Prostatakrebs: 68,9 Prozent der MĂ€nner kennen keinen einzigen Risikofaktor
Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 18:39 Uhr | Redaktion boerse-global.deErgebnisse einer Erhebung der HEAL-Foundation verdeutlichen erhebliche WissenslĂŒcken bei der FrĂŒherkennung von Prostatakrebs. An der Befragung nahmen 1.036 MĂ€nner ab 45 Jahren in den Regionen Delhi-NCR, Tamil Nadu, Karnataka, Telangana und Maharashtra teil. Die Erhebung zeigt, dass sechs von zehn indischen MĂ€nnern ihren eigenen Screening-Status nicht kennen.
Fehlendes Bewusstsein fĂŒr Risikofaktoren und Vorsorgealter
Die Umfragedaten offenbaren deutliche Informationsdefizite bezĂŒglich der Entstehung und Erkennung der Erkrankung. Insgesamt 68,9 Prozent der befragten MĂ€nner konnten keinen einzigen Risikofaktor fĂŒr Prostatakrebs nennen.
Lediglich 13,2 Prozent wussten um die Bedeutung einer familiĂ€ren Vorbelastung als relevanter Risikofaktor. Auch Medienberichte von Lokmat heben hervor, dass MĂ€nner in dieser Altersgruppe ĂŒber das vollendete 45. Lebensjahr hinaus unzureichend ĂŒber Vorsorge und Screening aufgeklĂ€rt sind.
Zudem existieren FehleinschĂ€tzungen bezĂŒglich des empfohlenen Zeitpunkts fĂŒr erste Untersuchungen. Rund 75 Prozent der Umfrageteilnehmer vertraten die Ansicht, dass Screening-MaĂnahmen erst ab einem Alter von 50 Jahren beginnen sollten.
Geringe Inanspruchnahme und Unkenntnis ĂŒber Testverfahren
Die Unsicherheit schlĂ€gt sich unmittelbar in der Inanspruchnahme von FrĂŒherkennungsangeboten nieder. Laut der Untersuchung kannten 60,8 Prozent der Befragten ihren persönlichen Screening-Status nicht, wĂ€hrend lediglich etwa einer von sechs MĂ€nnern jemals tatsĂ€chlich untersucht worden war.
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Nach weiteren Veröffentlichungen waren 84 Prozent der Befragten entweder nicht gescreent, unsicher ĂŒber ihren Status oder hielten eine entsprechende Untersuchung grundsĂ€tzlich fĂŒr unnötig.
Auch spezifische Diagnosemethoden sind vielen Betroffenen unbekannt. Nur 31 Prozent der MÀnner hatten bereits vom PSA-Test gehört. Entsprechend gering fiel die Eigeninitiative aus: Lediglich 14 Prozent der Befragten fragten diese Untersuchung gezielt bei medizinischem Fachpersonal an.
KommunikationshĂŒrden und die Rolle des Umfelds
Obwohl medizinisches Personal prinzipiell ein hohes Ansehen genieĂt, bestehen erhebliche HĂŒrden im PatientengesprĂ€ch. Zwar gaben 67 Prozent der Befragten an, Ărzten in Gesundheitsfragen am meisten zu vertrauen, doch fĂŒhlten sich 59,5 Prozent unwohl dabei, das Thema Screening direkt anzusprechen.
Nur 18 Prozent gaben an, ein solches GesprÀch von sich aus proaktiv zu beginnen. Zudem beabsichtigten 44 Prozent, vor einer Entscheidung eine Àrztliche Zweitmeinung einzuholen.
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DarĂŒber hinaus fehlten hĂ€ufig das Wissen ĂŒber fachĂ€rztliche ZustĂ€ndigkeiten: Lediglich 36 Prozent der MĂ€nner identifizierten die Fachdisziplin der Urologie als die zustĂ€ndige medizinische Anlaufstelle fĂŒr Prostatabeschwerden und Vorsorge.
Bei der Informationsbeschaffung spielen digitale KanĂ€le und das persönliche Umfeld eine zentrale Rolle. So nutzten 84 Prozent der Studienteilnehmer das Internet, um nach gesundheitsbezogenen Informationen zu suchen. FĂŒr das tatsĂ€chliche Zustandekommen eines Ă€rztlichen GesprĂ€chs erwies sich jedoch vor allem das soziale Netz als entscheidend: 48 Prozent nannten Familienmitglieder oder Freunde als konkreten AnstoĂ fĂŒr den ersten Arztbesuch.
