Prostatavergrößerung, Wirkstoffkombination

Prostatavergrößerung: Wirkstoffkombination reduziert Operationen

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 20:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Wirkstoffkombinationen aus Alphablockern und 5-alpha-Reduktase-Hemmern gewinnen bei Prostatavergrößerung an Bedeutung. Der globale Markt für urologische Medikamente wächst bis 2035 auf über acht Milliarden US-Dollar.

BPH-Therapie: Kombipräparate und Milliardenmarkt im Fokus
Medizinische Utensilien und Medikamentenpackungen in einer urologischen Praxis. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die gutartige Prostatavergrößerung betrifft immer mehr Männer – und die Medizin setzt zunehmend auf Wirkstoffkombinationen.

Weniger Operationen durch kluge Kombination

In der medikamentösen Therapie der BPH haben sich Alphablocker und 5-alpha-Reduktase-Hemmer etabliert. Aktuelle Präparate kombinieren beide Wirkstoffe: Tamsulosinhydrochlorid (0,4 mg) lindert Entleerungsbeschwerden, Dutasterid (0,5 mg) senkt das Risiko für akuten Harnverhalt und chirurgische Eingriffe.

Anbieter wie Zentiva Pharma oder Dr. Pfleger Arzneimittel liefern die Kombination als Hartkapseln – einmal täglich nach einer Mahlzeit. Die Präparate sind verschreibungspflichtig. Preisanalysen vom Juli 2026 zeigen: Eine Packung mit 90 Stück kostet rund 29,05 Euro, also etwa 0,32 Euro pro Kapsel.

Milliardenmarkt mit klarem Trend

Der globale Markt für urologische Medikamente wächst stetig. Für 2025 taxierten Analysten das Volumen auf rund 5,95 Milliarden US-Dollar. Bis 2035 soll der Wert auf 8,2 Milliarden US-Dollar steigen – das entspricht einem jährlichen Wachstum von 3,3 Prozent.

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Die Treiber: eine alternde Bevölkerung und die zunehmende Häufigkeit von Harnwegserkrankungen. Nordamerika bleibt führend, doch der asiatisch-pazifische Raum holt am schnellsten auf. Bessere Zugänge zu spezialisierten Medikamenten eröffnen dort neue Versorgungsmöglichkeiten.

Digitale Helfer im Behandlungsalltag

Im Frühjahr 2026 diskutierten Fachleute auf dem „Educational Urological Symposium“ in Mariánské Lázn? aktuelle Therapiestandards. Themen waren unter anderem Harnröhrenrekonstruktionen, Nierenzellkarzinome und erektile Dysfunktion.

Parallel dazu treibt die Digitalisierung die Versorgung voran. Seit Mitte Juli 2026 pilotieren Teile Nordrhein-Westfalens und Hamburgs den elektronischen Medikationsplan (eMP) in der elektronischen Patientenakte (ePA). Patienten mit mindestens drei verordneten Medikamenten haben Anspruch auf diese strukturierte Übersicht inklusive Allergiehinweisen. Erste Erhebungen zeigen: Eine deutliche Mehrheit der Versicherten bewertet den eMP positiv.

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Auch die Abrechnung passt sich an. Der Bewertungsausschuss verabschiedete im Frühjahr und Sommer 2026 mehrere EBM-Änderungen – darunter neue Gebührenordnungspositionen für digitale Gesundheitsanwendungen und die Vergütung beidseitiger chirurgischer Eingriffe. Die ökonomischen Rahmenbedingungen für urologische Praxen werden damit klarer.

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