Proton, Sheets

Proton Sheets startet: Datenschutz-Alternative zu Google Sheets

27.06.2026 - 21:42:27 | boerse-global.de

WPS Office lockt mit modernem Design und KI, LibreOffice setzt auf Datenschutz und völlige Kostenfreiheit. Ein Vergleich zeigt die Unterschiede.

WPS Office vs. LibreOffice: Der große Bürosoftware-Vergleich
Proton - Geteiltes Bild mit zwei verschiedenen Computermonitoren: einer mit moderner, tabbasierter WPS-Oberfläche, der andere mit mehreren LibreOffice-Fenstern. 27.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Während WPS Office mit modernem Design und KI-Features lockt, setzt LibreOffice auf Datenschutz und völlige Kostenfreiheit. Ein aktueller Branchenvergleich zeigt die entscheidenden Unterschiede für professionelle Anwender.

WPS Office: Modernes Interface mit versteckten Kosten

Kingsofts WPS Office positioniert sich als vollwertige Alternative zu Microsofts Office-Suite. Die Software punktet mit einer tabulatorbasierten Benutzeroberfläche und einem integrierten PDF-Editor. Besonders hervorzuheben ist die hohe Kompatibilität mit Microsofts DOCX-Formaten – ein entscheidender Vorteil für alle, die regelmäßig Dateien mit Microsoft-365-Nutzern austauschen.

Doch der Schein trügt: Die kostenlose Version ist mit Werbung und Paywalls für bestimmte Funktionen durchsetzt. Wer die Suite ohne Einschränkungen nutzen möchte, zahlt umgerechnet rund 28 Euro pro Jahr. Die zusätzlichen KI-Funktionen schlagen mit etwa neun Euro monatlich zu Buche.

Ein wunder Punkt bleibt der Datenschutz. Der chinesische Entwickler Kingsoft bestätigte bereits 2022, dass er in der Lage ist, in der Cloud gespeicherte Dokumente zu scannen und zu sperren. Für sicherheitsbewusste Profis könnte das ein Ausschlusskriterium sein.

LibreOffice 26.2: Datenschutz first

Die aktuelle Version 26.2 von LibreOffice geht einen grundlegend anderen Weg. Die Open-Source-Suite umfasst sechs Kernanwendungen und erhebt keinerlei Nutzerdaten. Anders als WPS Office verzichtet LibreOffice auf eine tabulatorbasierte Einzelfenster-Ansicht – jedes Dokument öffnet sich in einem eigenen Fenster.

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Die Kehrseite der Medaille: Bei komplexen DOCX-Dateien kommt es zu Formatierungsproblemen. Während einfache Dokumente problemlos dargestellt werden, können aufwendig formatierte Microsoft-Dateien ihr Layout verlieren. Ein bekanntes Phänomen, das LibreOffice-Nutzer seit Jahren begleitet.

Neue Konkurrenz aus der Nische

Der Markt für Produktivitätssoftware wird zunehmend unübersichtlicher. Erst Anfang der Woche kündigte Proton die Einführung von Proton Sheets an – einem datenschutzorientierten Online-Tabellenkalkulationstool. Die Besonderheit: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, keine Werbung und kein integriertes KI-Feature. Eine klare Ansage an alle, denen Datensicherheit über alles geht.

Im Bereich der Unternehmensfinanzplanung gewinnen spezialisierte Lösungen wie Limelight an Bedeutung. Diese Tools ermöglichen codefreie Modellierung und integrieren sich in große ERP-Systeme wie Sage, NetSuite oder Dynamics. Die Implementierungszeit für diese professionellen Finanzwerkzeuge liegt zwischen vier und acht Wochen.

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Die Hardware-Frage: Ryzen gegen Intel

Die Wahl der Bürosoftware hängt zunehmend auch von der Hardware ab. Aktuelle Vergleiche zwischen dem Ryzen 7 9700X und dem Intel Core Ultra 5 250K Plus zeigen überraschende Unterschiede. Während der Ryzen-Prozessor für rund 220 Euro in Spielen leicht die Nase vorn hat, liegt Intels Modell für etwa 183 Euro bei Multikern-Anwendungen rund 41 Prozent vorn. Experten betonen: Intels Produktivitätsleistung lässt sich mit schnellerem Arbeitsspeicher noch weiter steigern.

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