau realer Produkte nötig sind.
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Allerdings: Ein öffentliches Produkt hat Prometheus noch nicht vorgestellt. Kritiker sehen eine Diskrepanz zwischen der 41-Milliarden-Bewertung und dem fehlenden marktreifen Angebot. Befürworter argumentieren, das Startup bereite einen grundlegenden Wandel vor – ähnlich der Transformation, die Software in den letzten Jahrzehnten durchlaufen hat.
Die Übernahme des Robotik-Unternehmens Mentee Robotics durch Mobileye für 900 Millionen Euro unterstreicht derweil das enorme Investoreninteresse an der Schnittstelle von autonomen Systemen und physischer Aufgabenautomatisierung.
